(Michael van Laack) Merkel und Fehler? Zwei Welten begegnen sich! Ob bei der Wegnahme von Grundrechten, der Impfbestellung oder dem Verimpfen: „Wir haben im Großen und Ganzen alles richtig gemacht!“, sagte die Kanzlerin gestern Abend in der ARD-Sendung „Farbe bekennen“, um dann in epischer Breite auszuführen, dass man eigentlich sogar ALLES richtig gemacht habe und deshalb die harten Zeiten für die Bürger noch lange nicht zu Ende sein dürften!

Wir haben es noch lange nicht hinter uns!

Zwar gebe es mittlerweile eine große Zahl von Landkreisen mit einer Inzidenz unter 50, aber auch noch viele mit über 200. Deshalb könne sie nicht verantworten, so Merkel, dass nun überstürzt Grundrechte zurückgegeben würden. „Denn dann hätten wir in 14 Tagen wieder Werte, die Intensivstationen an ihre Kapazitätsgrenzen brächtenm so dass alles wieder heruntergefahren“ werden müsste. Deshalb sei es besser, jetzt erst einmal alles noch so lang geschlossen zu lassen, bis man langfristig Werte wie im Sommer erreiche.

Mutationen machen „Hoffnung“ auf Lockdown-Verlängerung

Man wisse noch nicht – so die Herrin über die Grundrechte – wie sich die bekannten Mutationen aus Südafrika und GB entwickeln werden. So lange das nicht geklärt sei, könne man vielleicht in einigen Kreisen in Schulen wieder ein wenig Wechselunterricht machen und hier und da mal den Einzelhandel wieder öffnen, mehr aber auch nicht. Über die Gastronomie verlor die Kanzlerin kein Wort. Deren Wiedereröffnung wie auch die der Theater scheinen für die Kanzlerin ganz am Ende der To-do-Liste zu stehen.

Staaten, die schneller impfen, seien egoistisch oder verantwortungslos

Böse zum Beispiel seien die USA. Und das obwohl dort doch jetzt Muttis Liebling Biden regiert? Ja, denn die USA würden nicht – wie Deutschland und andere EU-Staaten es täten – aus ihren Produktionsstätten auch ins Ausland Impfstoff liefern, sondern alles, was sie produzieren, selbst verimpfen. Und sie haben (unverschämterweise) auch schon früher und mehr Produktionsstätten aufgebaut als die Westeuropäer.

Großbritannien, Israel und Saudi-Arabien wären zudem auch bereit beweisen, mehr Geld für die Impfdosen zu bezahlen als die EU und Deutschland. Auch das habe zu Verwerfungen geführt. Geiz ist also geil, wenn es um Gesundheit geht, nicht aber, wenn es um Windräder oder Migranten geht? – Zudem seien das alles Impfstoffnationalisten. Serbien z. B. bestelle Impfstoff aus China und viele andere Länder hätten auch in Russland. bestellt! Unfassbar! Im Rest der Welt fragt augenscheinlich niemand Frau von der Leyen um Erlaubnis! Für die EU waren Moskau und Peking im Sommer und Herbst selbstverständlich keine Ansprechpartner. Vermutlich, weil sie als anti-impfstoffrassistisches Imperium nach dem Motto „Aus dem Osten kommt nichts Gutes!“ handelt. Dann doch lieber „Im Westen nichts Neues.“

Notfallzulassungen? Einen Notfall konnte und kann Merkel offenbar nicht erkennen. Denn sie verteidigte die langsame Zulassungsprüfung in der EU. Gründlichkeit sei der höchste Wert. So habe man auch Haftungsausschlüsse vereinbaren können, falls einer der Wirkstoffe Nebenwirkungen wie einst Contergan entwickeln sollte. – Tja, dann hatten die anderen Nationen wohl nur Glück, dass es bei ihnen keiner Probleme gab. Weder bei der Bestellung, noch bei der Impfung.

Das hat alles nichts mit der Bundestagswahl zu tun!

Nach jetzigem Stand sollen die letzten Bürger fünf Tage vor der Bundestagswahl ein Impfangebot bekommen. Auch das gälte natürlich nur, wenn nicht irgendeine böse Mutation entstehe, die die aktuell zugelassenen Wirkstoffe unnütz machten. Dann müsse man das alles noch einmal neu denken! Bedeutet das, dann wird der Lockdown erneuert oder weiter verlängert? Dazu wollte sich die Kanzlerin nicht äußern.

Ebenso wenig ging sie konkret auf die Frage ein, ob Ostern wieder ein Familienfest werden könne. Durch ihr ganzes Interview schien durch: Auch wenn die Disziplin der Bürger sehr lobenswert sei: Ohne Abstandsregeln, ohne Maskenpflicht und ohne Homeoffice wird es zumindest im ersten Halbjahr 2021 nicht gehen. Auch wenn die Inzidenz wieder die Sommerwerte erreiche. Und im zweiten Halbjahr?

Na ja, mit etwas „Glück“ hat sich bis dahin eine neue Mutation durchgesetzt und wir müssen das Corona-Kriegsjahr verlängern. Vielleicht sogar mit einer reinen Briefwahl zum Deutschen Bundestag? Das wäre gewiss sehr nützlich, vor allem wenn Angela Merkel sich zum Wohl, Deutschlands, Europas und des Universums entscheiden würde, doch noch einmal zu kandidieren, weil sonst ja niemand mehr da wäre, der die Grundrechte wieder zurückgeben könnte!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.