(Michael van Laack) Von Ralf Stegner, den selbst seine Parteifreunde nach dem dritten Bier „Pöbel-Ralle“ nennen, sind wir ja schon einiges gewohnt: AfD-Bashing, Klima- und Corona-„Leugner“-Bashing und auch massive Ausfälle gegen den US-Präsidenten Donald Trump – Heute nun hat er seiner üblen Hetze die Krone aufgesetzt. Er erklärt Donald Trump verantwortlich für den Tod von 230.000 US-Bürgern.

Wird ihn irgendjemand aus der Partei zur Ordnung rufen? Wird es aus anderen Parteien (außer wohl der AfD) kritische Stimmen dazu geben? Wohl nicht, denn in der All-Parteien-Koalition hat sich der Ungeist des Nationalsozialismus schon lange wieder etabliert. Trump ist ein Feind der Bundesrepublik, ein Feind des unter deutscher Führung zu einenden Europas. Und selbstverständlich ein Feind dessen, was diese feigen und ehrlosen Charaktere „unsere Demokratie“ nennen.

Klebt das Blut von 230.000 Amerikanern an Trumps Händen?

230.000 Menschen könnten noch leben, wenn Trump eine andere Corona-Strategie gefahren hätte. Das zumindest behauptet Stegner. Was er vollkommen unterschlägt: Jeder Bundesstaat – teilweise geht das sogar runter bis zu Bezirks-Bürgermeistern – trifft selbst die Anordnungen, brestimmt die Restriktionen. Ähnlich wie in Deutschland, wo wir auch immer wieder Flickenteppiche in der Auslegung der Restriktionen sehen.

Dass Trump manch unkluge Äußerung gemacht hat (man denke an die Empfehlung, Infektionsmittel zu konsumieren) und zudem Corona nicht zur Hyperkrise aufgebaut hat, wie in manchen Staaten Westeuropas geschehen, ist sicher richtig. Dennoch: Als Mandatsträger einer Regierungspartei dem US-Präsidenten die Verantwortung für den Tod Hunderttausender unterstellen, ist ein unverzeihlicher Vorgang.

Das Denken und die Sprache der Nazis ist zurück

„Die Juden sind an allem schuld!“ „Trump und die Republikaner sind an allem schuld!“. „Die Juden wollen das Reich zerstören!“ „Trump will die Demokratie zerstören.“ Die gleiche Strategie, der gleiche Hass gegen „Volksfeinde“ wie einstmals. Und augenscheinlich scheint sie wieder aufzugehen. Denn die Mehrheit der deutschen Bevölkerung lässt sich immer noch gern erklären, wer wofür verantwortlich und entsprechend der Feind ist.

Aber eben auch, wer der Retter ist: Joe Biden, der neue Messias, der zukünftige Besieger des Virus. OK, mit Hilfe Deutschland selbstverständlich. Und mit Hilfe des sich Papst nennenden Geschöpfs auf dem Stuhl Petri, das eine Neue Weltordnung zusammen mit der UNO, dem Islam und allen Sozialisten errichten will. In diese schöne neue Welt passen freilich wirkliche Demokraten, Konservative und echte Liberale nicht mehr hinein. Die sollen deshalb – wo nötig – öffentlich mit Medienmacht zerstört werden.

2020, ein Jahr das wir abhaken sollten? Nein, eher eins, an das wir uns noch lange erinnern werden. Denn in den Geschichtsbüchern zukünftiger Generationen wird stehen: In diesem Jahr begann der sich schon seit einiger Zeit entwickelnde Prozess weg von einer Demokratie erneut Fahrt aufzunehmen.  In diesem Jahr wurden die Grundsteine gelegt für jene politische Religion, die unseren Kontinent für lange Zeit in den Totalitarismus führten.

Ich: „Blut klebt an Merkels Händen!“ – Stegner: „Fresse halten, Nazi!“

Zweierlei Maß können „Anständige“ wie Stegner, Kühnert, Merkel, Steinmeier usw. bekanntlich besonders gut. Wir groß war die Empörung, als von „rechts“ Kommentare kamen, die Kanzlerin sei mitverantwortlich für den Tod all jener, die von Asylbewerbern oder sonstige Flüchtlingen ermordet wurden. Oder für all die zumeist jungen Frauen, deren Psyche vielleicht gar bis zum Ende ihres Lebens nach einer Vergealtigung Schaden nimmt. Nein, das hat selbstverständlich alles nichts mit nichts zu tun. Wer hier einen Zusammenhang konstruiert – hieß es seinerzheit wie heute – ist in der Denkwelt der lupenreinen Demokraten mindestens ein Rechtspupulist, höchstwahrscheinlich sogar ein esoterischer Hitlerist

Stegner geht allerdings noch eine Stufe weiter, als die auch von ihm bekämpften „AfD“-Nazis. Er spricht nicht mehr nur von Mitverantwortung, sondern von Alleinverantwortlichkeit. Er unterstellt dem Präsidenten der mit uns seit Jahrzehnten verbündeten Vereinigten Staaten von Amerika – einem der mächtigsten und wichtigsten Politiker der Welt – mindestens fahrlässige Tötung in 230.000 Fällen. Und das soll keine Konsequenzen für ihn haben? Sind wir unter Merkel zu einem Land mutiert, in dem das richtige Parteibuch nach Lust und Laune lügen und diskreditieren und Biographien zerstören darf? Offensichtlich ist das so, wenn selbst die Kanzlerin Hetzjagden herbeilügen darf, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.