(Michael van Laack) Während immer klarer wird, dass Deutschland auf absehbare Zeit wegen der Delegation der Bestellung nach Brüssel mit Impfstoff unterversorgt sein wird und Markus Söder eine Grundrechte-Rückgabe nur gegen Impfung in Aussicht stellt, löst eine „Monarchie“ und Diktatur das Corona-Problem rasch und unbürokratisch.

Jörg Ranau ist deutscher Staatsbürger und erst 65 Jahre alt. Nach dem jetzigen Stand der Dinge wäre er eigentlich erst im Mai oder Juni mit einer Impfung gegen das Corona-Virus dran. Eigentlich! Aber er hat das große „Glück“, in Saudi-Arabien zu leben und noch dazu als Botschafter deutsche Interessen zu vertreten. Im Land der Ölscheichs wird der in Deutschland erfundene und erstproduzierte Wirkstoff bereits seit dem 15. Dezember verimpft.

Für Jens Spahn und die anderen bedeutenden Impfstrategen muss dieses Posting wie eine Verhöhnung wirken. Während Deutschland an die EU die Rechte zur Wirkstoffbestellung auf Merkels Weisung abgetreten hat, ist in Saudi-Arabien mittlerweile so viel Impfstoff eingetroffen, dass die gesamte Bevölkerung mit dem deutschen Biontech-Präparat geimpft werden kann.

Wir haben genug Impfstoff für unsere Bevölkerung

Das kommunizieren saudi-arabische Quellen nun schon seit Wochen. Ob es wirklich stimmt? Vermutlich schon, denn mittlerweile bietet man dort auch den Gastarbeitern großflächig Impfungen an. Und so kam auch der deutsche Botschafter mittlerweile zweimal in den Genuss der Spritze. Warum er das aller Welt kundgetan hat? Vermutlich nicht, um Jens Spahn und Angela Merkel zu schaden.

Aber dieses Beispiel zeigt einmal mehr die verfehlte Einkaufspolitik der EU. Und offenbart auch, dass die Überlegung, ob man Impfstoffnationalismus betreiben dürfe, ein typisch deutsches Problem ist.

„Zuerst die anderen, dann wir! Denn wir haben im zweiten Weltkrieg so viel Leid über die Bevölkerung gebracht und Bla, Bla, Bla!“

Botschafter gehört jetzt zu den Privilegierten

In einem Interview mit dem saudischen Staats-TV bedankt er sich deshalb auch ausgiebig für die ihm zuteil gewordene Impfung. Denn Jörg Ranau weiß: Sollte er vielleicht bald wegen der Bloßstellung des Gesundheitsministers und der Kanzlerin wegen dieses Tweets nach Deutschland zurückgerufen werden, wird er nach Vorschlägen Spahns, Söders und deren Chef-Virologen bald zu jenem Kreis von Deutschen gehören, die sich wieder frei bewegen können.

Denn es solle – wie es gestern hieß – in Deutschland zwar keine Impfpflicht geben, aber ein Anreiz geschaffen werden, sich impfen zu lassen. Und das bedeutet nichts anderes als: „Du bleibst so lange vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, bis die anderen für Dich Herdenimmunität (vielleicht Ende des Jahres) erreicht haben oder Du Dich selbst impfen lässt. Grundrechte werden nur zurückgegeben, wenn wir Dich zweimal piksen dürfen!“ Großartig, oder?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.