(Michael van Laack) Keine Satire! Nein, meine Damen und Herren! Sie haben sich nicht verlesen. Nach Ansicht des mehrsprachigen „Fräulein-Magazins“ gehört Sawsan Chebli zu jenen sechs Frauen, die das größte Potential in sich tragen, die Welt zu verändern. Die fünf anderen Damen, denen das Magazin ebenfalls Allergrößtes zutraut, sind zwar zumindest in Deutschland und Europa nicht sonderlich bekannt, aber wen stört das schon. Sehet, unsere Retterinnen sind da!

Zur Begründung, was Sawsan Chebli so einzigartig macht, dass man ihr zutrauen darf, den von Luisa Neubauer und Greta Thunberg geforderten System Change über Nacht und im Alleingang zu erreichen und Deutschland in das Haus der einzig wahren Religion zu integrieren, komme ich gleich. Hier erst mal die anderen fünf hell strahlenden Sterne, die unsere dunkle Welt im Nu zu einem Ort des Friedens, der Gleichstellung und Barmherzigkeit machen könnten und vielleicht sogar werden. Wenn man sie denn lässt!

Noch nicht weltbekannt – Aber das wird schon!

Alyssa Carson war die erste Frau, die von der NASA für eine Mars-Mission trainiert wurde. Die ebenfalls korrekt hautpigmentierte Cori “Coco” Gauff hat schon als junger Tennisprofi mehrfach Venus Williams besiegt. Die britische Journalistin Dolly Alderton ist Kolumnistin des Wahrheitsblatts „The Sunday Times“ und hat bereits in jungen Jahren ihre Memoiren  in dem epochalen Werk „Everything I Know About Love“ niedergeschrieben. Sophie Xeon war unter anderem für Madonna als Produzentin tätig. Schon das allein rechtfertigt ihre Aufnahme in den handverlesenen Kreis der Superheldinnen. Bei Indya Adrianna Moore handelt es sich um eine transexuelle Gender-Nonkonformistin. Das reicht selbstverständlich für die Aufnahme in die Fräulein-„Hall of Heroes and Fame“ als Qualifikation vollkommen aus.

Sawsan Chebli, größte Hoffnung der SPD

Nun zu Fräulein-Wunder Chebli. Auf der englischsprachigen Seite weiß das Magazin über sie folgendes zu berichten:

„Sawsan Chebli, 1978 in Berlin geboren, ist wohl die größte Hoffnung einer SPD, der es chronisch an jungen Menschen mangelt. Die Tochter palästinensischer Flüchtlinge war bis zum 15. Lebensjahr staatenlos. Ihr Vater wurde mehrmals in Abschiebehaft genommen. „Ich weiß, was Armut ist“, sagt Chebli. In der Schule lernte sie deutsch [Wow!!! Das ist nicht selbstverständlich für Menschen mit palästinensischem Hintergrund]. 2014 ernannte sie der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur stellvertretenden Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Seit Dezember 2016 ist Chebli als Vertreterin des Landes Berlin bei der Bundesregierung als Staatssekretärin in der Berliner Senatskanzlei tätig.

Sawsan, die Kopftuchverteidgerin

Sie ist praktizierende Muslima. Obwohl Sawsan ihre Haare offen trägt, wehrt sie sich gegen die ‚Zwangs-Enthüllung von Frauen‘. Die Gesellschaft müsse diesen Mädels vielmehr helfen, ‚ihr eigenes Potenzial auszuschöpfen‘.

Stramme Kämpferin gegen AfD-Nazis

Nach dem Anschlagsversuch in Halle bekundete sie ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Deutschland und rief zum Kampf gegen Antisemitismus, den Aufstieg der AfD und weltweite Radikalisierung [selbstverständlich nur von Rechten] im Netz auf. Zuvor besuchte sie das KZ Sachsenhausen mit einer Schulklasse von Flüchtlingskindern.

Chebli auf dem Sprung ins Kanzleramt

Mit 61.000 Followern ist Chebli eine der prominentesten politischen Stimmen auf Twitter und ein häufiges Ziel von Hasspostings und Shitstorms rechter Trolle. Nach eigenen Angaben steht sie auf der „Todesliste“ rechtsextremistischer Vereinigungen.

Die SPD sei nach wie vor ihre politische Heimat, sagte sie. Denn wie keine andere Partei stehe diese dafür, dass Menschen unabhängig von sozialer Herkunft und Geschlecht erfolgreich sein könnten. Das beste Beispiel dafür ist Chebli selbst. Im kommenden Jahrzehnt könnte ihr Weg sie in die höchsten Staatsämter führen.“

Fazit

Ich schäme mich in Grund und Boden, dass ich einem der edelsten und bedeutendsten Geschöpfe, dem Allah erlaubt hat, den Boden der von ihm geschaffenen Erde durch die Berührung mit seinen Fußsohlen zu segnen und fruchtbar zu machen, so oft in meinen Artikeln Unfähigkeit unterstellt habe. Liebe buntfaschistische Sprechpuppe: Kannst Du mir noch einmal verzeihen?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.