(Michael van Laack) Vermutlich hat Angela Merkel Horst Seehofers Wendehals gleich mehrmals um 360 Grad gedreht, bis ihm so schwindelig war, dass er sich nicht mehr erinnern konnte, was gestern beschlossen wurde. Mit großem Medien-Trara hatten Merkel, Macron, Kurz und andere verkündet, dass sie nach den blutigen Terroranschlägen von Nizza, Wien usw. die Außengrenzen nun endlich zu schützen gedächten und einen unerbittlichen Kampf gegen die islamischen Terroristen führen würden. Kaum waren diesen Worte verklungen, erschien Seehofer und sprach Mahnendes in die Mikros!

Seehofers Credo: Ich glaube an einen deutschen Islam!

Die Muslime in Deutschland müssten nun endlich die Ausbildung von Imamen selbst in die Hand nehmen und so die Gemeinden von schädlichen Einflüssen aus dem Ausland befreien. Entweder ist der Herr Bundesminister des Inneren vergesslich oder naiv! Denn die meisten „deutschen“ Muslime besuchen Moscheen, die entweder der ditib zugehörig sind, einer Religionsbehörde, die direkt dem islamistischen Diktator Erdogan unterstellt ist. Oder aber sie besuchen „Gotteshäuser“, die unter saudi-arabischem und somit wahabitischem Einfluss stehen. Diese sind – wenn das überhaupt möglich ist – zumeist noch orthodoxer als die ditib.

Seehofer setzt in seiner Naivität vermutlich auf den Liberal-Islamischen Bund unter dem Vorsitz von Lamya Kaddor. Der wird zwar von 99,5 % der Muslime in Deutschland belächelt bis verachtet, aber ist nach Auffassung des ehemaligen bayerischen MP der Partner der Zukunft, um den Islam von seinen selbstverständlich marginalen blutigen Spuren reinzuwaschen.

Kampf gegen Islamophobie ist wichtiger!

Seehofer ist zuversichtlich „dass die Türkei Schritt für Schritt die Zahl der nach Deutschland entsendeten Imame reduziert. Wir sorgen für unsere muslimischen Bürgerinnen und Bürger selbst.“ Da wird mir gleich warm ums Herz. Schluss mit dem elenden Erdogan-Bashing. Denn der Mann ist genauso einsichtsfähig wie der Teil seines Volkes, der zwar in Deutschland lebt, aber nur ihn als Autorität anerkennt!

Die „Muslimfeindlichkeit“ stelle eine Bedrohung „für unsere Gesellschaft insgesamt“ dar, führte unser aller Bundes-Horst dann weiter aus. Um uns Nicht-Muslimen klarer zu machen, welches ungeheure Barmherzigkeits-Potential in dieser Religion liege und somit die Furcht vor ihr unbegründet sei, müsse es gelingen, einen deutschen Islam zu kreieren „der die Werte des Grundgesetzes teilt und die Lebensart in Deutschland achtet“. Mit wem? Mit Lamya Kaddor? Na ja…

Mit Liberalismus islamischen Terror bekämpfen! Großartige Idee, oder?

Die beste „Antwort auf den dumpfen und bestialischen islamistischen Terrorismus“ sei die Ausbildung von koranfernen Wattebäuschchen-Imamen mit weichgespülter Theologie. Vermutlich sieht Seehofer hier die beiden ehemals großen Kirchen Deutschlands als Vorbild. Die haben sich allerdings fast zu 100% freiwillig und in der Breite ihres Klerus und der Laientheologenschaft in den vergangenen 50 Jahren gleichgeschaltet. Aber OK… wer an nichts mehr glaubt, stellt zweifellos auch für die „Ethik“ und „Moral“ des Staates (für seine politische Religion) keine Gefahr mehr dar.

Seehofer jedenfalls glaubt fest daran! Wenn er auch vermutlich sonst an nichts mehr glaubt. Vor allem nicht an das, was er täglich aus anderer Perspektive betrachtet in die Mikrophone plaudert. Für ihn stellt die Koran-Religion als solche keine Bedrohung dar. Der wahre Koran ist eben nur verschüttet unter knapp 100.000 Einzelfällen weltweit jährlich. Und den 200 Millionen verfolgten Christen, die zu erwähnen selbstverständlich seiner Anti-Islamophobie-Strategie nicht sonderlich zuträglich wäre. Erschütternd, dass die Bereitschaft westlicher Politiker, sich dem Islam anzubiedern, immer noch wächst oder zumindest auf hohem Level verharrt!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.