Philosophia Perennis

Bundeskanzleramt fordert ganztägige Ausgangssperre ab Inzidenzwert 100

Collage mit: Von Lighttracer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

(Michael van Laack) Die bisherigen Maßnahmen haben (was vorauszusehen war) nichts gebracht, deshalb greift man nun ganz tief in die Restriktions-Kiste. Ab einem Inzidenzwert von 100, den in Deutschland mehr als 80 % der Kreise und kreisfreien Städten erreichen (zumindest einzelne Gemeinden in ihnen), soll nach dem Willen der Bundesregierung (also der Kanzlerin und des Bundesgesundheitsministers) eine Ausgangssperre nach dem Vorbild Frankreichs eingeführt werden. Das geht aus einer Vorlage des Bundeskanzleramtes für die heutige Zusammenkunft der Ministerpräsidenten hervor, die auch unserer Redaktion vorliegt.

Das würde bedeuten: Der Bewegungsradius jedes Bürgers wird auf den Radius von 5 km beschränkt. Ausnahme ausschließlich Arbeitsweg und Arztbesuch. Und zwar 24/7. Also nicht einfach nur eine nächtliche Ausgangssperre.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Damit hätte man auch größtenteils die aus Sicht der Kanzlerin nervige Diskussion der Schulöffnung vom Tisch. Denn der Schulweg soll nicht als Arbeitsweg gelten. Somit könnten viele Schüler ihre Bildungseinrichtungen ohnehin nicht mehr erreichen, sodass alle Schulen ohne weitere Diskussion geschlossen bleiben könnten, da vor allem an weiterführenden Schulen die Schüler aus weiter entfernten Gebieten nicht anreisen könnten.

Für Kitas und Grundschulen soll bundesweit wieder eine Notfallreglung eingeführt werden, die bisher einige Ministerpräsidenten vermeiden wollten. Also nur Kinder von Eltern mit systemrelevanten Jobs würden betreut.

Einzelhandel und Gastronomie weiter dicht

Mindestens bis Ende Januar, ggf. auch bis zum Ende der ersten Februarwoche bleiben die bisher geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte zu. Möglicherweise kommen weitere Sparten wie Drogerien hinzu. Denn fast alles, was man dort kaufen kann, gibt es angeblich auch im Supermarkt.

Impfen soll „gestreckt“ werden

Und zwar in jeder Hinsicht: Zum einen will man die Zeit zwischen den zwei Impfdosen von drei auf zwölf Wochen strecken, obwohl die produzierenden Firmen davor warnen, da ihnen keine Studien vorliegen, ob dann überhaupt der angestrebte Impfschutz bestehen würde. Ebenso sollen aus einer Ampulle mehr Dosen gewonnen werden, um mehr Bürgern die staatliche Wohltat zukommen lassen zu können.

Das alles nur, weil der unfehlbare Gesundheitsminister und Halbgöttin Merkel die Verantwortung für die Bestellung nach Brüssel delegiert hatten und nun feststellen mussten, dass bei jetzigen Liefertempo aus schon fixen und anderen auf die Zukunft orientierten Verträgen die angestrebte Durchimpfung von mindestens 60 % der Bevölkerung nicht vor Ende 2022 abgeschlossen werden kann.

Also liebe Leser, macht Euch bitte keine Sorgen: Die Bundesregierung hat uns und die Situation weiterhin voll im Griff und muss auch deshalb im Herbst unbedingt wiedergewählt werden. Oder so!

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