(Michael van Laack) Corona, Corona, Corona! Eigentlich kann ich dieses Wort nicht mehr hören und lesen. Mittlerweile widert es mich oft regelrecht an, Artikel zu schreiben, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema befassen. Die Debatte und die Restriktionen zu Covid-19 überlagern alles. Willst Du als Blogger Quote machen: Je nach Leserschaft 24/7 Corona-Bashing oder Lob für die Anständigen und Aufrechten. Mit anderen Themen dringt man kaum mehr durch.

Und jetzt kommt auch noch NWO-Papst Franziskus mit einer neuen Info um die Ecke. An ihm kann ich einfach nicht vorbeiblicken. Sei es also drum: Noch einmal Corona! Schon die Osterzeit gestaltete sich für Gläubige 2020 als verlängerte Fastenzeit. Zunächst gar keine Gottesdienste, dann sehr begrenzte Teilnehmerzahlen. Aber in Rom, im Zentrum und Herzen der Weltkirche hat wenigstens noch der Papst mit einigen Bischöfen und Ministranten gestanden und die Botschaft in die Welt gesandt: Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden. Auch wenn manches damals schon ein wenig lustlos wirkte.

Ein Kind ist uns geboren? Vor 2020 Jahren schon, aber diesmal nicht!

„Wir dürfen Weihnachten nicht verweltlichen“ mahnte Franziskus noch 2018 in einer Predigt zum Fest der Geburt des Herrn. Er hat sich umentschieden und ordnet alles dem „weltlichen“ Erwartungsdruck unter. 2020 gibt es in Rom weder die traditionelle Christmette noch an den Folgetagen bis Jahresende einen öffentlichen Gottesdienst mit dem Papst!

Er unterwirft sich der totalen Restriktion und feiert nur eine private Messe. Vermutlich in seiner Lieblingsresidenz, dem Gästehaus des Vatikan, in dem er seit Beginn seines Pontifikats wohnt, weil er sich eher als Gast in der Heiligen Stadt versteht denn als Pontifex. Als Nachfolger des Petrus, Stellvertreter Christi auf Erden oder gar… Pfui… Heiliger Vater! So spricht man doch nur noch alte weiße Männer an, die Oberhaupt des Ku Klux Klans oder von Ähnlichem sind.

Stille Nacht, aber keine Heilige Nacht!

in einer Verbalnote des Pressesaals verlautete kurz und knapp, dass Franziskus dieses Jahr lediglich in „privater Form“ Weihnachten feiern werde. Weder geladene Gäste noch sonstige Gläubige seien zugelassen. Auch eine Übertragung im Internet sei nicht vorgesehen.

Es ist ja schon traurig genug, dass die Pfarrgemeinden – sonst würden harte Strafen sie treffen – seit Monaten nur in kleinen Kreisen Gottesdienst feiern müssen. Dass aber der Papst an Weihnachten im wahrsten Sinn des Wortes für Urbi et Orbi (die Stadt und den Erdkreis) unsichtbar bleibt, ist ein fatales Signal! Was sollte nun noch einen Bischof oder Pfarrer davon abhalten, sich an diesen Tagen ausschließlich bei Glühwein und Zwiebelrostbraten im kleinen Familienkreis zu vergnügen? Nichts! Aber ein Vorbild für die Christenheit, ein Seelenhirt und echter Missionar… das wollte dieser Semi-Sozialist auf dem Stuhl Petri ohnehin nie sein!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.