(Michael van Laack) Es ist kein Jubiläumsgeburtstag im klassischen Sinn. Viellecht deshalb nimmt heute kaum ein Medium vom 130. Geburtstag des 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – Dwight D. EisenhowerNotiz. Vermutlich aber auch, weil der Kampf gegen den Kommunismus und Sozialismus bei keinem Präsidenten des 20. Jahrhunderts so weit oben auf der Agenda stand. Für unsere linken Schreiberlinge besteht also kaum Veranlassung, an ihn zu erinnern.

„Wer in einer Demokratie einschläft, muss damit rechnen, in einer Diktatur aufzuwachen!“ Ob Eisenhower diesen Satz als Erster in die Welt gesetzt hat, wissen wir nicht. Vielleicht hat er ihn auch im Golfclub oder während einer Besprechung im Oval Office aufgeschnappt. Letztendlich ist das aber auch egal. Ihm wird er zugeschrieben, dieser Satz, der in unseren Tagen leider wieder an Aktualität gewinnt.

Die weißen Tauben sind müde

Die Falken hingegen hellwach und jagdbereit. Seit Jahren beklagen die konservativen, echt liberalen und national-patriotischen Milieus ein Verdunsten der Demokratie. Wir beklagen das nicht nur, weil uns einfach danach ist und es sonst nichts zu klagen gäbe, sondern weil wir jeden Tag die Zeichen sehen. Deutschland kippt nicht nur politisch nach links sondern weg von demokratischen Grundkonsens hin zu einer Oligarchie, die in einer Ochlokratie enden wird. Doch – und da müssen wir den Tatsachen ins Gesicht blicken: den meisten Menschen ist das ganz egal, so lange die Kasse stimmt. Brot und Spiele. Spaß, Geld und Konsum. So lange die Mehrheit noch „zufrieden“ ist, wird sie sich nicht sensibilisieren lassen für die „Großen Zeiten“, die auf uns zukommen. Im Gegenteil, die Masse folgt immer denen, die eine goldene Zukunft versprechen oder zumindest eine Sicherung des status quo.

Da kann schon mal verzweifeln, wer sich zur Aufgabe gemacht hat, den Zustand der Republik nicht nur mahnend zu beschreiben sondern auch Lösungswege aus der Krise aufzuzeigen und an deren Erfolg mitzuarbeiten. Und nicht nur dann, wenn er erkennen muss, dass trotz jahrelangem Mühen auch hinter den Kulissen im politischen Betrieb keine Besserung in Sicht ist.

Wenn man dann am nächsten Morgen aufwacht und sieht: Die weißen Tauben schlafen immer noch fast alle. Zwar flattern sie ab und an aufgescheucht von den Falken wild herum, aber dann sehen sie das Futter, das ihnen ein guter beamteter Vogelwart ausgestreut hat… Und schon ist alle Furcht und das bleierne Gefühl im Hinterkopf wieder vergessen: „Die Regierungsadler werden schon dafür sorgen, dass uns die Falken nicht verletzten. Und falls doch, wird man uns und unser Vaterland rasch wieder gesund pflegen.“ Nur wenige (wollen) erkennen, dass die meisten Adler der Demokratie schon lange tot sind und Falken ihre Nester unter der Reichstagskuppel gebaut haben.

„Motivation ist die Fähigkeit, Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was man will, – weil sie es selbst wollen.“

Auch das ist ein Wort des 34. US-Präsidenten. Es fasst das ganze Dilemma der Opposition gegen die politische Religion der Merkelianer zusammen. Uns (der AfD, Journalisten, Youtubern, Bloggern) fehlt nur selten die Reichweite, um Veränderungen zu erreichen. Vielen fehlt allerdings der Wille und/oder die Fähigkeit, zu motivieren. Erschwerend hinzu kommt, dass oft jene, bei denen man spürt, dass sie diese Fähigkeit besitzen, aus Neid oder Eigennutz in die zweite oder dritte Reihe geschoben werden. Denn in unserem polittischen Lager gilt mehr als in manchen anderen: Es ist nicht wichtig, was Du kannst, sondern wen Du kennst.

Zudem fehlen uns charismatische Führer. Schreihälse, Leisetreter und Entsteller der Wahrheit hat diese Gesellschaft genug. Rechte Ausgaben von dieser Sorte Mensch braucht niemand und will auch niemand. Youtube-Seiten und Blogs der alternativen (freien) Medien besuchen die meisten Menschen nicht, weil sie Lösungen erwarten. Nein, sie trauen uns diese Lösungen zumeist gar nicht zu, erwarten sie zumindest nicht. Man hört AfD-Politikern zu, man wählt die Partei. Die „Gegenmedien“ unterstützen viele nicht der Inhalte wegen, sondern aus Protest. Nur wenige Menschen wenden sich dem „rechten“ Milieu aus Überzeugung zu, sondern primär weil sie angeekelt sind von den vielen anderen politischen Akteuren. Die letzte Zuflucht vor dem Exodus aus dem politisierten Teil der Gesellschaft.

„Kein weiser oder tapferer Mann legt sich auf die Schienen der Geschichte und wartet, dass der Zug der Zukunft ihn überfährt.“

Nur wenige glauben, dass wir es besser können. Und deshalb schafft es die Opposition auch nicht über 10 bis 15% auf Bundesebene. Uns fehlen die Motivatoren, die Menschen von der Richtigkeit unserer Aussagen und Politik begeistern. Wenn wir nicht bald welche finden (oder auch aus Futterneid vorhandene nicht unterstützen wollen), werden die Wunden weiter eitern, die Sozialisten und Kommunisten im Demokraten-Gewand unserem Vaterland geschlagen haben. Wir müssen den Menschen helfen, zu erkennen, was sie selbst wollen. Es gilt, sie für Politik zu begeistern. Für echte liberale und echte „rechte“ Politik. Jeder Einzelne kann dabei helfen. ins einem privaten Umfeld, in Vereinen, am Arbeitsplatz.

„Mut zur Wahrheit!“ Das bedeutet nicht nur, sie auszusprechen. es bedeutet auch, den Vielen zu helfen, verschüttete Wahrheiten wieder ans Tageslicht zu holen. Und auch wir Politiker, Journalisten, Youtuber, Blogger: Wir alle haben einen Auftrag, der weit über unsere persönlichen Interessen (seien es monetäre oder andere) hinausgeht. Nicht Prozente bei Wahlen, das eigene Mandat, der Erfolg der Zeitung, des Channels oder Blogs dürfen unser oberstes Interesse sein. Mit Blick auf alles, was wir sagen, tun und schreiben, darf es nur um eine Frage gehen: Cui bono? Den Bürgern? Dem Vaterland? Falls nicht, tun wir nichts Gutes!

Jeder kann helfen, die Demokratie zu retten!

All das oben Gesagte gilt übrigens auch für Otto Normalbürger: Weniger Popcorn und mehr Bewegung. Soll heißen. es macht keinen Sinn, sich nur jeden Tag durch die Lektüre alternativer Medien zu bestätigen, was man selbst schon lange weiß: Das es bergab geht mit unserer Demokratie! Gewiss können nicht alle öffentlich so präsent und wirksam(?) sein, wie z.B. Berufspoliriker, Youtuber und Blogger. Aber jeder kann mehr tun, als nur das Unheil beweinen, dass auf uns zukommt. Sich entsprechend der jeweils eigenen Möglichkeiten engagieren, auch wenn es hin und wieder ein wenig Tagesfreizeit kostet. Deshalb noch einmal: Weniger Popcorn – mehr Bewegung. Oder, um ein letztes Mal das „Geburtstagskind“ zu zitieren:

„Wenn Sie die vollständige Sicherheit wollen, gehen Sie ins Gefängnis.
Sie werden gefüttert, bekleidet, medizinisch versorgt und so weiter. Das einzige, was fehlt … ist Freiheit.“

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.