(Michael van Laack) Nein, das ist keine Satire, liest sich aber so. Wegen datenschutzrechtlicher Bestimmungen dürfen Niedersachsen und andere Bundesländer nicht auf die Melderegister zurückgreifen, um die Bürger über deren Impfberechtigung zu informieren. Also nutzt man andere „Erkenntnisse“, um die über 80jährigen herauszufiltern.

Vermietdatenbank der Deutschen Post wird abgefragt

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Das Land Niedersachsen schreibt dazu auf seiner Webseite: „Aufgrund rechtlicher Hürden kann das Land die Adressen der Impfberechtigten aus dem amtlichen Melderegister für dieses Anschreiben leider nicht verwenden. Aus diesem Grund greift Niedersachsen auf die Vermietdatenbank der Deutschen Post Direkt GmbH zurück.“  und „Es werden deshalb nicht alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die älter sind als 80 Jahre, einen Brief erhalten.“

Bei der Vermietdatenbank der Deutschen Post bedienen sich z.B. Unternehmen, die ihre Produkte vermarkten wollen. Auch sie gehen oft nach dem Prinzip vor, das man aus dem Vornamen eines Menschen zumindest auf die Dekade seiner Geburt Rückschlüsse ziehen könne.

Wilhelm, Agnes, Adolf und Isolde werden eingeladen

Adolfs vielleicht nicht, denn Adolfs könnten zu den Querdenkern und somit Impfverweigerern gehören. Oder Kinder von strammen Nazis sein, die ihre Sprösslinge nach dem Führer benannten. Zumindest geht das Land Niedersachsen bei den Einladungen hauptsächlich nach dem Vornamen vor. Otto klingt auch nach 1940 oder sogar 1930. Michael eher nach 1960 bis 1970. Gertrud nennt schon seit Jahrzehnten niemand mehr sein Kind. Aber Renate dürfte noch keine 80 Jahre alt sein.

Wir sind – will mir scheinen – von Idioten umgeben. Vor über 20 Jahren sagte mal jemand in einer Talkshow zum Thema Medien und Politik: „Wir laufen auf eine Zeit zu, in der jene, die in Irrenhäusern sitzen sollten, uns bespassen oder regieren. Und jene, die uns regieren sollten, mit Einweisung bedroht werden.“ Diese Zeit scheint mir jetzt gekommen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.