Philosophia Perennis

30 Jahre Einheit? Vom „Tag der deutschen Einfalt“ und den „Blumen für Deutschland“!

Von Bundesarchiv, Bild 183-1990-1003-400 / Grimm, Peer / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5425931

(Michael van Laack) Zehn Minuten durch Twitter scrollen zeigt überdeutlich: Die „Deutsche Einheit“ bleibt auch 30 Jahre nach dem Vertrag eine nicht zur Wirklichkeit gewordene Möglichkeit: Unversöhnbare politische Gegensätze, verstetigtes Denken in Ost-/West-Kategorien, Links und Rechts auf den (Klassen-)Kampfbegriff reduziert, Angriff des postchristlichen politischen Establishments auf das Naturrecht. Und ein neu eingeführtes Kastensystem, dessen höchste die „bunte Zivilgesellschaft“ und niedrigste die „Ewiggestrigen“ (Konservative) sind. Auch 2020 ist der 3. Oktober kein Tag zur Freude und zum Feiern!

Es sei denn, man ist Anhänger der merkelianischen Polit-Religion, die die 1989 gefallene Mauer in den Köpfen wieder aufgebaut und die Baupläne für einen virtuellen antifaschistischen Schutzwall um den zukünftigen europäischen Zentralstaat bereits in der Schublade liegen hat.

„Das Gegenteil von Vielfalt ist Einfalt“?  Nein: Einheit!

Alt-Bundepräsident Wulff hat diesen Satz zwar nicht erfunden, aber Falsches redundant zu wiederholen ist bekanntlich eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Weshalb er auch wünscht, dass viel mehr Menschen sich zu „Der Islam gehört zu Deutschland“ bekennen. Denn schließlich leben wir in einer „multireligiösen, multiethnischen und multikulturellen“ Gesellschaft. Wer diese Vielfalt nicht wolle, wolle ihr Gegenteil. Und das sei Einfalt, gab er in einem Gespräch mit Phönix jüngst zum Besten.

Müsste dann nicht der Feiertag, eher „Tag der deutschen Einfalt“ heißen. Wurde dann nicht auch 1990 politische Vielfalt zerstört, als Millionen Menschen der Sozialismus und so neben der politischen auch ein Stück ihrer kulturellen und areligiösen Identität genommen wurde? Müsste man den Vorgang aus Wulffs Sicht nicht eher einfältige Zerstörung eines dualen multipolitischen Wertesystems nennen? Oder ist vielleicht doch erst durch die Einwanderung des Sozialismus in die Bundesrepublik jene „bunte“ Republik entstanden, in der gewisse Leute gut und gerne leben? Deren multipolitische und multimediale Kräfte nun nach Implementierung eines Einheitsdenkens streben.

Kräfte, auf deren Schafspelzen „Gerechtigkeit“ in vielen Varianten steht, von denen Gender-Gerechtigkeit und Sprach-Gerechtigkeit aktuell trenden. Ein Denken, dass aus der „Zivilgesellschaft“ (linke Parteien, NGOs, Kirchen) als Vorbild und Katalysator zugleich mittels der vor etwas mehr als einem Jahr angelaufenen Operation „UNSERE Demokratie“ in die Gesamtgesellschaft transportiert werden soll.

Danke für die Blumen? – Holt die Meißel, Genossen!

Im beinahe diametralen Gegensatz zu der grausamen Realität (dass der Weg in den Totalitarismus über eine politische Religion viel kürzer ist, als der Weg, der bei Monopoly nicht über „Los“ sondern direkt ins Gefängnis führt) stehen Aktionen wie „Blumen für Deutschland“. Initiiert und gegen viele Widerstände von Beatrix von Storch und anderen vorangetrieben. – Zweifellos spricht aus solchen Projekten auch ein wenig Verzweiflung.

Dem Hass auf Persönlichkeiten, die für Deutschland historisch Großes geleistet haben, aber selbstverständlich im Denken und der Sprache ihrer Zeit verhaftet blieben, Blumen als Zeichen des Gedenkens und der Ehrerbietung entgegenzusetzen… Nun, es bedarf schon eines gerüttelt Maß an Optimismus und eines ebensolchen an Hoffnung (um nicht zu sagen Gottvertrauen), um glauben zu können, dass man bei den sozialistischen Hassern des Vaterlandes und der weißen „Rasse“ auch nur ein kurzes Nachdenken bewirken könnte. Und doch ist es wichtig, solche Zeichen zu setzen!

Einheit ist Illusion: Schwarz, Rot, Gold verblasst!

Ich muss und mag hier auch nicht all das erläutern, was die Patrioten, Bürgerlichen und Konservativen in diesem Land seit vielen Jahren betrübt. Dazu gab es und wird es auch in Zukunft auf diesem Blog Einzelartikel geben: Von der Migration über Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit (gesellschaftliche Ächtung, Job-Verlust), aus historischen Gründen Unsagbarem, antisemitische Hetzjagden auf historische Persönlichkeiten von Goethe über Karl May bis Robert Koch), Milliarden-Verschuldung und Billionen-Bürgschaften für ein weder in Grenzen noch in den Köpfen Vieler existierendes Europa, Verdrängung des Christentums zugunsten muslimischer Bevorzugung und Repression durch Atheisten in staatlichen Institutionen usw.

Manche sind optimistischer als ich. Ob nun innerhalb oder außerhalb der AfD. Sie träumen von einer „Konservativen Revolution“, von einem „Rechtsruck“ oder gar von der „Restauration des christlichen Abendlandes“. Realistisch betrachtet aber ist der „point of no return“ schon längst überschritten. Zu lang haben die Konservativen in Deutschland und manch anderen Ländern nur zugeschaut und gehofft, dass den rotgrünen Schlangen die Giftzähne von allein ausfallen würden, bevor sie den Kaninchen ins Genick beißen könnten.

Immer weiter gehen! Land sehen, wo keines ist!

Nun aber stehen wir vor einem Europa. in denen sich die konservativen Parteien scharenweise das Verbot auferlegen, mit patriotischen Parteien zu koalieren, weshalb ihnen zum Machterhalt nur links als Koalitionspartner bleibt. Legislatur um Legislatur geben die Konservativen deshalb mehr von ihren Markenkernen ab, um koalitions- und machtfähig zu bleiben. Irgendwann werden sie dann der kleiner Koalitionspartner sein und dann auch rasch überflüssig.

Weil  – nicht nur in Deutschland – im liberalen und konservativen Lager über viele Jahre die Einigkeit fehlte, scheint das Recht auf Freiheit nun bald verwirkt. Kämpfen freilich müssen und werden wir auch weiterhin. Denn sowohl der Freiheitsliebende als auch der Christ ist zum Kampf geboren. Im Internetzeitalter ist und bleiben daher die wirklich freien und unabhängig Medien das schärfste Schwert neben der politischen Opposition in den jeweiligen Vertretungen.

Das Wort muss unsere Waffe bleiben, nicht die Faust. Denn Gewalt ist die letzte Zuflucht des Inkompetenten!

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