(Michael van Laack) Nahezu jedes Virus mutiert. Auch deshalb werden bei Grippeschutz-Impfungen die Cocktails Jahr um Jahr angepasst. Schon früh hatten Epidemiologen und Virologen darauf hingewiesen, dass dies auch bei Corona der Fall sein würde. Manche dieser Mutationen sind aggressiver, manche schwächer. Schneller als erwartet zeigt sich nun in Großbritannien eine Mutation, die augenscheinlich hochaggressiv ist. Man kann noch nicht mit Sicherheit sagen, ob die bisher weltweit entwickelten Impfstoffe ausreichenden oder nur minderen Schutz bieten werden. Und die nächste Mutation steht schon vor der Tür.

Deutschland prüft mittlerweile, ob es Flüge aus und nach GB und Südafrika aussetzen soll. Man zögert allerdings, da Drosten trotz intensiver Suche die Mutation in Deutschland bisher nicht finden konnte. Weder an sich, der Kanzlerin noch am Bundesgesundheitsminister. Weshalb die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass der Corona-Bastard die Grenze noch nicht überschritten hat.

Wie auch immer: Die nun entstehende Lage lässt nur zwei Szenarien zu. Entweder einen ewigen Lockdown, bis die Stämme komplett bekämpft sind und die WHO sagt: „Corona stellt weltweit keine Bedrohung mehr dar“, wie man es z.B. von der Pest, der Tuberkolose und der Syphilis behauptet. Oder ein Strategiewechsel: Schutz der vulnerablen Gruppen und ansonsten „business at usal“.

Führt die afro-britische Mutation zum Umdenken?

Es steht zu befürchten, dass dem nicht so ein wird. Denn sowohl alle die Kanzlerin beratenden Mediziner als auch die für Lockdowns in ganz Europa verantwortlichen Akteure können es sich nicht leisten, ihr Gesicht zu verlieren. Was für ein jämmerliches Bild gäben zum Beispiel die Herren Lauterbach und Drosten ab, wenn sie erklären müssten:  „Aufgrund der mittlerweile entdeckten Mutationen bringt das Impfen keinen ausreichenden Schutz, da die Geimpften jederzeit am mutierten Virus erkranken könnten und durch Vermischung Infektionsketten noch weniger verfolgbar würden.“

Oder die Kanzlerin: „Auch wenn wir noch zwei Jahre im Lockdown blieben, könnte danach alles für die Katz gewesen sein, weil auch Mutation 41 zahlreiche Menschen dahinraffen wird.“ Nein, es steht zu befürchten, dass diese Leute lieber das System zugrunde gehen lassen, als zuzugeben, dass sie sich geirrt haben.

Durchseuchung mit Ausnahmen scheint alternativlos

Dennoch wird realistisch betrachtet nichts anderes übrigbleiben, als zu tun, was man seit Jahrzehnten in der Forschung gegen die Influenza-Viren tut: Immer neue Cocktails entwickeln und dagegen einmal im Jahr (oder auch nach Bedarf mehrmals) impfen. Eine Durchseuchung der Bevölkerung so weit als im Umfang verantwortbar zulassen (damit verbunden auch eine hohe zumindest temporäre Immunitätsrate). Und bis dahin die Alten, Hochalten und wegen diverser Grunderkrankungen Gefährdeten schützen, so gut es geht.

Besuch von Angehörigen gern auch nur mit FFP-Masken, strengste Sicherheits-Maßnahmen in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Sogar Herausnahme vorerkrankter Kinder, Jugendlicher und Arbeitnehmer wären bei Vollfinanzierung und Abmilderung anderer Härten durch den Staat gerechtfertigt.

Deutschland als Vorreiter? Nicht vor der Bundestagswahl!

Sicher ist: Die Lockdown-Politik ist kein Mittelfrist-Strategie-Tool bei einem Virus, dass augenscheinlich sehr rasch aggressivere Mutationen entwickelt. Was machen wir bei der nächsten, fünften, zwanzigsten Mutation auf diesem Gefahren-Level? Soziale Kontakte bis mindestens 2030 massiv einschränken, die Industrie herunterfahren? Klar, die selbstgesteckten und ansonsten unrealistischen Klimaziele könnte die EU so mühelos erfüllen…

Wirtschaftlich allerdings ein totales Desaster. Schon nach wenigen jahren müssten die meisten Bürger den Begriff „Wohlstand“ goggeln, so sie denn überhaupt noch über ein funktionierendes Internet verfügen würden. Und die psychischen Folgeschäden… Das halbe Volk wäre therapiebedürftig, während die andere Hälfte auf der Intensivstation liegt. So darf es nicht weitergehen. Doch wer wird die Führung übernehmen? Welche Regierung in Europa wird es als erste wagen, von der „bewährten“  aber gescheiterten Strategie abzuweichen? Die deutsche dürfte es kaum sein. Jedenfalls nicht vor der BTW 2021.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.