Philosophia Perennis

Virusheld Söder ruft Katastrophenfall aus: Ausgangssperren und schärfere Kontaktregeln!

Youtube Screenshot

(Michael van Laack) Es kam, wie es kommen musste. Ganz Bayern wird bis mindestens 5. Januar 2021 zur Isolierstation. Zu viele Neuinfektionen, vor allem aber ein drohender Kollaps des Gesundheitssystems. So begründet Ministerpräsident Söder die Verschärfung des „Lockdown Light“ zu einem „Lockdown Medium“. Vorsichthalber weist er auch schon mal darauf hin, dass eine „dritte Virus-Welle“ noch härtere Maßnahmen nötig machen könnte.

Auf unserem Blog haben wir immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass halbe Sachen keinen Sinn machen. Dass kaum Nachvollziehbares Bürger immer misstrauischer werden lässt und Widersprüchliches die Äußerungen und Entscheidungen unserer Politiker dominiert. Und so ist es auch heute:

Die Lage ist dramatisch, aber die Schulen bleiben geöffnet

Das muss man nicht verstehen. Während selbstverständlich Restaurants, Hotels, Theater, Fitness-Studios und Kontaktsport-Vereine geschlossen bleiben, dürfen die Kinder bis Klasse 7 einschließlich weiter regulär zur Schule gehen. Die bayerische Staatsregierung glaubt nicht, dass von den kleinen Rackern an Weihnachten eine Gefahr für Omas, Opas und andere Verwandte ausgeht. Berufsschulen hingegen machen dicht und Schüler ab Klasse 8 gehen nur jeden zweiten Tag zur Schule bzw. werden in verschiedenen Fächern in mehrere Gruppen geteilt.

In ganz Bayern darf man das Haus nur noch zum Zweck des Einkaufs, des Schul-, Arzt- oder Behörden-Besuchs oder zur Aufnahme der Berufstätigkeit verlassen. Anlassloses Bewegen in der Öffentlichkeit ist nicht mehr gestattet

Weihnachten mit zehn Personen, Silvester nur mit fünf

Bayern sei ja schließlich ein christliches Land, meinte der Ministerpräsident. Ups, da muss mir was entgangenen sein in letzter Zeit. All die Kotaus vor den in der Mehrheit zutiefst christenfeindlichen Grünen… – Deshalb dürfe man vom 23. bis 26. Dezember im Kreis von zehn Verwandten oder Freunden feiern. Und zusätzlich mit so vielen unter 14jährigen, wie die zwei Familien gezeugt haben. Denn die stecken bekanntlich niemanden an, weshalb sie ja auch zur Schule dürfen.

Mehr Polizei und Ordnungskräfte zur Kontrolle

Es wird vermehrt Streife gegangen in den Geschäftsstraßen und Parks, um unerlaubte Ansammlungen schneller auflösen zu können. Außerdem wird das Ordnungsamt intensiv Kontrollen im Einzelhandel durchführen und nachzählen, ob zu viele Kunden für die Geschäftsgröße anwesend sind. Auch öffentlicher Alkoholkonsum wird verboten. Glühweinstände müssen entweder schließen oder Glühwein zur Mitnahme nach Hause anbieten.

Ausgangssperre in Hotspots

Wo der magisch-heilige Inzidenzwert von 200 überschritten wird, ist ganz Schluss mit lustig. Ausgangssperren von 21.00 Uhr bis 5 Uhr sind dort angesagt, Gegebenenfalls wird es dort auch Schließungen der Schulen in den unteren Jahrgänge geben. Schließungen des Einzelhandels sind aber auch hier nicht vorgesehen, weil der Bund für eine Ländermaßnahme kein Geld zahlen würde. Und Bayern ist bekanntlich zu arm, um sich das leisten zu können. Die Gelddruckmaschinen stehen ja alle im Bunker unter dem Finanzministerium bzw. in Brüssel.

In Hotspots droht allerdings auch niemandem Gefahr von Kita-Kindern oder Schülern inkl. Klasse 7. Dort wird man allerdings ab Klasse 8 keinen Wechselunterricht stattfinden lassen, sondern Distanzunterricht. Also schriftliche Aufgabenlösung am heimischen PC oder Unterricht per Skype-Konferenz.

Kleiner Grenzverkehr wird ausgesetzt

Bisher konnte man z.B. mal eben in die Schweiz, nach Österreich oder Tschechien fahren (oder laufen), um dort was auch immer zu tun. Damit ist jetzt Schluss. In der Einreisequarantäneverordnung werden Erleichterungen gestrichen, die es bisher jedem ermöglichte, bis zu 24 Stunden test- und quarantänefrei ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland zu reisen. Ab jetzt muss jeder einen qualifiziertes ärztliches Attest sowohl bei der Aus- als auch der Einreise für solche Kurztrips vorweisen.

Bayern Vorbild für andere Bundesländer?

Zumindest bei der Endlösung der Silvester- und Hotspot-Frage dürfte das der Fall sein. Aus Baden-Württemberg hören wir ähnliches wie aus Bayern. Und auch in NRW macht man sich Gedanken, ob die Restriktionsschraube jetzt nicht angezogen werden muss. Selbstverständlich wieder einmal nur deshalb, weil man sich sicher ist, dass diese Maßnahmen alles zum Besseren wenden werden.

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