Söder, Laschet & Co. – Nur an Weihnachten ist Corana nicht gefährlich!

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Collage mit Youtube-Screenshot

(Michael van Laack) Übermorgen beraten die Hohenpriester der Corona-Gläubigen wieder mit Covid19-Päpstin Angela Merkel. Auf dem Tisch liegt eine Beschlussvorlage, die fast wortgleich ist mit dem, was die Kanzlerin in der vergangenen Woche durchsetzen wollte. Was vor zehn Tagen falsch war, ist nun – bei fast identischen Neuinfektionen – richtig. Tja…

Da die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin es sich nicht auch noch mit dem bisher folgsamen Teil der Bevölkerung endgültig verscherzen wollen, wurde das bisherige Papier um eine Weihnachtsregel ergänzt. Ansonsten sollen alle Restriktionen vom 1. Dezember 2020 bis 17. Januar 2021 gelten. Im Beschlussentwurf der Ministerpräsidenten – der selbstverständlich einmal mehr an die MSM durchgestochen wurde, bevor das Treffen  stattfindet, lesen wir unter anderem:

1. Weihnachten kniet auch das Virus vor der Krippe

An Weihnachten darf man sich quer durch Deutschland besuchen. Mit der Familie oder mit Freunden. Es kommt auch kein Polizist oder Ordnungsmitarbeiter ins Haus, wenn ein Nachbar von vielen Stimmen in der Wohnung beunruhigt ist. Ob Weihnachten auch in Kirchen unter etwas anderen Bedingungen als an den anderen Tagen des noch verbleibenden Jahres gefeiert werden darf, ist allerdings noch nicht sicher.

2. Silvesterfeuerwerk Deutschlandweit verbieten

Nachdem eine Umfrage von YouGov ergeben hat, dass fast zwei Drittel der Bundesbürger über 18 es begrüßen würden, wenn das Corona-Jahr 2020 ohne Böller verabschiedet wird, sind sich auch die Ministerpräsidenten sicher: Keine Rakete soll in den Himmels steigen und kein Böller die Straßenzüge erschüttern. Denn YouGov bildet den Durchschnitt der Zivilgesellschaft ab. Und die Zivilgesellschaft ist bekanntlich das Maß aller Dinge. Der Feuerwerksverkauf soll ab sofort verboten werden. So z.B. für Hochzeiten oder runde Geburtstage. Maximal fünf Menschen sollen an Silvester in der Wohnung zusammen feiern dürfen.

3. Schulen ab Klasse 8 wieder schließen

Denn die 13 bis 19jährigen sind wahre Superspreader. Für die Stufen 1 bis 7 ist eine Maskenpflicht in der Klasse und auf dem Schulhof vorgesehen. Was mit den Kitas geschehen soll, weiß man noch nicht so genau. Da könnte es mit Maskenpflicht kompliziert werden. Auch ein vorzeitiger Beginn und/oder eine Verlängerung der Weihnachtsferien um eine Woche ist sehr wahrscheinlich.

4. Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ausweiten

Bundesweit soll ohne Rücksicht darauf, ob in einem Bundesland eine geringe oder hohe Inzidenz vorliegt, in allen öffentlichen Gebäuden und an allen öffentlichen Orten im Freien, wo eine größere Ansammlung von Menschen vermutet werden kann, Maskenpflicht herrschen. In Großstädten also praktisch jede Straße und jeder Park. Aber auch in mittleren und kleineren Städten zumindest die Geschäftsstraßen.

5. Kontakte weiter beschränken

Maximal fünf Personen sollen in der Öffentlichkeit zusammenkommen oder sich in der Wohnung treffen können. Nicht mitgezählt werden Kinder unter 14 Jahren des besuchten Hausstands bzw. der beiden Hausstände, die sich in der Öffentlichkeit treffen. Wer das wie kontrollieren soll, steht im Papier nicht.

6. Mehr Geld drucken

Pyro-Technik-Unternehmen wären sofort in der Insolvenz, wenn sie nichts verkaufen dürfen, aber auch keinen Ausgleich bekommen. Feuerwerk ist ein dreistelliges Millionengeschäft. Zudem wird mehr Geld für Gastronomen und deren Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Auch für Unternehmen, die schwerpunktmäßig auf Weihnachtsmärken ihr Geschäft machen. Gleiches gilt für Kurzarbeiter. Die Überbrückungshilfen sollen daher bis Ende Juni 2021 verlängert werden, das Beibehalten der abgesenkten Mehrwertsteuer bis zu diesem Datum gilt ebenfalls als wahrscheinlich. Damit Krankenversicherte nicht im nächsten Jahr nicht die prognostizierten doppelten Zusatzbeiträge zahlen müssen, wird ebenfalls weiteres Geld gedruckt.

7. Fazit

Wieder Flickschusterei. Zum einen murren zwei oder drei Ministerpräsidenten, zum anderen wird die Frage von Urlaubsreisen um Weihnachten nicht berührt. Ebenso wird nicht erkannt, dass noch wesentlich restriktivere Maßnahmen bei unseren europäischen Nachbarn nicht den erwünschten Erfolg erzielt haben. – Weiterhin gibt es keine weiteren Forderungen mit Blick auf die aktuell volllaufenden Intensivstationen. Niemand wagt es, großflächige Tests auf Corona vorzuschlagen, um sich ein wirkliches Bild über die Schwere der Verläufe in Prozent machen zu können. Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass die Spitzenpolitik mittlerweile auch nicht mehr wirklich an das glaubt, was sie sagt.

Aber mit Blick auf die Wahlen im Bund und in einigen Bundesländern und Kommunen im nächsten Jahr in einen ungeordneten Aktionismus verfällt. Hier mal ein Schippchen drauf, da wieder eines runter. Si geht das nicht. Entweder dieses Virus ist eine Gefahr für die Gesamtbevölkerung oder sie ist es nicht. Wenn sie es nicht ist, können wir uns das alles schenken und durchseuchen. Wenn sie aber so gefährlich ist wie behauptet, dann ginge es nur wie in China, Frankreich, Spanien oder Italien: Ausgangssperre, Industrie und Schulen schließen. Lediglich Lebensmittel dürfen eigekauft werden. In China hat das funktioniert. In den anderen Ländern wird es sich noch zeigen.

Bisher scheint das Konzept dort nur bedingt aufgegangen zu sein. Wie auch immer. Halbvolle Gläser bringen immer Unruhe. Der eine drängelt, man solle schnell austrinken, der andere beschwert sich, dass man sein Glas schon wieder halb geleert habe. Also: Austrinken oder Vollschütten – Aufhebung oder Ausgangssperre. Alles andere schürt nur Unzufriedenheit, sät Zweifel und Verunsicherung!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.