(Michael van Laack) Während die AfD ihren Bundesparteitag als Präsenzveranstaltung durchgeführte, entschied man sich 2020 bei der CDU für eine erneute Verschiebung und einen digitalen Parteitag. Man darf gespannt sein, ob die Veranstaltung technisch fehlerfrei über die Bühne gehen wird. Weniger aufregend wird die zur Richtungsentscheidung hochstilisierte Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden. Denn alle drei Kandidaten können sich eine Zusammenarbeit mit den Grünen nach der Bundestagswahl vorstellen.

Laschet und Röttgen würden – um dies zu erreichen – auch zahlreiche Positionen der CDU  aufgeben. Merz hingegen glaubt, dass der Wille zur Macht bei Habeck & Co. so groß ist, dass sie sich auch mit der CDU zusammentun würden, wenn sie in der Klimapolitik manche Ziele aufgeben müssen. Alle drei aber sind bereit, mit den christenfeindlichen und islamfreundlichen Sozialisten zusammenzuarbeiten.

Armin Laschet, die männliche Merkel

Laschet würde Merkel am liebsten ein Denkmal am Eingang des Reichstags (gleich neben dem noch auszuhebenden Wassergraben) bauen. Für so bedeutend hält er die Bundeskanzlerin, dass er nicht ein Iota von ihrer Politik abweichen will. Alles was Angela Merkel in den vergangenen Jahren getan hat, sei gut für Deutschland gewesen, betont Laschet bei jeder Gelegenheit.

Seine Hauptqualifikation für das Amt sieht Laschet darin, dass er seit 2017 NRW-Ministerpräsident ist und das einwohnerstärkste Bundesland ganz im Sinn von Merkels Agenda geführt hat: Den Grünen nicht allzu weh tun mit Kabinettsbeschlüssen zur Klima- und Umweltthematik, die Clan-Kriminalität nur durch Aktionismus bekämpfen, um die Muslime nicht zu sehr zu verärgern; möglichst viele „sichere Häfen“ für Flüchtlinge gründen lassen; den „Kampf gegen rechts“ unerbittlich führen; BLM verehren und keine Kritik an sprachpolizeilichen Maßnahmen (Neger usw.) üben; Gendersternchen für Sprachnormalität halten.

Friedrich Merz, der Mann mit zwei Gesichtern

Ein Denkmal würde er Merkel zwar nicht bauen, hält sie aber dennoch für eine große Kanzlerin, die vieles richtig gemacht hat, an das sich gut anknüpfen lässt. Seine Qualifikation für das Amt des Vorsitzenden sieht er darin, dass er in den vergangenen Jahrzehnten sowohl politisch in verantwortlichen Positionen aktiv war als auch bei Blackrock und anderen um das soziale Wohl aller Bürger besorgten Unternehmen leitend und/oder beratend tätig war.

In der deutschen Energiepolitik erkennt Merz zwar „strukturelle Defizite“, ist allerdings auch der Ansicht, dass Klimaneutralität bis 2050 das Maß aller Dinge ist. Er will all das lediglich nicht mit der Brechstange erreichen. Aber auch er ist der Ansicht, dass wir Deutschland noch mehr digitalisieren müssen und auf Elektromobilität umsteigen. Wo der Strom dazu herkommt ist ihm egal.

Der innere Friede unseres Landes sei bedroht, wenn wir nicht  einen neuen Generationenvertrag abschlössen, der die junge Generation entlaste, die nicht mehr bereit und in der Lage sei, für die älteren in Zukunft die Renten zu zahlen. Dann vielleicht Förderung von Familien zum Zweck wieder steigender Geburten Biodeutscher? Dazu sieht auch Merz keine Notwendigkeit. Zwar will er Asylzuwanderung vermeiden, gleichzeitig aber stellt er klar, dass wir – um weiterhin im Wohlstand leben zu können – dringend Zuwanderer benötigten. Hochqualifizierte und Hilfsarbeiter. Bevorzugt aus dem nichtchristlichen Ausland.

Norbert Röttgen, der farblose Feminismusfreund

Röttgen war von 2005 bis 2009 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Verglichen mit den beiden anderen Kandidaten hat er also deutlich weniger Leitungserfahrung. Aber die kompensiert er – wie er einmal selbst von sich sagte – mit der Fähigkeit, durch Mauern zu blicken und Entwicklungen zu erkennen, bevor andere überhaupt wissen, dass sich etwas bewegt.

Da die beiden anderen Kandidaten fast alle Felder schon besetzt hatten, blieb ihm lediglich die Forderung, die CDU und später dann auch Deutschland jünger und weiblicher zu machen. Ansonsten blieb der Außenpolitiker der farbloseste der drei Kandidaten. Erst in den letzten Tagen konnte er sich besser in Szene setzen, weil er zu den Vorgängen in Washington vom Staatsfernsehen ausgiebig befragt wurde und selbstverständlich nur Erwartbares zum Besten gab. Auch für ihn gilt das Credo: Wir können mit jedem koalieren, außer mit der AfD. Denn alle echt Konservativen und Bürgerlichen in Europa und der Welt sind Feinde „unserer Demokratie“.

Pest, Cholera oder Pocken

Wen auch immer die 1001 Delegierten heute wählen werden und wie sehr sich das vielleicht im Innenverhältnis auf die CDU auswirken wird: Keiner dieser drei Kandidaten wird uns von Merkels eingeschlagenem Weg wegführen. Alle drei wollen mehr statt weniger Europa (als weniger Eigenständigkeit der Nationalstaaten). Alle drei bejubeln den Billionen Euro schweren „Green Deal“ Brüssels zur Klimawende. Und keiner von den Dreien hat Probleme damit – wie aktuell in der Corona-Krise sichtbar wird – Grundrechte einzuschränken.

Pest, Cholera, Pocken! Wählt ihr mal schön liebe Delegierte der CDU. Wir bleiben lieber das, was wir sind: Echt liberal, Bürgerlich, Konservativ, Patriotisch. Dass alles ist die CDU nicht mehr und wird es wohl auch nie wieder werden. Denn Angela Merkels Zerstörungswerk ist bereits abgeschlossen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.