Tagesthemen-Logik: Deutsche Senioren sterben aus Solidarität gern an Corona

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Collage mit: Von Olaf Kosinsky - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de,

(Michael van Laack) Solidarität mit den EU-Staaten ist wichtiger als das Leben der eigenen Bürger. Zu diesem Schluss kam gestern Michael Grytz, der in den Tagesthemen das Impfdebakel der Bundesregierung schönreden durfte. Grytz begleitete in seinem „Bericht aus Brüssel“ die Euroeinführung, EU-Erweiterung, den Verfassungskonvent sowie die Handelspolitik der EU stets solidarisch. Also als aufrechter linientreuer Journalist, der jede Kritik an Merkels Entscheidungen als demokratiefeindlich beschrieb.

Gestern nun sprach er einen Kommentar in den Tagesthemen und verteidigte bis aufs Blut (natürlich nicht sein eigenes oder das seiner Familie und erweiterten Verwandtschaft) die Entscheidung der Bundeskanzlerin, nicht dem Impfstoff-Nationalismus zu verfallen, sondern vier Wochen lang den Tod weiterer Mitglieder der ungeschützten vulnerablen Gruppen in Kauf zu nehmen. Na ja, schließlich entschädigt man die Hinterbliebenen ja nun auch großzügig mit Lichtern, die ab heute alle Bürger in ihre Fenster stellen sollen.

Deutsche vor Italienern impfen? Das ist doch voll Nazi!

Eine Bemerkung in Grytz‘ Kommentar fand die Online-Redaktion der Tagesthemen besonders wertvoll:

Lieber mehr Tote als Mithaftung bei Nebenwirkungen

Grytz ist eher davon beeindruckt, dass wir überhaupt schon impfen können. Das hatte er gar nicht erwartet bei der desaströsen Impfpolitik der Bundesregierung. Nein Sorry – Nicht desaströsen, sondern solidarischen Impfpolitik! Notfallzulassungen wie in der damals noch bösen Trump-USA oder in Saudi-Arabien seien völlig falsch. Denn in diesem Fall hätten Bürger die Bundesrepublik verklagen können, falls es dramatische Nebenwirkungen oder Spätfolgen geben würde. Mit der regulären Zulassung sei man auf der S sicheren Seite.

Für diese Rechtssicherheit sind Zehntausende gewiss gern gestorben. Denn als guter deutscher Steuerzahler tut man doch alles, um seinen jeden einzelnen Bürger liebenden Staat nicht unnötig finanziell zu belasten. Dafür haben auch die Angehörigen ohne jeden Zweifel vollstes Verständnis.

Nur mitleidlose Journalisten sind gute Journalisten

Der Hauptauftrag des ÖRR ist es seit Jahren, die Regierung von allem möglichen Fehlverhalten reinzuwaschen. Dazu ist ihnen kein noch so sozial kaltes und Menschenleben verachtendes Argument zu schade. Es gilt in diesen Tagen, Schaden von der Kanzlerin und dem Gesundheitsminister fernzuhalten. Wenn schon jemand Schuld auf sich nehmen muss, dann ist eben die EMA, die die Zulassungen vergibt.

Die Kanzlerin aber und all anderen, die  dringend  gebraucht werden, um schwarzgrün ab Herbst zu sichern, sind unbefleckt. Sie wollte keine Impfstoff-Nazis sein. Und man ist sich bei den Tagesthemen auch sicher: Die Omas uns Opas, die als Kind noch den Zweiten Weltkrieg erleben mussten, sind für die Kanzlerin und das Wohlergehen der zukünftigen buntfaschistischen Regierung gern an Corona gestorben und werden das auch in den nächsten Monaten tun, so lange die vulnerablen Gruppen noch nicht durchgeimpft sind. Denn es geht um mehr, als das eigene Leben: DU bist nichts, Deine Regierung und „unsere Demokratie“ sind alles!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.