(Michael van Laack) Kein Fake, keine Satire! Gestern Abend erklang zum ersten Mal in der Geschichte der Hauptnachrichtensendungen der ARD nicht das jeweilige vertraute musikalische Intro. Die Punk-Band „Die Ärzte“ eröffnete die Sendung des öffentlich-rechtlichen Wahrheitsministeriums. In Corona-Zeiten können halt auch Mediziner nicht viel Geld verdienen, so dass man für jede Auftrittsmöglichkeit dankbar ist.

Eigentlich sind Nachrichten-Sendungen des ÖRR keine Werbesendungen. Aber in Zeiten, in denen linke Kulturschaffende restriktionsbedingt am Hungertuch nagen, darf man schon mal eine Ausnahme machen. Schließlich hat die Band gestern ein neues Album veröffentlicht, dass es ohne Live-Konzerte bestmöglich zu promoten gilt. Noch dazu verachten Bela, Farin Urlaub und Kollegen die AfD und sind auch deshalb gern genommener ARD-„Partner in Hate Crime“.

„Hannelores Tag ist grau, denn Helmut Kohl schlägt seine Frau!“

Dies und manches üble mehr sangen die Ärzte 1987 auf ihrem umgehend indizierten Album „Ab 18“. Aber das ist alles vergeben und vergessen. Nicht nur, weil Helmut Kohl von Angela Merkel und ihren Leitmedien-Spießgesellen gestürzt und bis fast zu seinem Tod diffamiert wurde. Sondern auch und vor allem, weil die buntfaschistischen Punker singen, was man in der ARD Tag um Tag in die Bürger hineinredet: Alle Bürgerlichen, alle Konservativen und vor allem die AfD sind Feinde „unserer Demokratie“. Sie sind zu ächten, zu diskreditieren, ihnen ist der permanent Dialog und Diskurs zu verweigern. Wer mit Rechten redet, ist verdächtig!

Hass und Hetze – Markenzeichen der Ärzte

Hass und Hetze sind im deutschen Mediengeschäft nichts, das man meidet. Zwar wird vor rechtem Hass redundant gewarnt und rechte Hetze (oft ist pointierte Kritik an politischen Entscheidungen gemeint) ist selbstverständlich eine Gefahr für „unsere Demokratie“. Aber sich verächtlichmachender und diskreditierender Sprachbilder im Kampf gegen rechts bedienen, ist verdienstvoll. So verdienstvoll, dass man hin und wieder sogar einen Anruf aus dem Bundespräsidialamt erhält, um zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes beim obersten Grüßaugust geladen zu werden.

„Ich trete ein in die AfD und werde schwul, superschwul“, singen die Ärzte im Song „Woodburger“, den jeder Denglisch-Kenner selbstverständlich mit „Wutbürger“ übersetzt. In anderen Fällen würde ein Aufschrei durch Deutschlands Medienlandschaft gehen: Schwulsein negativ konnotieren und instrumentalisieren? Das geht gar nicht, das ist menschenverachtend, das ist total Rääächts! Aber hier singen die Genossen ja für einen guten Zweck:

Der Reim, der jetzt hier kommen sollte, war selbst mir zu billig
Man kann nicht immer nur gegen Arschlöcher singen
Man muss als Gitarrist auch Opfer bringen
Ich trete ein in die AfD und ich werde…

Schwul, schwul, schwul, schwul
So schwul, so schwul, so schwul, so schwul
Schwul, schwul, schwul, schwul
Super schwul, super schwul, super schwul, super schwul

Wer aber glaubt, damit sei schon der Höhepunkt der Widerwärtigkeiten erreicht, wird eines Besseren oder Hassenderen belehrt:

„Streicheln – oder peitschen, wer’s härter mag
Das wird ein Gestöhne im Bundestag
Ich leg‘ die hässlichen Kerle über die Plenarsaalbänke
Dieses faltige Fleisch, diese hängende Pelle
Mein Kollege sang darüber mal an anderer Stelle
Ich krieg‘ schon Herpes, wenn ich nur dran denke
Bei der Fraktionssitzung müssen alle strammstehen
Ich werde Vaseline in die Hand nehmen und ich mach sie…“

Für die ARD sind die Hass-Punker ein Demokratie-Vorbild

Ganze 15 Minuten dürfen die Verächtlichmacher von Homosexuellen und politisch Andersdenkenden sich dann – unterstützt vom Moderator – selbst promoten. Zwischendurch macht Ingo Zamperoni dann auch klar, warum sie eingeladen wurden: Als Vorbild in den schweren Virus-Zeiten, als Bekämpfer von Corona-Leugnern und vor allem als aufrechte und anständige Bekämpfer und musikalische Demaskierer der rechten Gefahr. Ich habe in den vergangenen Jahren schon viele üble Beiträge in Tagesschau und Tagesthemen gesehen. Dieser hier toppt alles und zeigt:

Der wahre Feind der Republik steht links! Und ihn interessieren auch keine Mindestabstände ohne Maske, wie man beim Interview deutlich sieht!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.