(Michael van Laack) Dass es nicht „Unwort des Jahres“ werden würde, durfte man erwarten. Denn es entstammt keiner Quelle, die man am rechten Rand verorten könnte, sondern dem Robert-Koch-Institut. Also einer regierungsnahen Institution, eng koperierend mit dem Bundesgesundheits-Ministerium. Dieses wiederum steht unter dem Einfluss der nach links gerückten CDU. Und die ist bekanntlich seit 2005 persönliches Eigentum von Angela Merkel. Läuft!

Einmal mehr zeigt die Wahl, wie einflussreich die MSM als Trendsetter sind. Was sie redundant in den Hauptnachrichten und den Schlagzeilen der Printmedien in die Wohnzimmer der Bundesbürger sprechen, bleibt hängen und „gefällt“. Nun könnte man selbstverständlich sagen: Das ist doch klar. Kein anderes Thema hat in diesem Jahr die Bürger so sehr bewegt, wie Corona. Welches Wort hätte es denn sonst werden können?

Nun…vielleicht Corona-Restriktionen. Denn die Bürger leiden unter den Einschränkungen zumindest zahlenmäßig deutlich mehr, als unter der Pandemie: Finanzielle Sorgen, soziale Konflikte in den Familien, Verlust sozialer Kontakte und so bei manchen auch sozialer Kompetenz.

Die Rangliste – Abbild ideologischer Indoktrination

Aber dieses Wort wurde nicht in den Vordergrund der Berichterstattung gestellt, weshalb es auch nicht verwundert, dass auf Platz 10 ein weiterer Begriff bzw. ein Satz aus dem Corona-Komplex landet, der redundant in die Kameras gesprochen bzw. regierungsseitig gepostet und getwittert wurde: „Bitte bleiben sie gesund.“

Hier die Top Ten der „Worte des Jahres“:

  1. Corona-Pandemie
  2. Lockdown
  3. Verschwörungserzählung
  4. Black Lives Matter
  5. AHA
  6. systemrelevant
  7. Triage
  8. Geisterspiele
  9. Gendersternchen
  10. Bleiben Sie gesund

Na also, was will denn der Autor. Gleich auf Platz Zwei folgt doch „Lockdown“, der all die Restriktionen in sich vereint? – Das stimmt, nur wird Lockdown von Politik und Medien allgemein positiv besetzt und interpretiert als „Wir schließen unsere Tore ab. Dann muss das Virus draußen bleiben.“ Es ist also ein ideologisch gutes Wort und eben kein rechtes, braunes Nazi-Wort wie z.B. Querdenken oder Grundrechte. Weshalb selbst der in diesem Jahr in vieler Münder auch außerhalb des politisch verdächtigen Spektrums geführte Begriff „Grundrechte“ es nicht einmal in die Top 10 geschafft hat.

Verschwörungserzählung? Das macht stutzig!

Auf Platz Drei sehen wir ein Wort, dass so kaum kommuniziert wurde. Denn fast ausschließlich war von Verschwörungstheorie die Rede. Wie also konnte es sich so weit oben platzieren?  Die Antwort darauf kann nur eine spekulative sein: Vielleicht liegt im Begriff „Theorie“ für die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) noch zu viel Seriositätspotential, weil es sich um ein im wissenschaftlichen Bereich häufig verwendetes Wort handelt. Eine Erzählung hingegen ist etwas vollkommen Subjektives. Nicht unbedingt ein Märchen, aber doch mit diesem Wort in einer Schnittmenge.

Black Lives Matter – Was auch sonst!

Der Tod des Kriminellen George Floyd hat eine Serie gewalttätiger Proteste in den USA und auch einigen europäischen Ländern ausgelöst. Das aber ist nicht sonderlich tragisch, denn wir wissen: Linke Gewalt ist antirassistische und ANTIFAschistische Gewalt und somit in sich gut. Weshalb Politik und Medien hierzulande auch alles getan haben, um auf diese Bewegung aufbauend eine Verschwörungserzählung von der rechtsradikalen Bundeswehr, der rassistischen Polizei und der AfD als politischem Arm aller Gegner des nicht weiß pigmentierten Teils der Menschheit in die Wohnzimmer der Bürger zu tragen.

Ganz Deutschland freut sich über das Gendersternchen?

Ich überspringe nun die anderen Platzierungen. Auch an deren Beispiel könnte man die Ideologie festmachen, die das „System Merkel“ schon in viel zu vielen Köpfen etabliert hat. Am wenigsten wohl am Wort „Geisterspiele“. Dessen Aufscheinen in den Top 10 zeigt allerdings, wie groß der Einfluss des Profifußballs als die politische Religion begleitende Ersatz-Religion mittlerweile geworden ist.

Was das Gendersternchen betrifft, soll wohl mit seiner Platzierung angezeigt werden: Eine große Zahl der Bundesbürger lechzt danach, in Zukunft weder fließend lesen noch sprechen zu können. Aber das nimmt man gern um der 51 bis 10.721 Geschlechter wegen in Kauf. Gender Mainstream ist systemrelevant. Darüber freut man sich eben als aufrechtes und anständiges Mitglied der bunten und toleranten Zivilgesellschaft im besten Deutschland aller Zeiten. Und wehe dem, der sich nicht freut! Aber dazu mehr in der Liste zum Unwort des Jahres, deren Veröffentlichung am 12. Januar 2021 wir bereits heute mit großer Sehnsucht erwarten!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.