(Michael van Laack) Fragt man hundert MdB oder MdL, wie häufig Bordell-Besuche in ihrem Terminkalender stehen, wird man neben verstörten Blicken wohl auch zu 100 % die Antwort erhalten: Niemals! Bei manchen dürfte die Antwort sogar stimmen, denn es soll auch noch treue Partner geben.

Auch aus anderen Gründen dürfte das „Niemals“ vieler Mandatsträger zutreffen. Zum einen, weil es nur wenige Bordelle für Homosexuelle gibt, Praktikanten oder Stricher deutlich preiswerter zu bekommen sind, ein Escort-Service diskreter ist und mancher es sich auch leisten kann, Gruppen-Events in seinen eigenen Räumlichkeiten durchzuführen und es dabei sogar noch „schneien“ zu lassen. Umso mehr darf man sich die Augen reiben, dass wohl auch nach Ansicht des zukünftigen Bundeskanzlers Armin Laschet und seiner Kollegen das Corona-Virus von miteinander kopulierenden Menschen nicht ganz so schnell übertragen und anschließend weiterverteilt werden kann, wie z.B. im Supermarkt oder der Kirche.

Hände waschen, Fi***, Kleidung wechseln

So einfach geht das! „Einmal rein, einmal raus — Fertig ist der kleine Klaus“. Na ja, zuerst muss er sich mal an der Rezeption des Etablissements in eine Liste eintragen. Wie man das vom Restaurantbesuch kennt. Auch die Dame (oder der Herr), mit der oder dem er sich dann in andere Räumlichkeiten zurückzieht, wird notiert. Hände waschen nicht vergessen und schon kann man sich – je nach Geldbeutel – nicht nur nackig machen und den Geschlechtsakt (geschützt oder ungeschützt) vollziehen, sondern auch an diversen Körperteilen herumsabbern und -knabbern.

Dann noch mal Hände waschen. Desinfektionsmittel sind geboten, aber nicht verpflichtend. Die oder der Prostituerte muss lediglich – sollte sich am Ende des Aktes noch irgendein Stück Stoff am Körper befunden haben – für den nächsten Kunden etwas anderes anziehen und die Räumlichkeiten (soweit ein Fenster vorhanden ist) ein Viertelstündchen durchlüften. Der Kunde hingegen darf auch gern ungeduscht nach dem ersten Abgang den zweiten machen und entweder ins pralle Nachtleben auf der Strasse zurückkehren oder aber sich an der Theke des Etablissements ein Stösschen Champagner gönnen. Dort gibt es übrigens keine Spuckschutz-Pflicht wie in Kneipen, an die keine Bums-Bude angeschlossen ist. Vielleicht sollte man deshalb demnächst in der Etage über mancher Dorfkneipe…

Beten ohne Abstand macht krank!

In den Kirchen freilich geht das so nicht. In den katholischen sollte möglichst auf Weihwasser verzichtet werden. Ist ja auch besser für die Ökumene, denn die besseren Katholiken (die Protestanten) halten sowieso nichts davon. Hier ist Mindestabstand nach vorn und hinten einzuhalten. Am besten leere Bänke zwischendurch. Wenn Chöre singen wollen, gilt ein Mindestabstand von 2,50 m zwischen den einzelnen Sängern, weil beim Singen bekanntlich mehr Tröpfchen übertragen werden, als beim Lecken im Bett über was auch immer.

In Deutschland ist aktuell der „Synodale Weg“ ganz groß im Kommen, der die katholische Kirche komplett kaputtreformieren möchte. Vielleicht könnten Bätzing und Marx bei Gelegenheit mal FKK-Gottesdienste in geschlossenen Räumen ins Spiel bringen. Oder Nackt-Beichten. Dann würden sicher auch einige Leute gern wieder einen Beichtstuhl betreten.

Das beste Beispiel für Willkür

Wie auch immer! Dass die Corona-Regeln aktuell so sind, wie sie sind, hat vermutlich nicht allzu viel mit der moralischen Verkommenheit des politischen Establishments und der Mehrheit der Mitglieder in den Redaktionsstuben zu tun, obwohl Donatien Alphonse François de Sade für nicht wenige dieser Damen und Herren eine wichtige Rolle im Leben spielt.

An diesem Beispiel zeigt sich die Willkür so deutlich wie nirgendwo sonst, wenn man mal von der unterschiedlichen Bewertung mundschutzfreier linker und nicht-linker Demos bzw. muslimischer und nicht-muslimischer Beerdigungen absieht. Viele Journalisten und Politiker wundern sich, dass immerhin 20% der Bevölkerung laut letzter Umfragen die Corona-Restriktionen für unangemessen halten. Ein kleiner Tipp: Das könnte an unkoordinierten, einseitigen und widersprüchlichen Regelungen liegen. Aber ich will hier auch nicht zu viel schreiben, bevor einmal mehr CORRECTIV einen unserer Artikel als Fake-News qualifiziert, weil dieses NGO-Wahrheitsministerium es so beschlossen hat.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.