(Michael van Laack) Ist Georg Restle ein Simon Wiesenthal der Gegenwart? Keineswegs! Dieser und seine Mitarbeiter waren wirklichen Nazis auf der Spur. Restle hingegen geht es nicht erst in diesen Tagen darum, Gesinnungs-Schnüffelei zur Volkstugend zu erheben sowie Polizei und Bundeswehr als eine Vereinigung darzustellen, in der nationalsozialistisches und menschenverachtendes Denken und Sprechen an der Tagesordnung ist.

Endziel des Monitor-Machers ist freilich, eine Legislative zu formen, die kriminelle Migranten bevorzugt behandelt, um sich nicht des Vorwurfs ausgesetzt zu sehen, rassistisch zu agieren. Und linksradikale Straftäter wegen ihres guten Kampf gegen rechts möglichst mit Samthandschuhen anfasst.

Scheinheilig empört sich Restle regelmäßig über menschenverachte Sprache und andere Form der Hassrede von tatsächlichen oder auch nur angeblichen Rechtsradikalen. So dürfte es für ihn ein „innerer Reichsparteitag“ gewesen sein, als es nun gelang, eine weitere „Nazi-Zelle“ zu enttarnen. Diesmal in Berlin Mitte. In Chats seien Muslime als „fanatische Primatenkultur“ bezeichnet und Flüchtlinge als Vergewaltiger und Ratten bezeichnet worden. Restle hat vollkommen Recht, das macht man nicht!

Hassrede von Links schätzt Restle sehr!

„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“ heißt es nicht ohne Grund. Nicht dass, ich missverstanden werde. Obenstehende Aussagen sind durch nichts zu entschuldigen, außer vielleicht durch eine Wut erzeugende Machtlosigkeit von Polizisten, die Tag um Tag von bestimmten Personengruppen beleidigt, provoziert und angespuckt werden.

Wut darüber, dass ihre Dienstherren verlangen, kriminelle Asylbewerber und Linksradikale mit Samthandschuhe anzufassen, Das ist nicht nur unter dem Regierenden Bürgermeister von Berlin und seinem Innensenator üblich. Aber dort zumindest offensichtlicher als in anderen Bundesländern

Doch wenn man schon – wie Herr Restle – regelmäßig vor Hass und Verrohung warnt… wenn man befürchtet, ich den Köpfen vieler könne sich Menschenverachtung durch rechtes Gedankengut verfestigen;´… wenn man sich selbst als die Inkarnation des Anstands geriert… sollte man sowohl auf seine eigene Sprache achten wie auch jene maßregeln, von denen man unterstützt oder gar verehrt wird.

Unter Restles Tweet ist linker Hass obligatorisch

Nun mag „brauner Sumpf“ – ein Begriff den auch Georg Restle immer mal wieder gern verwendet – für viele mittlerweile als obligatorisches Synonym für alle gelten, die rechts von links stehen. (Liberale, Abtreibungsgegner, Islamkritiker, Liberal-Konservative, National-Konservative, Völkisch-Nationale, nationale Sozialisten), alle in einen Sack und dann ab damit ins Moor. Ob Georg Restle es zu lassen würde, wenn ich ihn (zurückhaltend ausgedrückt) als „Bestandteil einer stinkenden, von Würmern durchsetzten und schleimigen Brühe“ bezeichnen würde?

„Trächtig, niederträchtig, braune Otternbrut“, ist selbstverständlich nur was für Hatespeech-Anfänger aus Restles Fan-Kurve. Er selbst kritisiert zwar regelmäßig Pauschalisierungen wie „Alle Asylanten sind Messermänner!“ oder „Alle Rumänen sind Einbrecher!“. Aber wenn es um die Diskreditierung einer demokratisch in den Bundestag gewählte Partei geht, macht der Buntfaschist gern mal eine Ausnahme:

Polizisten auf die Müllhalde: Deutsche Journalisten 2020.

Ob dem anständigen Herrn Restle so ein Tweet gefallen würde, wenn er auf einem  bösen Blog wie unserem erschiene? Wohl eher nicht! Vermutlich wäre das aus seiner Sicht ein Hassposting, auf dem Nährboden des Mythos von der Lügenpresse gediehen, eine typische braune Blüte. Übrigens: Als auf einer Veranstaltung der Linkspartei, davon fabuliert wurde das reichste Prozent der deutschen Bevölkerung zu erschießen, hörten wir von Restle nichts. Stillschweigen – so habe ich es gelernt in meiner Ausbildung – bedeutet Zustimmung. Falls jedoch zu dem einen Prozent auch Muslime gehören sollten, würde vermutlich doch eine Intervention des Monitor-Chefs erfolgen. Islamischer Rassismus und so…

Restle ist ein linker „Volkslehrer“

Objektiv über Donald Trump berichten? Nein, für Restle und seine Monitor-Crew ist Trump ein rassistischer, abreibungs- und genderfeindlicher Islamhasser. er denkt nicht wie man in „unserer Demokratie“ zu denken hat: Aufrichtig, Anständig, Links. seine Monitor-Berichte enthalten immer wieder Informationen, die selbst liberal US-Zeitungen bereits als Feke-News bezeichnet hatten.

Summa summarum: Wenn Restle Hass verbreitet oder verbreiten lässt, wenn er diskreditiert und mäßig entstellte Wahrheiten ins soziale Netzwerk tippt oder in die Kamera spricht, dann erreicht er (leider) ein Millionenpublikum. Wenn fehlgeleitete Polizisten in privaten Chats verbale Grausamkeiten austauschen, erreicht das eigentlich niemanden, wenn eben nicht Medienschaffende wie Restle dafür sorgen und es skandalisieren. Finde den Fehler!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.