Werbung der R+V-Versicherung: Asylant – Ein Wort, das nur „Nazis“ verwenden?

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(Michael van Laack) Gestern Abend habe ich einen irritierenden Twitterfund gemacht. Oder besser: Mir wurde eine Werbeanzeige zur gefälligen audio-visuellen Lektüre angeboten. Es wäre klüger gewesen, das „unaufdringliche“ Angebot nicht anzunehmen!

Ganz in ehrlich, liebe politisch korrekte Mitarbeiter von R+V: Ich habe keine Ahnung, ob Eure Versicherungskonditionen besser oder schlechter sind als jene anderer Gesellschaften. Das ist mir auch schnurzegal, denn a) bin ich gut versichert und vertraue b) bei allem, was sich nicht versichern lässt, auf Gott!

Wir brauchen keine Empfehlung zu unserem Wortschatz!

Aber: Wäre ich Euer Kunde, würde ich morgen alle Verträge zum nächstmöglichen Termin kündigen. Denn mir muss niemand erklären, welche Worte ich verwenden soll und welche nicht, weil sie angeblich negativ konnotiert sind. Weshalb ich bekanntlich gern auch mal Begriffe wie „Ermächtigungsgesetz“, „Rassenschande“ oder „Volksgesundheit“ in Artikeln verwende, die Regierungspolitik oder Äußerungen diverser Mandatsträger betreffen. Oder nachdem mich mal wieder irgendjemand Nazi genannt bzw. die Reservierung eines Tisches verweigert hat (in Zeiten vor Corona), weil ihm meine Nähe zur AfD bekannt war. „Sie sind doch der Hetzer, der immer bei den AfD-Stammtischen sitzt und so einen Dreck auf dem Nazi-Blog schreibt, oder?“

Das kurze Filmchen zum Text ist besonders „lehrreich“:

Verkauft Versicherungen – Mehr erwartet niemand von Euch!

Ganz genau der bin ich. Und deshalb liebe R+V-Versicherung: Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx, Asylant, Asylantin, Asylantx.

Falls Ihr damit Probleme habt, wendet Euch bitte wahlweise an das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Integrations- bzw. (Anti-)Diskriminierung-Beauftragten in Bund und Land, die Gesellschaft für deutsche Sprache, die Facebook- und Twitter-Löschzentren oder gern auch direkt an die Bundeskanzlerin. – Aber sorgt dafür, dass mir diese Werbeanzeige weder auf Facebook noch auf Twitter jemals wieder unter die Augen kommt. Wie Ihr das macht, ist mir egal! Vielleicht nehmt Ihr dieses peinliche Ding einfach ganz aus Eurer Kampagne heraus.

P.S.: Hilfreich wäre aber – gern auch in Form eines kurzen Werbespots – eine Anleitung, wie man das Gendersternchen politisch korrekt spricht. Das schaffe ich nicht ohne Eure Hilfe! Wenn Ihr das tun würdet, wäre ich mich bereit, darüber nachzudenken, mich bei Euch doch noch versichern zu lassen. Z.B. mit einer Messerangriffsfolgen-Versicherung. Denn die habe ich fahrlässigerweise bisher noch nicht abgeschlossen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.