(Michael van Laack) Skandalöses geht nach Ansicht der Grünen am unteren rechten Niederrhein und besonders in der Facebook-Gruppe „Bemerkenswertes Voerde“ vor. Bemerkenswert war dort bisher allerdings nicht viel. Nun aber greifen die Grünen unter Führung ihres Fraktionsvorsitzenden Stefan Meiners in der Stadt am Niederrhein den ihnen schon lange verhassten CDU-Ratsherrn Ingo Hülser an. Aus Voerde hat Philosophia Perennis ja schon einmal berichtet. Seinerzeit hatte man eine Wirtin „nachdrücklich gebeten“, sich dafür zu entschuldigen, dass sie der AfD des Kreises Wesel einen Raum vermietet hatte.

Da die AfD in Voerde keine Kandidaten zur Kommunalwahl vor zwei Wochen aufgestellt hatte und demnach aktuell auch nicht im Stadtrat vertreten ist, musste man sich im linksgrün versifften Lager selbstverständlich auf die Suche nach Ersatz-Nazis machen. Wer bietet sich da besser an, als ein eher konservativer CDU-Ratsherr? Genau, niemand! Deshalb ergriffen die Grünen auch gleich die Gelegenheit beim Schopf, als Ingo Hülser wieder einmal aus ihrer Sicht ungeheuerlich Sexistisches und damit auch irgendwie Rechtsradikales von sich gab.

„Grünes Fan-Girl“

Schon vor geraumer Zeit hatte Hülser eine Dame, die eine ungewöhnlich große Zahl an positiven und verteidigenden Kommentaren zu den Ansichten von Stefan Meiners verfasst hatte, „Grünes Fan-Girl“ genannt. Dafür musste er sich dann später – auch auf Druck aus der eigenen Fraktion – entschuldigen. Nun aber hat der Voerder CDU-Mann aus Sicht der grünlackierten Maoisten einen wirklich unverzeihlichen Fehler begangen. Seit „Harry Potter“ wissen wir ja, dass unverzeihliche Fehler stets „unverzeihliche Sprüche“ nach sich ziehen.

Was hat nun den Kommunalpolitiker des zukünftigen Koalitionspartners unter Kanzler Armin Laschet so in Rage gebracht? Das „grüne Fan-Girl“ hatte Ingo Hülsers Wiederwahl zum CDU-Fraktionsvorsitzenden kritisiert und sich auch darüber verärgert gezeigt, dass man in „unserer Demokratie“ immer noch wählen darf, wen man will, weshalb erneut ein SPD-Bürgermeister die Stadt regiert und nicht – wie von ihr erhofft – ein Grüner. Daraufhin schrieb der CDU-Mann in „Bemerkenswertes Voerde“:

„Was wird denn Ihr neuer Job? Pressesprecherin der Grünen oder persönliche Referentin von Stefan Meiners?“

Da die Grünen nicht nur in Voerde Frühsexualisierung gewissermaßen mit der politischen und manche auch mit anderer Muttermilch aufgesogen haben, hat Meiners die Formulierung „persönliche Referentin“ als Unterstellung von Kopulations-Gelüsten interpretiert, die möglicherweise sogar ein Verhältnis zwischen Dominus zu einer unterwürfigen Sub suggerieren sollten. Also einen Job, der auf einem Abhängigkeitsverhältnis basiert. Hülser verstecke somit im Subtext ein sexistisches Frauenbild.

Entsetzt ist Meiners vor allem deshalb, weil doch neulich Deutschlands oberste Zensur-NGO – „Correctiv“ – festgestellt habe, dass laut ihrer Studie „Sexismus und Männerdominanz: Was Frauen in der Kommunalpolitik erleben“ jede zweite Frau in diesem Bereich schon einmal Diskriminierung und Sexismus erlebt habe. Da das „grüne Fan-Girl“ neben nur einer Ratsfrau als mündige Bürgerin künftig über das Schicksal der Wahlheimat des deutschfranzösischen Malers Pierre Boffin mitentscheiden würde, sei Hülsers Äußerung skandalös und mehr als nur entschuldigungswürdig.

Loyalität oder Opportunismus?

Der CDU-Ratsherr selbst sprach zwar davon, er sei „bösartig missverstanden“ worden, auf öffentliche Unterstützung von seinen Ratskollegen wartet man allerdings bisher noch vergebens. Die schauen vermutlich erst einmal, welche Wirkung die aktuell laufende kommunale Medienkampagne der „NRZ/WAZ“ und „Rheinischen Post“ erzielen bzw. wie die Reaktion der Bürger sein wird. Ja nach Ergebnis darf man davon ausgehen, dass die auch in Voerde peu a peu nach links wandernde CDU sich ihres Fraktionsvorsitzenden entledigt. Denn nichts leitet Politiker auf allen politischen Ebenen in unserem Vaterland in diesen Zeiten mehr als Opportunismus!

Fazit

Ja, das ist nur eine Provinzposse. Aber eine, die in vielleicht etwas abgeänderter Form in diesen Tagen überall in Deutschland aufgeführt wird. Wahnhaftes Verhalten, wohin man schaut. Überall nur Nazis, Rassismus, Sexismus, Homophobe, Islamophobe, Klima- und Corona-Leugnuer. Weicht man auch nur ein wenig von der Norm ab, die die buntfaschistischen Hüter der Moral im Verein mit den Leitmedien etabliert haben, läuft man Gefahr, Amt oder gar Job zu verlieren. Wann wachen die Leute endlich auf?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.