(Michael van Laack) Hass und Hetze will auch sie angeblich bekämpfen, die ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch. Doch was sie heute im Deutschen Bundestag anlässlich der Feierstunde des Holocaust-Gedenkens abgeliefert hat, speit nicht nur den in Konzentrationslagern grausam ermordeten Juden ins Gesicht, sondern zeigt auch, dass Nazivergleiche in Deutschland opportun sind, wenn die Worte aus den hasserfüllten Herzen der „Richtigen“ in die Öffentlichkeit gesprochen werden.

Knobloch entwertet die Grausamkeit des Holocaust

Charlotte Knobloch ist fast 88 Jahre alt. Doch an Altersweisheit scheint es ihr zu mangeln. Ihr reicht es vollkommen aus, wenn ARD, ZDF und andere MSM zusammen mit nicht wenigen Politikern aus dem linksgrünen Milieu die AfD als Nazis oder Rechtsradikale bezeichnen. Denn das alles sind aufrechte und anständige Demokraten. Die lügen nicht.

Folglich sind für die Jüdin, der selbst das Leid im KZ erspart blieb, weil eine Christin sie als ihr uneheliches Kind ausgab und so vor dem Zugriff der Nazis schützte, die Mitglieder der AfD Politiker und Bürger mehrheitlich Menschen, die den NSDAP-Verfolgungsstaat wiederbeleben möchten. Sie, die sich offen dagegen ausgesprochen hat, die Linkspartei als Rechtsnachfolger der SED zu bezeichnen, sieht die AfD mehr als nur subtil als Rechtsnachfolger der NSDAP an.

Die AfD hat ihren Kampf vor 76 Jahren verloren?

So jedenfalls schließt Knobloch ihren Angriff auf die AfD ab. In voller Diskreditierungsabsicht stellt sie Teile der Partei und somit die ganze AfD (wie es auch der Verfassungsschutz in seinen Bewertungen tut) in die Tradition der Nationalsozialisten. Die Leser unseres  Blogs wissen: Ich bin kein Freund von Leberhaken-Kalbitz oder Björn Höcke. Auch schätze ich manches nicht, was Alexander Gauland oder Alice Weidel zum Besten geben.

Eines aber kann man ihnen allen nicht nachsagen: Dass sie eine Diktatur anstreben, dass sie Menschen zu töten, ja ganze Volksgruppen auszulöschen bereit sind. Dies aber unterstellt ihnen und anderen die fast 88 Jahre alte Dame unter dem Applaus der anderen Fraktionen des Bundestages. Sie unterstellt einen Antisemitismus, der selbst im „Flügel“ nur bei einzelnen vorhanden war, die mittlerweile ausgeschlossen wurden.

Knobloch speit den Toten des Holocaust ins Gesicht

Sie setzt eine bürgerliche Partei dem Verdacht aus, diese wolle eine menschenmordende Diktatur errichten. Und der Bundestag spendet Beifall. Jene, die aktuell eine politische Religion installieren, klatschen. Jene, die seit Jahren immer wieder europäisches Recht und das Grundgesetz beugen; jene, die zu Hass gegen alle aufstacheln, die Kritik an Merkels- Energie,- Migrations- und Corona-Politik üben, als Demokratiefeinde; jene, die kein Befremden mehr spüren, wenn der Deutsche Bundestag umgangen wird.

Sie jubeln einer Jüdin zu, die den Holocaust missbraucht, die den Tod von zig Millionen Juden, die elendig in Gaskammern erstickt sind, missbraucht, um zugunsten auch sozialistischer Mitbewerber in den Wahlkampf 2021 einzugreifen. Sie, deren Volk stigmatisiert wurde, trägt nun selbst dazu bei, Stigmata zu verbreiten. Eine Schande ist das. Skrupellos und widerwärtig nenne ich diese Instrumentalisierung. Dass Tragische aber: Knoblochs Worte gefallen!

Schande über Euch alle!

Das zeigt auch, dass die meisten Mitglieder des Deutschen Bundestages über Leichen – gern auch über Leichenberge aus der Vergangenheit – zu gehen bereit sind. Und das allen nur, um das eigene politische Fortkommen, die eigene kleine Karriere, das eigene unbedeutende Leben in der Sonne ihrer Selbstgerechtigkeit wohlig warm zu erhalten. Schande über Euch alle. Ihr wollt erinnern an das Leid von Millionen?

Dann hört endlich auf, es zu durch maßlose Vergleiche zu entwerten. Schaut beim Blick in eine bessere Zukunft vor allem auf die nicht rosige Gegenwart. Und fragt, Euch, wer verantwortlich ist für all das Leid, das in diesen Monaten über viele Bürger hereingebrochen ist. Die „Nazis“ ganz sicher nicht!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.