(Michael van Laack) Corona macht nicht nur dem bürgerlichen Lager in Deutschland zu schaffen. Weltweit – so berichtet die ARD stolz – gingen am heutigen Freitag wieder Heerscharen zukünftiger Links-Grün-Wähler auf die Straße, um neben der Rettung des Klimas auch das Ende der Demokratie zu fordern. In unserem Asylparadies hätte allerdings vielerorts das schlechte Wetter und die Angst vor einer Infektion zahlreiche wackere Streiter vom Mitmarschieren abgehalten.

Sonnenschein und Hitze – Die ideale Kulisse für die Klimajugend, um ihren Eltern und Großeltern totales Versagen in den vergangenen fünf Jahrzehnten vorzuwerfen und anschließend bei Burger und Coke im Strandbad zu chillen.

Aber nicht überall herrschte am heutigen Tag das benötigte Klimawandelwetter. Deshalb zog z.B. in Berlin nur ein Häuflein auf die Straßen, wo im letzten Jahr noch über 200.000 besorgte Kids demonstriert hatten. Zumindest nach Angabe unserer Leitmedien und des Veranstalters.

Ist für FFF die Coronakrise vorbei?

Dafür aber lieferten manche Interviewte (so hier in der ARD) heute bahnbrechende Erkenntnisse, wie z.B.

„Während der Corona-Krise wurde vor allem über die Corona-Krise gesprochen. Und es wird Zeit, dass wir jetzt wieder daran denken, dass die Klima-Krise immer noch genau so aktuell ist.“

Dürfen wir also davon ausgehen, dass nach Ansicht vieler Jugendlicher die Corona-Krise beendet ist? Das wäre ja nun wirklich erschütternd, denn „Betreutes Denken“-TV erklärt uns bekanntlich immer noch Tag für Tag, dass jeder, der diese Auffassung vertritt, ein rechter Klimaleugner sei.

„Fahrrad statt Ferrari!“ Ein Forderung, die Millionen Sozialhilfe-Empfänger und Mini-Jobber schon viele Jahre vor Greta Thunbergs erstem Atemzug auf dieser zum baldigen Sterben verurteilten Welt verwirklicht haben. U.a. solche Plakate zeigen, wie abgehoben viele der Klimabewegten von der Lebenswirklichkeit vieler Menschen sind. Wie wäre es mal mit „Telefonzelle statt Smartphone“, „Schreibmaschine statt Computer“ oder gar „Nachdenken statt Nachplappern“.

Auch am Nordpol funktioniert das Spiel mit der Angst!

„Die Wissenschaft hat festgestellt…“ – Ganz egal welche Erkenntnis danach in die Öffentlichkeit gesprochen wird: Immer noch stehen Abermillionen stramm, wenn „die Wissenschaft“ wieder irgendeine Erkenntnis abgeliefert hat. Dass es „die Wissenschaft“ gar nicht gibt, sie also weder eine tatsächliche noch juristische Person ist… So what?

ARD und ZDF zerren irgendwen vor die Kameras, blenden „Martin Murksmüller – Führender Linsensuppen-Experte“ ein. Und schon würden Millionen Bürger die Linsensuppe kalt aus der Dose löffeln, wenn ihnen das freundliche Gesicht mit der angenehmen Stimme erklärte, dass dies ihr Leben im Durchschnitt um fünf Jahre verlängern könnte. Selbst wenn zehn andere Linsensuppen-Experten anderer Auffassung wären: Der Murksmüller wird schon richtig liegen, sonst würde die Regierung doch nicht zulassen, dass der ÖRR ihn zur besten Sendezeit vor die Kamera lässt.

Deshalb verwundert es auch nicht, dass die durch von Steuergeldern finanzierten und Forschungsaufträgen des Bundes gepamperten Wissenschaftler einer polaren Expedition (deren Mitglieder vermutlich nach Beendigung ihrer Aufgabe eher in den Ferrari als aufs Fahrrad steigen werden) fröhlich in die Kamera lächelnd darauf hinweisen:

„Wir liefern die Fakten. Es ist Zeit, zu handeln.“

Man möchte ergänzen: Liebe Konsum-Kids, bald wird Amazon Euch Eure neuen Smartphones und superleichten Sportschuhe mit dem Boot liefern!

Ganz brav und mit Maske

Und es gab heute noch andere interessante Bildbotschaften… Das hier waren angeblich 21.000 Menschen, die Abstand hielten. Während man bei einem ähnlichen Bild in Berlin neulich von höchstens 10.000 „Corona-Leugnern“ ausging, die keinen Abstand hielten. Es kommt halt alles auf den Blickwinkel an:

Was bleibt von diesem Tag an Erkenntnis zurück, die man mitnehmen kann? Nicht viel! Immer die gleichen Bilder und gleichen Sprüche, immer nur Forderungen, keine realistischen Vorschläge von der FFF-Führung, wie man ohne gleich die ganze Gesellschaft im Denken und Handeln unter Zwang gleichzuschalten, der zweifellos vorhandene Klima-Erwärmung entgegenwirken kann.

Klima-Kids: Verweichlicht und leicht steuerbar!

Die derzeitige Kinder- und Jugendgeneration – die sorgloser lebt und mehr konsumiert als alle vor ihr – ist nicht klüger als ihre Eltern und Großeltern es in ihrem Alter war. Sie ist auch nicht selbstbewusster. Sie ist anmaßender und leichter zu manipulieren. Für die meisten der heute Demonstrierenden war das bisheriges Leben ein Ponyhof.

Man muss nur „Hü“ und „Hott“ rufen, die Zügel in die Hand nehmen und die Peitsche schwingen – Und schon fährt der Pferdewagen zum nächsten Picknickort mit offenem WLAN. Diese Jugend ist ein ideal steuerbares Konglomerat für alle, die über die politische Religion „Klimawandel durch System-Change“ eine „schöne neues Welt“ in einem totalitaristischen EU-Staat errichten wollen. Von der KITA bis zum Abi schleift man ihnen Stück für Stück eigenständiges Denken ab. Dass es ihnen nicht bewusst wird, liegt einzig und allein daran, dass ihre Verführer immer wieder sagen:

„Ihr seid viel klüger als alle Eure Vorfahren zusammen. Und nie lebtet ihr in einem freieren Staat als unserem.“

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.