(Michael van Laack) Wenn man eine Person des öffentlichen Lebens ist, muss man auch Spott ertragen können. Virenheld Karl Lauterbach allerdings will Kritik im Bild (vielleicht sogar in Wort und Schrift) an seiner Person getilgt wissen und fordert deshalb zur Zerstörung eines „Kunstwerks“ auf.

Rääächte entartete Kunst ist das! Pfui Bäh, nieder damit!

Lauterbach hofft, dass alle Querdenker beobachtet werden, die irgendwo Sprühdosen kaufen. Denn damit könnten sie möglicherweise auch außerhalb Berlins Graffitis sprühen, die Lauterbachs oberste Autorität infrage stellen. – Ich frage mich, woher er weiß, dass dieses Graffiti von einem Querdenker gesprüht wurde. Zumal die linke Szene seit Jahrzehnten die besten und kreativsten Sprayer in ihren Reihen hat.

Und hat sich Herr Lauterbach schon einmal darüber beschwert oder zur Zerstörung aufgerufen, wenn Jörg Meuthen, Tino Chrupalla oder Alexander Gauland in Naziuniform oder mit entsprechenden Sprüchen auf Berliner Mauern abgebildet wurden?

Werden Ordnungsamt oder Polizei nicht tätig?

Es muss ihm natürlich nicht gefallen, was er da sieht. Aber zu gezielten Zerstörung eines Bildes aufrufen (Aufruf zur Beschädigung einer entfernbaren Sache) – noch dazu auf einer Fläche, wo meines Wissens das Aufhängen von Plakaten und anderem keine Ordnungswidrigkeit darstellt – zeigt, wie weit auch sein Demokratie-Verständnis verdunstet und wie eng sein Meinungsfreiheits-Korridor geworden ist.

Schämen Sie sich Herr Lauterbach! Und wenn Ihnen das Bild nicht gefällt, fordern Sie doch das Ordnungsamt auf, es zu entfernen. Sie haben doch beste Kontakte. Oder noch besser: Übermalen sie es selbst, statt andere die demokratiefeindliche Drecksarbeit machen zu lassen! Vielleicht mit einem Auszug aus dem Bevölkerungsschutzgesetz unter einem Konterfei von Jens Spahn!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.