(Michael van Laack) Eigentlich heißt er Max Friedrich Hahne. Unter diesem Namen ist er allerdings lediglich im Vorstrafen-Register eingetragen. Pro 7 hat eine Serie mit Kiezgrößen über ihn produziert, zudem hat er fast 200.000 Follower auf Youtube. In der ZDF-Logik ein Mann, der eine Vorbildfunktion hat, weshalb er weiter zu hypen ist. Und so beglückte uns der Mainzer Sender gestern mit einem Kurzvideo über den Euro-Millionär Max Cameo, der erkannt hat, dass man mit einem Channel mindestens so viel Geld verdienen kann wie mit BTM oder illegalen Prostituierten.

Die unterschwellige und primär an die unser Vaterland in eine goldene – weil klimaneutrale – Zukunft führende Generation U30 gerichtete Botschaft lautet: Der Mann, dem wir finanziert durch eure Zwangsgebühren hier ein Forum geben, berichtet seriös über die  Lebenswirklichkeit der Dienstleister für die Party- und Eventszene. Ein mutiger Ex-Rotlicht-Saulus, der zum „Respekt“-Paulus mutiert ist. Deshalb fordert er ja auch immer wieder gegenseitigen „Respekt“ in seinen Videos. So leistet er aus Sicht des ZDF wohl auch ein grosses Stück Integrationsarbeit.

Was gemeint ist, wenn man im Milieu voneinander „Respekt“ fordert oder „Respekt“ zollt, dürfte jedem klar sei: Respektierst Du nicht a) meine Lebensweise und b) meine Ansprüche, gibt es was auf die Knabberleiste! Zudem ist „Respekt“ in Hackordnungen von Straßengangs und Hierarchien in den Clans das entscheidende Kriterium für Aufstieg oder Fall.

Viedeo aus: Max Cameo - Vom Zuhälter zum Youtube-Star. https://www.zdf.de/nachrichten/video/panorama-max-cameo-youtubestar-100.html

Ein antifaschistisches Vorbild

Wer gut klar kommt mit den alten weißen Männern, die früher nicht nur St. Pauli beherrscht haben, der ist schon ganz OK. Ein Insider, ein mutiger Mann, der das pralle kriminelle Leben in der Drogen-, Waffen- und Stricher-Szene aus der Innensicht kennt. Doch Max Cameo ist nicht einfach nur OK. Er ist ein Vorzeige-Ex-Zuhälter. Einer, der es drauf hat! Der sich das Vertrauen mancher Clanchefshart erarbeitet hat.

Solche Menschen braucht aus der Sicht des ZDF das Land. Menschen, die verstanden haben, dass auch in den Milieus Multikulti im Vordergrund stehen muss. Antikrimineller Rassismus? Nicht mit Max! Der kann es mit deutschen wie mit albanischen Auftragskillern gleich gut, der macht keinen Unterschied zwischen einem Menschenhändler aus Buxtehude oder Bukarest.

Nicht jeder bekommt „Dreherlaubnis“ – Max schon!

Was mich in der Causa Cameo schon seit längerem umtreibt: Sind die Investigativen bei ARD und ZDF, t-online, RTL oder wem auch immer wirklich so saublöd, dass sie sich niemals die Frage gestellt haben: Warum lassen die Ex-Spitzen des Kiez ihn so nah an sich ran? Warum kann er mit „Aktiven“ so nett plaudern? Weil er ein drittklassiger Dealer war, der sein elendes Leben einige Zeit in einer Wohnung über einem „thailändischen Massage-Salon“ verbracht hat? Weil so vielen Kriminellen im mittleren und oberen „Management“ des BTM- und Zuhälter-Milieus die kaum bekannten Rap-Alben von Cameo so gut gefielen? Weil die Chefs Imagepflege nach dem Motto „So schlimm sind wir doch gar nicht!“ betreiben wollten?

Mehr Schein als Sein?

Schon mal darüber nachgedacht, dass für kriminelle Organisationen dieser Art Leute wie Cameo ein Geschenk von Allah oder Gott (je nachdem) sein können? Nach außen ein erfolgreicher Youtuber, der der Jugend nebenbei Werte wie Respekt vermittelt und vor kriminellen Handlungen warnt, und – wenn die Kameras aus sind vielleicht…  Gäbe es eine bessere Tarnung als mediale Aufmerksamkeit und Erfolg? Wer hätte Bushido zugetraut… Nein, lassen wir das! Bevor es hier noch justiziabel wird.

Denn dann könnte ich ja genauso gut irgendwelche Anwälte in Habacht-Stellung bringend schreiben: Auch eine gewisse Staatssekretärin für Dingsbums hat beste Kontakte zu zwei Clanchefs, worüber mehrere Investigative zwar seit Jahren informiert sind, im Interesse des Kampfes gegen Islamophobie und Antisemitismus aber bisher darauf verzichtet haben, die Sache weiterzuverfolgen. Da ich aber niemals etwas behaupten würde, was zu beweisen meine eigene Sicherheit oder meinen Geldbeutel gefährden könnte, verzichte ich selbstverständlich auf Anspielungen dieser Art. Und erkläre vorsorglich, dass ich hier nur ein Beispiel für öffentliche Äußerungen gebracht habe, deren Substanz gegen Null tendiert…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.