(Michael van Laack) Typisch „rechts“ dieses Wording! Nein, sondern einem Corona-Lehrfilm der Bundesregierung aus dem vergangenen Monat entnommen. Vor wenigen Minuten nun hat die Kanzlerin offiziell verlauten lassen, was als Vorschlag schon seit 48 Stunden auf dem Tisch lag:

Dass ein härterer Lockdown kommen würde, war vorauszusehen. Niemand hatte die Absicht, vor Weihnachten zu verschärfen, oder so. Aber nachdem der Lockdown-Light, der von vielen Seiten von Beginn an als wirkungslos kritisiert worden war, tatsächlich nicht aufging, bleibt nur noch die Brechstange, will man bei der Mehrheit der Bevölkerung nicht jede Glaubwürdigkeit verlieren.

Der Endkampf gegen Corona beginnt

Klingt nach Nazi-Jargon? Keine Sorge, das hat ein lupenreiner Demokrat so gesagt. Der von seinem nordrheinischen und westfälischen Volk vielgeliebte Armin Laschet. Daher gilt vom kommenden Mittwoch (16.12.20) bis 10. Januar 2021:

Schließung des Einzelhandels

Der Einzelhandel muss vom vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen werden. Allerdings gibt es in der heute zu diskutierenden Vorlage noch zahlreiche Ausnahmen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.

Viele Dienstleister müssen ebenfalls den Betrieb einstellen

Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Bei Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege kann es nur dann eine Ausnahme geben, wenn die Notwendigkeit in einem gesonderten Dokument attestiert wird.

In Kitas und Schulen nur noch Notfallbetreuung

So hatten wir das bereits im ersten Lockdown. Dort, wo digitaler Unterricht möglich ist, soll er stattfinden. Die Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen (Gesundheitssektor, Polizei, Feuerwehr usw.) werden in Notfalleinrichtungen betreut.

Home-Office wo möglich

Jeder Arbeitgeber soll noch mal in sich gehen und prüfen, welchen Mitarbeitern er Homeoffice ermöglichen kann.

Weihnachten darf gefeiert werden

Aber nur mit den an allen anderen Tagen erlaubten fünf Personen in den eigenen vier Wänden plus vier Personen aus einem anderen Haushalt, mit dem ein Verwandtschaftsverhältnis bestehen muss.

Verkauf von Silvesterfeuerwerk verboten

Darüber hinaus gilt ein bundesweites  An- und Versammlungsverbot sowie ein Feuerwerksverbot (vorher erworbenes Restfeuerwerk) auf vielbesuchten Plätzen. Näheres regeln die Kommunen. Der Internethandel mit Pyrotechnik soll soweit als möglich ausgesetzt werden.

Kein Alkohol und Speisen im öffentlichen Raum

Weder Glühwein noch Bier, wedere Pommes, noch Börek. Der Konsum soll ausschließlich in den eigenen vier Wänden oder dem eigenen Grundstück erlaubt sein.

Gottesdienste – Singen verboten

Dort, wo die Ordnungshüter in Erfahrung bringen, dass 1,5 m-Abstände nicht eingehalten werden (können), sind in Zukunft Gottesdienste sofort zu untersagen. Gesang ist verboten. Es herrscht Maskenpflicht. Wer ein glaubwürdiges Attest besitzt, darf dennoch noc in den Gottesdienst, weil er ein Corona-Gefährder sein könnte. Das Weihwasser-Becken bleibt trocken und an Sonntags- und Festgottesdiensten soll die Teilnehmerzahl noch einmal abgesenkt und Eintrittskarten vergeben werden.

Es gibt noch manches mehr in diesem Papier: Z.B. über die Seniorenheime und Krankenhäuser, über Jugend- und Sozialämter. Hinweise auf den Verzicht zu unnötigen Reisen im In- und Ausland. Aber das sind ermüdende Details, die zudem bald an verschiedenen Orten öffentlich nachzulesen sein werden.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.