(Michael van Laack) Schaut man in die Geschichte der US-Wahlen, so gab es kaum einen späteren Präsidenten, dessen physische oder psychische Gesundheit so sehr Thema war im Wahlkampf wie im Fall von Joe Biden. In den deutschen Medien ist das Thema freilich so weit als möglich unter der Decke gehalten worden, denn bei uns galt und gilt er als Erlöser von dem Bösen, dass nach Auffassung der Mehrheit unserer Spitzenpolitiker und Hauptstadt-Journalisten Donald Trump darstellt.

Von William Henry Harrison, dem neunten Präsidenten der USA, der 1841 nur einen Monat nach Amtsantritt verstarb, sagt man, dass im Vorfeld manch einer aufgrund seiner physischen Konstitution Zweifel an seiner Amtsfähigkeit hatte. Aber damals gab es noch kein TV oder Internet und auch keine Wahlkampf-Touren. Zumindest nicht solche, die von großen Teilen der Bevölkerung hätten wahrgenommen werden können.

Joe Biden und Kamala Harris – Eine Hassliebe

Was ziemlich schnell aus den deutschen Medien verschwand, nachdem durch den Tod des Kriminellen George Floyd eine ANTIFA- und BLM-Welle der Gewalt durch mehrere Bundesstaaten geschwappt war: Kamala Harris wollte selbst Präsidentschaftskandidatin für die Democrats werden. Nach ein paar Achtungserfolgen bei den Vorwahlen kam dann aber die Ernüchterung und der Rückzug. Dass Biden sie als Vize-Präsidentschaftskandidatin gewählt hat, war ausschließlich politisches Kalkül. Black Lives Matter, Anti-Rassismus, radikaler Feminismus, Abtreibung bis zum Tag vor der Geburt.

Für all das steht Kamala Harris. Es gab folglich in der aktuellen Situation keine bessere Kandidatin als sie. Harris ist der Gegenentwurf zu Trump, nicht Biden. Er ist ein Mann, der nun vermutlich im dritten Anlauf (zweimal war er Obama unterlegen und wurde dann sein Vize) Präsident der USA wird und im Wesentlichen noch die Politik der alten weißen Demokraten vertritt, die bis Bill Clinton reichte und auch von Obama im Wesentlichen übernommen wurde. Von der Innen- über die Wirtschafts- und die Außenpolitik Urgestein der Democrats.

Deutlich weniger Links als sich Klaus Kleber und Co. bei „Betreutes Denken-TV“ wünschen. Dass er im Wahlkampf manche Position vertreten hat, die man so von ihm noch nicht kannte, ist einzig dem Einfluss der mächtigen BLM-Lobby und Kamala Harris persönlich zu verdanken.

Biden wird den Staffelstab an Harris weiterreichen

Kamala Harris war eng mit Bidens verstorbenem Sohn Beau befreundet, ging über Jahre in den Häusern der Familie ein und aus. Nach Beaus Tod 2015 verschwand sie kurz vom Radar des engeren Familien-Kreises, ist aber selbstverständlich für Joe Biden keine Unbekannte. Dass zwischen den beiden ein vertrautes Verhältnis haben, kam sehr gut in einem TV-Duell im Rahmen des Vorwahlkampfes zum Ausdruck. Nachdem Harris ihrem Kontrahenten vorgeworfen hatte, ein Projekt abgelehnt zu haben, das schwarze Kinder mit Bussen in vornehmlich weiße Schulen fuhr, reagierte er mit Blick auf zukünftige öffentliche Wortgefechte sanft mit „Bitte Kind, schone mich!“.

Wie ausgeprägt Bidens Demenz ist, wissen wir nicht. Manche sagen auch, das sei keine Demenz, sondern lediglich ein Zeichen dafür, dass er dem Stress und Druck des Vorwahlkampfes nicht gewachsen gewesen sei im relativ hohen Alter von 77 Jahren. Entsprechend seien die 27 nachgewiesenen Aussetzer oder Abrisse von roten Fäden in Interviews und Ansprachen keiner Krankheit geschuldet. Das ist aber auch letztendlich egal. Man wird nicht lange einen Präsidenten an der Spitze der Nation dulden, der mit einem Befehl oder Code ein militärisches Desaster auslösen könnte. Nicht einmal einen, der vor den Kameras immer häufiger stotternd und ratlos zu seiner Frau oder den Beratern blickt.

Der 25. Zusatzartikel zur Verfassung wird 2021 gezogen

Zunächst möchte ich dann aber doch eine Fake-News entkräften, die im Netz weite Verbreitung findet. Dass Biden nur als Kandidat gewählt worden wäre um die radikal linke Kamala Harris an die Macht zu spülen. Dem ist nicht so, denn Harris war als Vizepräsidentin vor BLM überhaupt nicht auf dem Schirm.

Ihr ist allerdings der Erfolg des Teams Biden zu verdanken, um ihretwillen wurde die Democrats in zahlreichen Communitys mehrheitlich gewählt. Und sie symbolisiert für die vielen Wohlstandkinder in den US-amerikanischen Großstädten ein Erfolgsmodell. Nicht Biden. – Er war nach den beiden Amtszeiten als Vize unter Obama bereits verbrannt. Dass er dennoch Präsidentschaftskandidat wurde, ist einzig der damaligen Zerrissenheit der Partei geschuldet. Er ist der Kompromiss-Kandidat der Linken und Wirtschaftsliberalen.

Doch seine mentale Konstitution ist schwach. Darauf wiesen sogar so unverdächtige Blätter wie die New York Times oder die Washington Post in den vergangenen Monaten in mehreren Leitartikeln hin. In Deutschland dazu selbstverständlich kein Wort. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Biden den Belastungen, die aus dem Amt erwachsen, bereits im ersten Jahr seiner Präsidentschaft nicht mehr gewachsen sein wird. Deshalb ist es ehr wahrscheinlich, dass er den 25. Zusatzartikel zur Verfassung ziehen wird, der erst 1967 angehängt wurde.

Der linke Flügel der Democrats wittert Morgenluft

Dieser Artikel besagt unter anderem, dass der Präsidenten selbst – aber auch der Vizepräsident mit Zustimmung des Kabinetts und notfalls gegen den Willen des Präsidenten – seine Amtsunfähigkeit feststellen kann. Durch die Feststellung tritt mit sofortiger Wirkung Vakanz ein, die es aber laut Verfassung nicht geben darf, weil die USA permanent unter der Führung eines Oberbefehlshabers stehen müssen. In diesem Fall würde Kamala Harris sofort Präsidentin. Einer Zustimmung House und Senat bedarf es nicht. Die Vakanz-Regelung wurde auch gut sichtbar bei Kennedy Tod oder Nixons Sturz. Binnen weniger Stunden jeweiligen Vakanz-Eintritt fand die Verteidigung der Nachfolger statt.

Deshalb ist das oben als Fake-News Beschriebene eben nur dem Motiv und nicht der Wirkung nach objektiv falsch. BLM hat der radikalen Linken unter den Democrats, die mindestens so stark sind wie bei der AfD der rechte Flügel, eine Chance zur „Machtergreifung“ in den Schoß gelegt, die sie sich nicht entgehen lassen wird. 20 gute Gründe für ihre Präsidentschaft wurde schon zu Beginn des Jahres 2019 in Buchform zusammengetragen. Die wird man in den nächsten Monaten in die Waagschale werfen, um den alten weißen Mann abzuschalten. Ein symbolträchtig guter Termin für den Rückzug wären die Tage rund um den „Independence Day“, den Unabhängigkeitstag. Alle Amerikaner scharen sich um die neue Präsidentin. Ein großartiges Bild! Deshalb zurück zur Überschrift: Kamala Harris for President 2021!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.