(Michael van Laack) Zweifellos ist das kein Vorgang, der Deutschland erschüttern wird. Keine Toten, keine Verletzten, kein Feuer im Gebäude. Nur ein „harmloser“ Farbanschlag auf die Zweigstelle der Lebensschutz-Vereins „Pro Femina“ in München. Allerdings einer mit Ansage. Und einer, der zumindest bisher bei den ansonsten auf „keine Gewalt“ und „Toleranz gegenüber Jedermann“ bedachten Parteien von den Christsozialen bis zu den Grünen nur ein Schulterzucken hervorgerufen hat.

Während sich auch Unionspolitiker regelmäßig empören, wenn „fundamentalistische Christen“ friedlich vor Abtreibungskliniken demonstrieren, werden solche Ereignisse stets kleingeredet. Denn hier hat es ja die Richtigen getroffen. Konservative Katholiken und Protestanten stehen bekanntlich seit einiger Zeit auch unter dem Generalverdacht, „rechts“ zu sein. Frauenfeindlich, islamfeindlich, merkelfeindlich. Total Nazi, eben! Warum also sollte sich irgendjemand aufregen wegen ein paar Schmierereien. Noch dazu in einer so schönen Regenbogenfarbe…

Farb-Anschlag auf das Beratungszentrum in München (Foto:1000plus)

Linkspartei will Beratungsstelle schließen lassen

Denn so gehe das nicht. In dieser Beratungsstelle würden Frauen so beraten, dass sie am Ende von ihrem Abtreibungswunsch Abstand nehmen. Von ihrem „Menschenrecht“ auf Abtreibung. Das könne – so die Auffassung nicht nur der Münchener Linken – doch nur erreicht werden, wenn man die Frauen psychisch unter Druck setzt und/oder sie mit Geld ködert.

Letztendlich – so die Auffassung der Grünen und seit neuestem auch des ZDF – ist jedes nicht geborene Kind gut für den Klimawandel- Also selbstverständlich nur jedes nicht in Industrieländern geborene Kind. In Afrika geborene Kinder stellen für die Zukunft Europas bekanntlich eine kulturelle Bereicherung ohnegleichen dar!

Was Berlin recht ist, muss den Münchenern billig sein

Kristijan Aufiero, der Vorstandsvorsitzende von „Pro Femina“ schreibt auf der Webpräsenz des Vereins: In Berlin ist man mit dem Anliegen, unsere Beratung und Hilfe für Schwangere in Not zu verbieten, bereits einen Schritt weiter: Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und DIE LINKE, hat die Bezirksvollversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst, „Einseitige Schwangerschaftskonfliktberatung zu beenden!“. Konkret fordert die Versammlung das Bezirksamt auf, „Schwangerschaftskonfliktberatung durch Einrichtungen ohne staatliche Anerkennung, wie im Fall von Pro Femina e.V.,“ zu „unterbinden“.

Einseitige Schwangerschafts-Konfliktberatung geht gar nicht, meinen die Grünen? Das überrascht schon einigermaßen, denn sie und alle anderen Parteien im linken Spektrum zeigen sich regelmäßig empört, wenn man „Pro Familia“  oder „Planned Parenthood“ vorwirft, dass sie nicht auch zum Leben berieten. Es sei die Frau, die entscheide. Der von strafrechtlicher Verfolgung befreiende Beratungsschein müsse das primäre Ziel jedes „ergebnisoffenen Gesprächs“ sein.

Föten töten ist das Programm der Linken

Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr forderten zahlreiche Mitglieder der Jusos auf ihren Parteitag, Abtreibung bis zum Tag vor der Geburt zu erlauben. Solche Leute kommen natürlich überhaupt nicht damit klar, dass der Slogan „Mein Bauch gehört mir“ von modernen jungen Frauen auch so verstanden werden könnte, dass sie sich dafür entscheiden, das Kind zu bekommen, auch wenn das einen „Karriereknick“ bedeuten würde.

Der Vorsitzende des Vereins führt weiter aus: Mit diesem politischen Rückenwind fühlen sich gleichgesinnte, radikalisierte und gewaltbereite Gruppen offensichtlich ermuntert, unsere Beratungsarbeit auch mit extremeren Mitteln und ganz konkret zu „unterbinden“.

So haben uns auch die Urheber des Farb-Anschlags ihre „politische Botschaft“ übermittelt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, am Isarufer, wurden Kleiderbügel mit den einschlägigen Parolen aufgehängt: „Abtreibung entkriminalisieren“, „My body, my choice“ oder „Föten töten“: … Klar ist, dass die Radikalisierung und die stetig sinkende Hemmschwelle aufseiten der extremistischen Kräfte, die unsere Beratung und Hilfe „unterbinden“ wollen, unsere Arbeit vor immer mehr existentielle Herausforderungen stellt.

Nicht dem Druck der Straße beugen

Klar ist aber auch, dass wir uns nicht den auf Lügen und Verleumdungen aufbauenden, politischen Angriffen auf die Beratungsfreiheit kampflos geschlagen geben werden. Erst recht werden wir der Gewalt der Straße niemals weichen.

Soweit Kristijan Aufiero. – Mir bleibt nur noch zu ergänzen: Ganz egal, wie man zur Abtreibungsfrage steht: So, wie wir uns im bürgerlichen Lager gegen Islamisierung, eine unkontrollierte Energiewende oder in Teilen gegen die Corona-Restriktionen wenden, so müssen wir uns in dieser Frage auf die Seite jener stellen, die von linksradikalen Kräften abgeschaltet zu werden drohen, weil die linke Agenda aus dem „Recht auf Abtreibung“ zunehmend eine Bürgerpflicht machen will.

Denn: Wer sich fürs Kind entscheidet, ist ein Heimchen am Herd, steht nicht der Gemeinschaft als Erwerbsarbeitskraft zur Verfügung. Zumindest nicht im gewünschten Umfang. Sozialisten wollen nicht nur die „Hoheit über die Kinderbetten“. Für sie ist ein weiteres Ziel „Dein Bauch gehört uns! Wir sagen Dir, ob und wann es gut für Dich ist, ein Kind in diese Welt zu setzen.“ Der Kampf gegen das ungeborene Leben ist Teil des Kampfes gegen die Freiheit im Allgemeinen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.