(Michael van Laack) Keine Satire!!! Wenn die Bundesregierung auch ansonsten auf die Non-Vogelschiß-Periode nur im Zorn blickt: den Durchhalte-Artikeln des „Völkischen Beobachters“ und dem Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht scheint sie doch manches abgewinnen zu können. In einem gestern auf Twitter und anderen Plattformen veröffentlichten Video erzählt ein vermutlich 80jähriger Mann rückblickend, wie er 2020 als 22jähriger zusammen mit anderen Altersgenossen Corona besiegt hat. Großartig, oder?

Der ältere Herr sitzt ca. 2080 in seinem Wohnzimmer, dass im Stil der frühen Adenauer-Zeit eingerichtet ist. Fehlt nur noch ein Nierentischchen. Er berichtet über seine Erlebnisse an der Corona-Front des Jahres 2020.

Wir haben Corona durch Nichtstun besiegt!

Der Überlebende – Anton Lehmann genannt – erinnert sich: „Ich glaube, das war im Winter 2020, als das ganze Land auf uns schaute. Ich war gerade 22 geworden, studierte Maschinenbau in Chemnitz [!], als die zweite Welle kam.“ „Unsere Front war die Couch, unsere Waffe die Geduld!“ Boah – ein kalter Schauer der Ehrfurcht läuft über meinen AfD-Nazi-Rücken!

Das Virus gebiert eine neue Kriegshelden-Generation!

„Das Schicksal hatte andere Pläne mit uns!“ erinnert sich der Veteran der Merkel-Division „Das Covid-19-Reich“. Wir wollten doch nur feiern und Spaß haben, aber der unsichtbare Feind ließ das nicht zu. Er zwang uns in die Schützengräben unserer Wohnungen. Dort konnte er uns weder den Atem noch das Leben nehmen. Tapfer kämpften wir für das beste Deutschland aller Zeiten: Unsere Schlacht-Strategie? Nichtstun, zu Hause bleiben, auf der Couch (ver)gammeln.

Damit hatte die Virus-Armee nicht gerechnet. Sie suchte uns verzweifelt, aber sie fand nur noch vereinzelte Deserteure. Denn Millionen standen hinter Merkel, hakten sich virtuell in ihren Wohnungen unter, um gemeinsam mit der letzten Verteidigerin der freien Welt den Corona-Legionen keine Angriffsfläche mehr zu bieten. – Das ist ein Teil des Subtextes dieses Lehrfilms a la „Deutsche Wochenschau“.

Video-Zielgruppe „Rechte Corona-Leugner-Jugend“?

Allem Anschein nach. Denn im Video bedient sich der Schauspieler einer Rhetorik und erzeugen das Mobiliar und die Musik eine Atmosphäre, die in der AfD nicht einmal Jens Kestner (der Mann, der es kann) zu inszenieren wagen würde. Sogar Björn Höckes „Mantel der Geschichte“-Episode hatte nicht soviel komprimierten Pathos zu bieten. Oder anders: Wagte Kestner so etwas, würde sein Werk vermutlich sofort unter der Rubrik „Nazi-Filmkunst-Propaganda“ indiziert.

„Eine unsichtbare Gefahr bedrohte alles, woran wir glaubten.“ erklärt der in Ehren ergraute  Corona-Held des Videos weiter… Also mir reichen aktuell die sichtbaren Gefahren, die Deutschland bedrohen, wenn ich z.B. das Bundestags-TV einschalte. Aber sei es drum. Denn – wie der gute Mann weiter ausführt – „lag das Schicksal unseres Landes“ nun in den Händen der tapferen deutschen Jugend! – Wo ist mein Taschentuch. Ich muss mir die Tränen trocknen!

„So wurden wir zu Helden. Damals, in diesem Corona-Winter 2020.“

Liebe Bundesregierung! Gut gemeint ist nicht automatisch auch gut. Das hier ist einfach nur ein peinlicher Versuch, der eher die Ressentiments jener verstärken wird, die gegen Euch teilweise schon viele Jahre aus anderen Gründen manches hegten. Und dennoch muss ich zugeben: Ich brauchte tatsächlich mehr als die üblichen 60 Sekunden, um mich der Wirkung dieser aus der Reihe der standardmäßigen „Propaganda“-Videos tanzenden Inszenierung zu entziehen. Wohl auch, weil ein Gedanke mich festhielt und noch immer festhält: Wie verzweifelt muss man sein, um sich genötigt zu sehen, die Botschaft an eine Zielgruppe so zu verpacken? Seid Ihr am Ende vielleicht wirklich besorgt um die Zukunft unseres Vaterlandes? Es fällt mir schwer, das zu glauben, aber es riecht danach!

UPDATE

Heute Morgen hat die Bundesregierung ein weiteres Video nachgeschoben, Vermutlich hatten sich zu viele Aufrechte und Anständige über die fehlende Migranten- und Frauenquote beschwert. Vielleicht sollte man noch ein drittes Video produzieren, in dem deutlich wird, dass die beiden Darsteller bisexuell sind. Kostet sicher nicht viel! Und wo wir eh gerade Geld bis zum Abwinken drucken, um die Folgen der Restriktionen der als Grippe getarnte schwarze Pest abzumildern…

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelFrankfurt: Wasserwerfer gegen die „Falschen“ bei Querdenken-Demo in Frankfurt – Gegen die Antifa!
Nächster ArtikelRuiniert Corona die evangelische und katholische Kirche finanziell? Verdient hätten sie es!
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.