(Michael van Laack) Wir haben uns ja schon an einiges gewöhnt. Irgendwann stumpft man ja auch ab und hört auf, nach Sinn oder Unsinn zu fragen. Was aber jetzt zumindest nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die bei Corona-Fragen in den vergangenen Monaten sehr häufig frühzeitig über Informationen verfügte, verbreitet wird, übertrifft die bisherige Hilflosigkeit der Regierenden noch einmal deutlich.

Zuerst die „gute“ Nachricht

Vom 23. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 soll man sich nicht mit maximal drei oder fünf sondern mit zehn „haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen“ treffen dürfen. Ob mit allen gleichzeitig, ob in der eigenen Wohnung oder irgendwo im Wald… das wurde noch nicht konkretisiert.

Und nun die schlechte…

Die Ministerpräsidenten und somit auch die Kanzlerin wollen die Bundesbürger morgen nach ihrer Konferenz dazu aufrufen, vor dem 23. Dezember für „einige Tage“ in selbstgewählte Quarantäne zu gehen. Eine solche „Quarantäne“ vor den Weihnachtsfeiertagen würde freilich nur Sinn machen, wenn sie 14 Tage währt. Das ist – so sind sich fast alle Forscher einige – bei allen Grippeviren und anderen die Atmungsorgane befallenden Virus-Erkrankungen die maximale Inkubationszeit.

Denn – so der Plan der Ministerpräsidenten: Wenn wir schon großzügig ein Treffen von bis zu zehn Personen erlauben, dann sollen die auch alle möglichst virenfrei sein, bevor sie zusammenkommen. Aber wem wird es überhaupt möglich sein, in eine freiwillige Quarantäne zu gehen? Arbeitnehmern wohl kaum. Mamas und Paps nur dann, wenn andere die Einkäufe für sie erledigen. Vielleicht könnten dann die Omas und Opas in den Tagen vor Weihnachten alle Einkäufe samt Geschenken erledigen und im Gegenzug darauf verzichten, ihre Enkel zu sehen? Ja, so machen wir das! Ich schreibe gleich mal Merkel, Laschet, Müller und Söder – den zentralen Protagonisten – eine E-Mail. Vielleicht könnte man ja den auf dem Tisch liegenden Vorschlag um diesen Passus ergänzen…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.