(Michael van Laack) Im Dezember hatte er es schon einmal getan. Nun erneuerte Merkels Ostbeauftragter gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland seinen Vorwurf, hauptverantwortlich für die starke Ausbreitung des Corona-Virus sei die AfD und ihre Wählerschaft.

„Die Inzidenzwerte gehen in weiten Teilen Deutschlands deutlich zurück. Auffällig ist allerdings, dass die Corona-Werte vor allem im Osten des Landes weiterhin sehr hoch sind.“, freut sich das lupenrein demokratische und vollkommen neutrale Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das hat ´nach Ansicht der redlichen Journalisten hauptsächlich damit zu tun, dass Angela Merkels Volksgesundungs-Programm von zahlreichen AfD-Wählern torpediert wird.

Wanderwitz zieht alle Register

Marco Wanderwitz, der im vergangenen Jahr neuer Ostbeauftragter wurde, nachdem sein Vorgänger das Sakrileg begangen hatte, der unfehlbaren Gottkanzlerin Angela Merkel zu widersprechen, gibt erneut der AfD die Hauptschuld, dass die wunderbaren Strategien der Bundesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus zumindest in Osten noch nicht das gewünschte Ergebnis erzielen.

„Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehnt, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker es tun, hilft am Ende bei der Ausbreitung des Virus.“, klärt er auf. „Eine mal laute, mal leise Rebellion gegen die Infektionsschutzpolitik behindere unterm Strich die Virusabwehr“.

AfD-Anhänger genauso schlimm wie Trump-Fans

In manchen Regionen der ehemaligen DDR wachse eine Realitätsverweigerung, wie man sie seinerzeit im Sozialismus nie gesehen hat. Diese Verweigerung, sehen zu wollen oder sehen zu können, was das beste und das Richtige ist, habe 2916 zur Wahl Trumps geführt. Nur Menschen, die nicht wussten, was sie taten, haben ihn gewählt. Das dürfe in Deutschland niemals geschehen.

Was Wanderwitz ausblendet

Die erste Corona-Welle breitete sich fast ausschließlich im Westen und im Süden aus. Im Osten sahen wir keine hohen Infektionszahlen. Waren seinerzeit alle AfD-Wähler auf Familienbesuch ihrer Westangehörigen. Diese These wird man vermutlich nachschieben, wenn dieser Sachverhalt vorgetragen wird.

In der zweiten Welle waren über mehrere Wochen Bayern und Teile Baden-Württembergs genauso stark betroffen wie der Osten. Erst um Weihnachten herum verschärfte sich das Infektionsgeschehen in den Ostbundesländern dramatisch. Sind da etwa sehr viele Menschen in die AfD eingetreten, woraufhin das Virus seine Infektionsstrategie geändert hat?

Und wie sieht es in den anderen europäischen Staaten aus. Wer ist dort nach Wanderwitz‘ Ansicht verantwortlich? In Spanien, in Frankreich, in Italien, Polen, den Niederlanden oder Tschechien? Seine Antwort würde vermutlich lauten: Die dortigen Corona-Leugner und somit die rechten Parteien.

Diskussion pünktlich vor dem Beobachtungsfall

In dieser Woche plant der Verfassungsschutz, die Beobachtung der AfD bekannt zu geben. Ganz ideal im Wahljahr 2021, glaubt man. Da leistet der Ostbeauftragte von Merkels Gnaden dem BfV-Präsidenten von Merkels Gnaden gern Amtshilfe. Die AfD, eine Partei, die die Volksgesundheit gefährdet. Kann es ein besseres Argument geben, um deren Verfassungsfeindlichkeit zu beweisen?

Das wirklich Tragische aber liegt nicht in Wanderwitz‘ Standpunkt, sondern darin, dass große Medien wie Welt, RTL oder ntv diesen hanebüchenen Unsinn ohne eigene Meinung verbreiten. Es heißt ja immer, man solle mit Nazi- und Holocaustvergleichen so sparsam wie möglich sein. Deshalb mache ich auch keine solchen, sondern weise darauf hin, dass auch die Juden für viele Menschen an allen Unglücken dieser Welt schuld hatten.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.