Europaflagge als Mahnzeichen gegen die AfD? Absurder geht katholische Kirche kaum noch!

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Collage mit: Von Metropolico.org - Fuck AfD, CC BY-SA 2.0

(Michael van Laack) Tja, so ist das halt. Je weiter ich mich nach links bewege, um so mehr Menschen stehen plötzlich rechts von mir. Und: Ein Dummkopf ist, wer glaubt, dass jene, die dort regieren, wo die Europa-Flagge zuoberst weht, das Christentum verteidigen wollen und werden. Wir erinnern uns: Sowohl der ehemalige Vorsitzende DBK als auch der jetzige haben in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem offensichtlich gottgewollten „Kampf gegen rechts“ erklärt, dass sie mit dem Begriff „Christliches Abendland“, das diese Fahne ursprünglich symbolisiert, nichts mehr anfangen können.

Der rechte Niederrhein um Wesel und Voerde ist schon seit längerer Zeit eine Wohlfühlzone für selbsternannte Nazijäger und Gesinnungsschnüffler. Das hatte nicht nur eine bedauernswerte Wirtin Anfang März erfahren müssen, die der AfD für eine Versammlung Unterschlupf gewährte, an der unter anderem Stephan Brandner MdB teilnahm. Einige Tage zuvor hatte es bereits den Besitzer eines renommierten Hotel-Restaurants im benachbarten Wesel getroffen. Ende Mai riefen dann die Grünen im ebenfalls Voerde benachbarten Dinslaken dazu auf, einen Wahlparteitag der AfD zu verhindern. Bis dahin last but not least galt es Anfang Juni für die Vertreter des Buntfaschismus, mit aller Macht eine AfD-Versammlung im zum Kreis Wesel gehörenden Rheinberg zu verhindern bzw. zu stören.

Nun bedrohten Düsseldorfer „AfD-Nazis“ den Niederrhein!

Erneut stand das einstmals wirtschaftlich blühende und mittlerweile sozialdemokratisch finanziell kaputtregierte Voerde in der Gefahr, von braunen Horden überrannt zu werden, weshalb sich die mutigen christ- und ökosozialistischen Demokratie-Kampfeinheiten einmal mehr hinter der Standarte für Buntheit, Toleranz und Barmherzigkeit versammelten, um das Schlimmste zu verhindern.

https://www.lokalkompass.de/voerde/c-politik/plakataktion-zur-afd-veranstaltung-in-vo
erde_a1466551?fbclid=IwAR3WjLzOWZ0kOmw9h9u24RklySje-lzSfESPGjbXBId2Rw1lOP4UaWodBjs

Veranstalter hatte keine Probleme mit der AfD – Unfassbar, oder?

Der AfD-Bezirksverband Düsseldorf veranstaltete mit rund 250 Teilnehmern ein Treffen im „Reyna Palace“ in Voerde, einer ehemals unter dem Namen „Planet Paradise“ als Diskothek genutzten großen Immobilie. Der Eigentümer und Verpächter hatte keine Probleme damit, der AfD die Räumlichkeiten zu vermieten. Schließlich sei dies eine Partei wie alle anderen!

Diese Aussage löste bei den üblichen Verdächtigen unverzüglich Schnappatmung aus. Da der Verpächter sich aber weder durch Drohungen noch Schmeicheleien umstimmen ließ, blieb diesmal nichts anderes als das Malen von sinnfreien bunten Sprüchen mit biologisch vollständig abbaubaren Farben auf selbstverständlich klimaneutralen Pappschildern.

Katholische Pfarrei setzt Zeichen mit Europa-Flagge

Die CDU vor Ort hat sich am Aufblasen der AfD-Veranstaltung zu einem weiteren Vorzeichen für ein bevorstehendes neues Weimar nicht beteiligt. Aber die frommen Gläubigen der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Voerde (die aus drei zusammengelegten ehemals eigenständigen Pfarrkirchen besteht) wollten unbedingt einen Beitrag zur Gefahrenprävention leisten. Auf den Erfolg weltlicher Maßnahmen durch die rotrotgrüne Partei-Front samt den „Omas gegen Rechts“ wollten sie sich allerdings nicht verlassen. Wie Dämonen mit dem Kreuz vertrieben werden können, so die Nazis mit Europa-Flaggen. Das dachte man sich vermutlich im Kreis der Aufrechten und Anständigen unter den synodalen Katholiken und hisste den blaugelben Fahnen-Exorzismus!

Dem Bild ist folgender vielsagender Text beigegeben (Zwischenüberschrift vom Autor): Vor unseren Voerder Kirchen haben wir an diesem Wochenende die Europafahnen gehisst. Es waren unter anderem katholische Politiker, die nach der verheerenden Nazizeit auf Versöhnung und europäische Integration gesetzt haben. Als Katholiken sind wir überzeugte Europäer und Weltbürger. Unsere Botschaft lautet nicht: Deutschland zuerst.

Flaggensühne für unchristliche AfD-Botschaften

An diesem Wochenende tagt in einem Lokal am Voerder Friedhof die AfD, die als zunächst europakritische Bewegung inzwischen zu einer rechtspopulistischen Partei geworden ist. Wir sehen diese Entwicklung sehr kritisch und möchten mit den europäischen Fahnen ein Zeichen für Zusammenarbeit, Versöhnung, Menschlichkeit und Frieden, für ein Europa der Menschenrechte und Geschwisterlichkeit setzen und gegen die teils egoistischen, nationalistischen und unchristlichen Botschaften der AfD zu protestieren.“

Besonders klug allerdings scheint mir die Wahl dieser Maßnahme zur Abwehr der braunen Gefahr nicht gewählt. Steht doch diese Flagge mittlerweile auch und sogar hauptsächlich für Werte, die denen der christlichen Lehre diametral sind.

Christliches Abendland? Pfui Teufel!

Was also hat das EU-Sternenbanner unter dem Kreuz verloren? Diese Fahne steht für Gender Mainstream, für das Menschenrecht auf Abtreibung. Sie steht für Mohammed, den Kriegstreiber, Mörder und Kinderschänder auf Augenhöhe mit Christus. Und in diesen Tagen auch für eine Brüsseler Kommission und ein Parlament, dass mit Billionen Schulden die Wahrscheinlichkeit kommender Generationen, in Frieden und Wohlstand leben zu können, aufs Spiel setzt.

Aber warum nehme ich eigentlich noch Anstoss und Anteil an Vorgängen in der deutsch-katholischen Kirche, die seit fünf Jahrzehnten ein ums andere Mal auf die Fr… fällt, je weiter sie „befreiungstheologisch“ und mittlerweile auch unmittelbar politisch nach links rückt? Und die nun deutschlandweit als letztes Aufgebot vor dem drohenden Kollaps eine Legion synodaler pseudokatholischer Jakobiner aufbietet, um auch die letzten bei den vielen Stürzen noch nicht ausgeschlagenen Glaubens-Zähne ohne Betäubung entfernen zu können.

Den Staub von den Füßen klopfen!

Vielleicht, weil ich sie liebe? Ja, wohl deshalb! Aber ich liebe das Kreuz und nicht das, wofür diese Fahne in unserer Zeit steht! Und noch weniger liebe ich jene, die von Nächstenliebe faseln. Die indoktrinieren, die religös und politisch „Unanständige“ mit der Lüge auf den Lippen, „unsere Demokratie“ retten zu wollen, diskreditieren. Die ihre Mitmenschen ächten, ausgrenzen, ein Klima der Verachtung des Andersdenkenden schüren und als Sahnehäubchen eine politisch linke Agenda als neue christliche Weltordnung verkaufen wollen. Nein, diese „Kirche“ und ihre Glieder liebe ich nicht. Ihren Staub klopfe ich von meinen Füssen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.