(Michael van Laack) Dass gestern der Hashtag #merkelquaeltkinder trendete, hat die Kanzlerin vermutlich sehr schwer getroffen. Das stimmt ja auch überhaupt nicht! Sie hat allergrößtes Verständnis dafür, dass manche Eltern besorgt und überfordert sind. Auch sieht sie in der Schulschließung eine Gefahr für Kinder… Für Migrantenkinder. Denn die Eltern ohne Migrationshintergrund haben fast alle höhere Schulbildung oder gar promoviert.

Merkel äußerte sich gestern im Rahmen der „virtuellen Übergabe“ des Abschlussberichts der Fachkommission Integrationsfähigkeit. Hatte vielleicht ein Berater die Kanzlerin darauf hingewiesen, dass man zumindest gewissen Gruppen gegenüber mehr Empathie zeigen müsse? Das können wir nur vermuten, aber es liest sich so.

Das Herz der Kanzlerin ist sehr groß

„Natürlich sind durch die Beschlüsse, die wir jetzt fassen, durch lange Zeiten, in denen in den Schulen kein Präsenzunterricht stattfinden kann und ähnliches, gerade auch Kinder, deren Eltern zu Hause eben nicht Deutsch sprechen, noch einmal in einer sehr viel schwierigeren Situation, als das der Fall ist, wenn man aus einem Elternhaus kommt, in dem beide Eltern die deutsche Sprache perfekt verstehen und sprechen und gleichzeitig vielleicht auch eine akademische Berufsausbildung haben.“

Hat denn jeder, der deutsch perfekt versteht und spricht, eine akademische Berufsausbildung? Gibt es da nicht viele „Bildungsferne“. Und selbst, wer Abitur hat, kann seinen Kindern oft bei den Hausaufgaben ab Klasse 5 oder 6 kaum mehr helfen, weil ja alle paar Jahre gerade im mathematisch-naturwissenschaftlichen andere Lösungsansätze gelehrt werden. Und was für ein Armutszeugnis stellt die Kanzlerin da ihrer Regierung aus, dass sie offensichtlich nicht dafür Sorge tragen kann, dass die Eltern von deutsche Schulen besuchenden Kindern kein Wort oder nur sehr unzureichend Deutsch sprechen.

Merkel begreift das eigentliche Problem nicht

Denn neben der Fähigkeit zur Bildungsvermittlung fehlt vielen Eltern einfach auch die Zeit, neben Homeoffice oder Haushalt die Sprösslinge adäquat zu betreuen. Nicht jeder kann Notbetreuung in Anspruch nehmen. Je nach Bundesland gibt es manchmal höher und manchmal tiefere Hürden. Zudem fehlt vielen Eltern auch aus Familien ohne Migrationshintergrund das Geld, um einen Laptop zu kaufen oder dem Kind ungestörtes Lernen in einer kleinen Wohnung (vielleicht noch mit Geschwisterkindern) zu ermöglichen.

Das zentrale Problem aber ist nicht die Bildung. Sondern die Einsamkeit. Der fehlende Austausch mit Freunden, der Teil des Abnablungsprozesses ist, den jedes Kind und jeder Jugendlicher im Verlauf der ersten Jahre durchlebt. Das alles wird seit nunmehr einem Jahr immer wieder unterbrochen bzw. abgebrochen durch staatlich Verfügungen. Beziehungsfähigkeitsstörungen werden der Fall sein. Die hatten wir auch schon vor Corona durch das Setzen vieler auf Netzkommunikation statt realen Lebens. Aber in diesen Monaten wird diese Kommunikation zum Standard. Viele haben sie schon so verinnerlicht, dass sie glauben, sie brauchen gar nichts anderes mehr.

Immer mehr Migranten – Für Merkel positiv!

Durch die sehr große Zuwanderung [die Kanzlerin meint die illegalen Grenzübertritte und ungerechtfertigten Asylanträge] in den Jahren von 2013 bis 2015/2016 haben wir natürlich jetzt noch einen Aufgabenberg vor uns. Dabei muss viel Integrationsarbeit geleistet werden. Das geht sowohl an die staatlichen Ebenen, aber es geht natürlich auch immer an die beteiligten Menschen, sowohl die Aufnahmegesellschaft als auch an diejenigen, die zu uns gekommen sind.

Auf der anderen Seite sind die nächsten Jahre auch positive Jahre, weil sie den demografischen Wandel sehr stark in den Mittelpunkt rücken werden. Je mehr wir in die Richtung der 30er-Jahre kommen, umso stärker wird auch der demografische Wandel sichtbar. Das heißt, gut ausgebildete Fachkräfte werden auch eine Chance haben. Insofern sind Bildung und Berufsausbildung dann natürlich ein zentraler Punkt, um auch wirklich gleichwertige Chancen zu ermöglichen.“

Gebärentwöhnte Deutsche müssen ihren bunten Erben Übernahme ermöglichen

Wir alle müssen, so die Kanzlerin, mehr tun, damit das Aussterben der biodeutschen Gesellschaft möglichst schmerz- und ruckelfrei über die Bühne geht. Deshalb muss auch beim Thema Schulausbildung in den nächsten Jahrzehnten mehr für Migrantenkinder getan werden, als für die Sprösslinge der „akademischen“ Restdeutschen. Dann klappt das auch mit dem Wohlstandsversprechen.

Wer freilich die Ausbildung dieser Kinder übernehmen soll und ob sie tatsächliche alle den notwendigen Intellekt haben, um die Lücken zu schließen, die die gebärentwöhnte weiße Restbevölkerung hinterlassen hat… Die Frage wird Merkel nicht mehr kümmern. Denn 2030 ist sie entweder in Rente oder verteilt bereits seit einigen jahren als UN-Generalsekretärin im Rahmen des unverbindlichen Migrationspaktes die Hälfte Afrikas und Südamerikas auf die noch nicht in den Bankrott geratenen Staaten der EU.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.