(Michael van Laack) Nein, das ist keine Satire, auch wenn es sich so liest. Jedes Jahr beglückt der jeweils amtierende Papst seine Mitarbeiter in der Adventszeit mit einem kleinen Geschenk. Zumeist süße Kuchen oder Schokoladen. Im ersten Corona-Jahr aber hält Franziskus ein solches Geschenk für nutzlos. Stattdessen bekommt jeder Mitarbeiter der Kurie und anderer Institutionen fünf Packungen Paracetamol. Dieser Wirkstoff wird bei grippalen Infekten oder Erkältungssymptomen gern genommen.

Hält auch Papst Franziskus Corona nur für einen grippalen Infekt?

Vermutlich nicht, denn Weihnachten wurde im Vatikan bekanntlich so gut wie abgesagt in diesem Jahr. Keine offiziellen liturgischen Feiern mit Volk. Das gilt für den ganzen Dezember bis zum 6. Januar (Epiphanie) inklusive. Was also ist das Motiv des Heiligen Vaters?

Wie wir wissen, mag der Papst keine Faulenzer und Drückeberger, die gern mal wegen einer Kleinigkeit nicht zum Dienst erscheinen. Schließlich arbeitet auch er geschätzt 48 von 24 Stunden am Tag unermüdlich für die Ausbereitung der neuen Welto… des Reiches Gottes.

Paracetamol für alle Einwohner Deutschlands!

Nun fürchtet er offensichtlich, einige Angestellte könnten bei leichtem Unwohlsein „Corona“ rufen (wie andere an anderen Orten „Asyl“) und dann einfach zu Hause zu bleiben, statt seine wertvolle Arbeit zu unterstützen. Wer also nur ein wenig Kopfschmerzen hat oder dreimal Niesen muss, soll keine Müdigkeit oder gar Corona vorschürzen (im Vatikan reicht eine Erkältung nicht für Selbstquarantäne), sondern sich ein paar Pillen aus der Adventsbox des Papstes einwerfen.

Ich finde das voll gut. Sollten wir in Deutschland auch so machen. Einfach den Menschen die Angst davor nehmen, dass jeder Schnupfen gleich Corona sein könnte. Deshalb wäre es vielleicht effektiver, statt all die November-, Dezember und weitere Kriegswinter-Hilfen in Milliardenhöhe zu zahlen, einfach jedem Deutschen über 14 Jahren Gutscheine für fünf Schachteln a‘ 20 Paracetamol-500-Tabletten zu senden. 87 Cent pro Schachtel z.B. bei DocMorris. Das lässt Scholz die Chance, bald wieder die schwarze Null zu erreichen. Und vielleicht klappt es dann sogar schneller als erwartet mit der Senkung der Inzidenz.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.