(Michael van Laack) Ich könnte kotzen! Während sich in den USA ein Szenario entwickelt, das auf der einen Seite eine Verfassungskrise und auf der anderen eine mehrmonatige Eskalation auf der Straße auslösen könnte, hat die deutsche Journaille und (bisher nur die zweite) politische Garde nichts anderes zu tun, als die sich abzeichnende Niederlage des verhassten abtreibungs- und islamfeindlichen Präsidenten Donald Trump hämisch bis zynisch zu kommentieren.

Vor wenigen Stunden brachen diese nützlichen Idioten von „Betreutes Denken“-TV und diversen Redaktionsstuben in Jubelarien aus, nachdem drei US-amerikanische Sender – die seit 2016 eine widerliche Kampagne gegen Trump nach der anderen fahren – die Übertragung seiner Rede abbrachen, weil er einmal mehr einen möglichen Wahlbetrug ins Spiel gebracht hatte.

Diesen Deppen ist entweder nicht klar oder sch…egal, was ein solcher Akt auslösen kann. Fast die Hälfte der US-Amerikaner hat Trump gewählt. Denen schlägt man besserwisserisch lächelnd ins Gesicht. Bei vielen wird nun Wut aufkommen und der Hass auf das Establishment (auf die mächtigen seit Jahrzehnten linkslastigen TV- Anstalten und Printmedien im Verein mit den fast schon linksradikalen Democrats) wird sich verstärken.

Ist dies das Ziel? Will man gewalttätige Ausschreitungen provozieren? Self-fulfilling prophecy als politische Strategie?

Wahlbetrug? Vermutlich ja – Aber kaum zu beweisen!

E pluribus unum – Aus vielen Eins! In den USA zeichnete sich schon lange ab, dass dies nicht mehr stimmt. Was allerdings aktuell läuft, ist erschreckend.

Die letzten 24 Stunden waren eine komplette Inszenierung. Da waren noch 50000, 100000, 300000 und 500000 Stimmen in vier Bundesstaaten zu zählen und heute scheint man dann in allen fast gleichzeitig fertig zu werden. Mit Ausnahme von Nevada liegen Biden und Trump plötzlich nahezu gleichauf. Es geht in diesen Stunden nur darum, Trump zu demütigen und ihn wütend zu machen. Und das scheint zu gelingen, denn auch in seiner neuesten Ansprache hat er sich hinreißen lassen zu Aussagen, die nur schwierig zu verifizieren sein dürften.

Aber der Reihe nach. Die Umfragen in den Monaten vor der Wahl zeigten ein eindeutiges Bild. Biden würde haushoch gewinnen. Fast 400 Wahlmänner wurden ihm in den „optimistischsten“ Prognosen zugeschlagen und neben dem House auch eine klare Mehrheit im Senat. Später wusste man zu berichten, es ei davon auszugehen, dass Biden bei den Briefwahlstimmen in nahezu allen Bundestaaten fast 70% erringen würde.

Auszählung „angehalten“, nachdem Prognose sich nicht erfüllte

Dann kam die Wahlnacht. Und es liefen irritierende Ergebnisse ein. Trump gewann Florida und Texas. Holte dort auch mehrheitlich die Briefwahlstimmen. In Florida wählten ihn gar mehrheitlich die Latinos.

Das war dann des Guten zu viel. Denn schließlich ist Trump ein Rassist. Punkt! Auch im deutschen Frühstücksfernsehen blieb den Journalisten ihr veganes Brötchen im Hals stecken. Zudem führten die Republikaner in Nevada, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, North Carolina und Georgia sehr deutlich, in Maine und Arizona hatte Biden nur eine hauchdünne Mehrheit.

Alle diese Bundestaaten waren im Vorfeld klar bis sehr klar zu Hochburgen Bidens oder auf Blau swingende erklärt worden.

Hier der Stand um 23.00 Uhr, 3. November bis 01.00 Uhr 4. November Ortszeit

Und dann geschah etwas sehr Seltsames. Die Auszählungsgeschwindigkeit verlangsamte sich enorm. Hatten wir in diesen Bundesstaaten sieben bis acht Stunden nach der Schließung der Wahllokale Auszählungstände zwischen 64 und 76 % sahen wir vier Stunden später 64 bis 80%. Um 8 Uhr Ortszeit am 4. November waren die Zahlen immer noch nicht wesentlich höher. Und an den Abständen zwischen Trump und Biden hatte sich nichts wesentliches geändert. Dann platzte die erste Bombe! Nevada erklärte, frühestens am 5. November um 12 Uhr neue Zahlen veröffentlichen zu wollen.

Langsame Anpassung der Zahlen an das prognostizierte Szenario

Pennsylvania erklärte das zwar nicht öffentlich, ließ aber auch die veröffentlichten belastbaren Werte fast 24 Stunden ruhen. Bidens Haussender CNN veröffentlichte allerdings exklusiv fortlaufend neue Zahlen, die man „erfahren“ habe und alle für Biden sprachen, aber das waren keine offiziellen Verlautbarungen der Wahlbehörden. Auf deren Website sah man nämlich keine Neueinspeisung von Zahlen.

Ebenfalls am 5. November passierte in Wisconsin und Michigan Merkwürdiges. Nicht das der Vorsprung Trumps schrumpfte, war das merkwürdige, sondern wie man das begründete. In den Großstädten habe Biden regelmäßig zwischen 85 und 97 % der Briefwahlstimmen auf sich vereint. Deshalb stand er am Ende der Zählprozedur unter 1% vor Trump. Interessant ist hierbei, dass wir Briefwahlergebnisse aus diesen Staaten bis dahin auch in Städten Biden bei maximal mit Vorsprüngen von 65 zu 35 gesehen hatten.

6. November – North Carolina und Georgia

26 Stunden, bevor Biden Trump  in Georgia mit einigen hundert Stimmen überholt hat, waren noch 50.000 Stimmen auszuzählen. Nach Angaben der Wahlämter waren an deren Auszählungen noch 241 Wahlhelfer beteiligt. 50.000 Stimmen in 26 Stunden? Ich hatte mal das Vergnügen, in einem großen Briefwahllokal auf Kreisebene als stellvertretender Wahlvorsteher mitzählen zu dürfen. Da haben wir mit 16 Leuten in dreieinhalb Stunden eine ähnlich Zahl Stimmzettel sortiert und ausgezählt, alle Formulare ausgefüllt und die Meldung an das Wahlamt abgegeben.

Stand vom 6. November – 6.00 bis 8.00 Uhr Ortszeit:

Wozu die letzten 24 bis 48 Stunden in diesen Bundesstaaten und anderen  – wo immer noch ausgezählt wird – genutzt wurden, bleibt selbstverständlich im Reich der Spekulation. Aber es deutet vieles auf Manipulationen hin. Denn es ist zu erwarten, dass alle in diesem Artikel genannten Staaten am Ende knapp bis sehr knapp Biden zufallen. Betrug ist kompliziert. Viele Leute müssen da mitwirken. und er kann nur dosiert geschehen, damit er unauffällig bleibt. Wagenladungen von Stimmzetteln lassen sich nicht ankarren. Das könnte eine Erklärung sein, so denn geschraubt worden sein sollte am Ergebnis. Ich will das ehrlich gesagt immer noch nicht glauben, aber es riecht danach. Mit Auszählungen unter Corona-Bedingungen lässt sich das nicht erklären, weil andere Bundesstaaten mit viel mehr Großstädten (z.B. Washington, New York oder Oregon) pünktlich fertig wurden und auch sehr hohe Briefwahlanteile hatten.

Das deutsche Märchen von der sicheren Briefwahl

Wie auch immer, die juristische Auseinandersetzung beginnt erst. In fast allen Bundesstaaten, bei denen der Abstand zwischen den Kandidaten weniger als 1% beträgt, wird es Neuzählungen geben. Die finden unter anderen Bedingungen hinsichtlich der Überprüfungsmöglichkeiten der Wahlhelfer statt, als bisher. Und es könnte auch auf Antrag zu Überprüfung der Wählerregister kommen, was in den USA allerdings weniger einfach ist, als in Deutschland. Denn es gibt nicht nur keine Ausweispflicht, sondern es herrscht auch ein heilloses Chaos hinsichtlich der Residenz- und Sterberegister.

So kann es passieren, dass der Postbote morgens nicht nur den eigenen Wahlschein bringt, sondern auch noch den der sieben in den vergangenen 30 Jahren vorher dort wohnenden Menschen, weil das irgendwer beantragt hat. Gerade in Großstädten, wo die Postboten oft nur Hilfskräfte sind, die schnell mal ein paar Dollar verdienen und unter großen Zeitdruck gesetzt werden, finden postseits kaum Überprüfungen statt. Zudem bleibt man in vielen Bundestaaten auf ewig ins Wählerverzeichnis eingetragen, wenn man sich einmal gemeldet hat. In anderen nicht. Oder Ämter manipulieren, indem sie Daten aus alten Wählerverzeichnissen importieren.

Es gibt kaum eine Gegenprüfung

Es ist also möglich, dass im Hausflur (es gibt oft keine Pflicht zur Beschriftung der Briefkästen) in einem Mehrfamilienhaus 30 Wahlbriefe liegen. Da sucht sich dann jeder seinen raus, kann aber auch welche mitnehmen für nicht mehr dort Wohnende, für die aber angeblich oder tatsächlich Briefwahl beantragt wurde. Bei der Rücksendung liegt es dann wieder an der Post, was sie akzeptiert, denn bei der Rückgabe wird in manchen Bundesstaaten überprüft. Es ist… kompliziert.

Das hat aber nichts mit Biden zu tun. Dieses Problem zieht sich fast ausnahmslos durch die Geschichte der Wahlen. Ebenso bekommen viele längst verstorbene Familienangehörige noch Post. Da liegt es dann ebenfalls an dem Empfänger, ob er ehrlich ist und falsche Zustellungen vernichtet oder per Briefwahl abschickt. Denn an der Wahlurne im Wahllokal wird man überprüft, da ist Mehrfachwahl sehr schwierig, wenn der Wahlhelfer nicht mitspielt.

Fazit

„Offenheit macht sich bezahlt, wenn man als Geheimniskrämer verschrien ist.“ ließ Isaac Asimov in seinem Roman „Tausendjahrsplan“ einen Protagonisten sprechen. Was wir aktuell erleben, ist genau das. Sollte es hier wirklich einen Betrug geben, sollte Manipulation geschehen sein, dann war die öffentliche Inszenierung das beste Versteck. Alle Medien berichten fast vier Tage „objektiv und lückenlos“. Die OSZE ist vor Ort. Was kann da noch schiefgehen? Zum einen, dass die OSZE nicht überall ist, sondern Stichproben macht. Da lässt sich immer etwas arrangieren, denn die Damen und Herren kommen nicht unangemeldet. Und vor allem überprüfen sie weder die Wähler-, Residenz- und Sterberegister noch begleiten sie im Vorfeld die Briefwahl-Bestände.

Ich möchte immer noch nicht an Manipulation glauben, aber mit Blick auf das Trump-Bashing, was wir in der EU und den USA in den letzten Monaten sahen… Mit Blick darauf, dass Trump die Interessen der EU-Kommission nachhaltig gestört und Strategien durchkreuzt hat… Mit Blick auf die Tatsache, dass die „Democrats“ mittlerweile eher Kartell denn Partei sind… Mit Blick auf all das muss man vom Schlimmsten ausgehen und darf nicht auf das Beste hoffen. Vor allem aber sollten wir alle mit Sorge auf das schauen, was sich in den nächsten Monaten entwickelt. Statt dessen nur Häme und Hass. Armes Deutschland, das einmal mehr zeigt: Seine Eliten sind nicht mehr in der Lage, von Heute bis Morgen zu denken. Für diese jämmerlichen Gestalten zählt nur das „Ich“ – nicht das „Wir“!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.