(Michael van Laack) Datenlecks gibt es immer wieder. Manche entstehen durch die Unachtsamkeit des Seitenbetreibers, manche durch Einschleusung von bösartigem Code durch Dritte. Diesmal aber war es mindestens grobe Fahrlässigkeit. Name und E-Mail von 1.300 Mitgliedern der Werte-Union wurde unter einem ungesicherten Link der Öffentlichkeit über die Website zugänglich.

Hintergrund war eine Umfrage unter allen (aktuell vermutlich um die 4.000) Mitgliedern wen sie sich als Kanzlerkandidaten wünschen und warum. Darüber hinaus konnten die Mitglieder entscheiden, ob sie einer Veröffentlichung ihres Kommentars unter Nennung ihres Namens zustimmen wollten oder nicht. Diese Liste stand wohl mehr als 24 Stunden online. Darin enthalten aber nicht nur die Namen der teilnehmenden Mitglieder, sondern auch deren E-Mail-Adressen. Großartig!

Gut für die Antifa und die CDU-Linke

Ich habe das selbstverständlich geschwärzt, auch wenn es nicht viel nutzt.

Froh sein können alle Mitglieder der Werte-Union, die nicht n der Umfrage teilgenom,men haben. Deren Ergebniss gerät zwar zur Nebensächlichkeit soll aber hier doch nicht vorenthalten werden. 1231 Mitglieder erklärten ihre Unterstützung für Friedrich Merz, 37 für Norbert Röttgen und erstaunliche 15 möchten Armin Laschet aufMerkls von AKK zwangsverwaltetem Thron sehen. Was Letztere in die Werte-Union treibt, erhellt sich mir gar nicht. Denn der einzige Wert, für den Laschet steht, ist sein eigener Marktwert. Den zu erhöhen trachtet er allerdings aktuell erfolglos.

Absichtlicher Durchstich?

Haben die Verantwortlichen der Werte-Union vielleicht entschieden, absichtlich diese Daten durchzustechen. Z.B. um die veröffentlichten Mitglieder so zum Bekenntnis zu veranlassen? Denn die Werte-Union ist in der CDU ja fast so von Geheimnissen umwittert wie der Flügel in der AfD. Niemand weiß ganz genau, wer dazu gehört. – Oder durchgestochen, um Laschet frühzeitig zu demonstrieren: „Schau genau hin, welch wichtige Leute Merz unterstützen. Das kannst Du jetzt schon vergessen!“?

Sollte das so gelaufen sein, wäre es ein Eigentor. Denn Merkels Freunde werden ihr Feindesliste nun deutlich ergänzen können. Und auch die Antifa wird jubeln. Wieder 1.300 E-Mail-Accounts mehr, die man mit Drohbotschaften und Hassmails vollstopfen kann. Wie oben schon gesagt: Großartig!

Die Sicherung der Webseite – die mittlerweile selbstverständlich entfernt wurde, nachdem ein Mitglied den Datenschutzbeauftragten darauf hingewiesen hatte, dass so etwas nicht gehe – ist selbstverständlich mühelos zu finden. Wo, verrate ich nicht. Aber die meisten unserer Leser sind ohnehin so netzaffin, dass ich nicht einmal eine Andeutung machen muss.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.