(Michael van Laack) Wirklich erwartet hatten es nach dem gut begründeten Urteil des Verwaltungsgerichts vom Vormittag ohnehin nur noch die wenigsten. Der Geißel Berlins – Innensenator Andreas Geisel – dürfte weiterhin ein Mauerstein auf dem Herzen liegen. Nachdem das Land am Vormittag die erste juristische Klatsche hinnehmen musste, schickte der Innensenator am frühen Nachmittag seine Polizei als Beschwerdeführer vor, um die juristische Scharte auszubügeln. Weit nach Mitternacht hat das Oberveraltungsgericht nun pro „Querdenken 711“ entschieden.

Jene Polizei wohlgemerkt, die in Berlin kein von Hausbesetzern kontrolliertes Objekt oder eine Antifa-Einrichtung ohne Rücksprache mit der obersten Polizeileitung betreten darf. Nicht einmal, wenn Gefahr im Verzug ist! Jene Polizei, die darauf verpflichtet wurde, zu deeskalieren, wenn die „Party- und Eventszene“ jeglichen Mindestabstand missachtend nachts in den Parks zusammen mit den arabischen Clans, die schon seit Jahren tief in die politische Hierarchie der ehemaligen Reichshauptstadt eingedrungen sind, „feiert“ und nebenbei Geschäfte macht. Jene Polizei, die sich für jeden Einzelfall rechtfertigen muss, wenn sie einen Bürger kontrolliert, der eine dunklere Hautfarbe hat als ein Albino.

Polizei: Sturm auf Berlin wird so oder so scheitern

Man werde rigoros auf die Einhaltung des Mindestabstands achten, hieß es aus Polizeikreisen. Würde dieser verweigert und auch keine Masken getragen, könnten die Veranstalter nicht einmal mehr das Wort „Querdenken“ aussprechen, bevor die Demo oder die Versammlung aufgelöst würde. Beim geplanten Vorgehen habe man selbstverständlich neben dem Innensenator auch die volle Unterstützung des Demokratie-Allergikers Michael Müller, seines Zeichens Regierender Bürgermeister von Berlin, Schutzpatron der Antifa und an der Seite von Sawsan Chebli gern gesehener Gast bei nicht öffentlichen Geschäftsessen arabischer Clans.

Die Polizeiführung ließ bereits in ihrer Pressekonferenz am Samstag Mittag verlauten: Wir sind gut vorbereitet auf das Heer aus gewaltbereiten „Corona-Leugnern“, Reichsbürgern und anderem braunen Abschaum. Wasserwerfer stünden bereit und sämtliche Hundertschaften seien neben den obligatorischen Gummiknüppeln mit Tränengas ausgerüstet. Aus ganz Deutschland würden in diesen Stunden Polizeikräfte zur Unterstützung aus ganz Deutschland anreisen.

Die Wasserwege wären ab Samstag komplett gesperrt, Autobahnzufahrten abgeriegelt, in den Bahnhöfen würde schon am Bahnhof aussortiert. Hubschrauber und Drohnen stünden ebenfalls zur Verfügung, um den „Kampf um Berlin“ siegreich zu beenden. All diese Maßnahmen seien unabhängig von der Frage, wie die Gerichte entscheiden würden. Zu diesem Zeitpunkt lag bekanntlich noch kein Gerichzsurteil vor. – Zwischen den Zeilen klang in den Vorträgen der Beamten hin und wieder durch: „Der 2. Mai 1945 wird sich nicht wiederholen!“

Die lupenreinen Demokraten rüsten auf

Man kann sich zunehmend nicht mehr des Eindrucks erwehren, für Landesregierung und Polizei gälte es, sich auf einen bevorstehenden Bürgerkrieg einzustimmen. Hätte die Polizei beim G20 in Hamburg doch auch so eine „tolle“ Strategie gehabt und wäre sie so hochgerüstet worden. Aber das war ja seinerzeit nicht notwendig. Ebenso wie an fast jedem 1. Mai in Berlin. Denn dort demonstriert bekanntlich nur die eigentlich gar nicht existierende Antifa. Und die verhält sich bekanntlich immer besonnen und friedlich.

In Berlin wird augenscheinlich eine Legion strammer Neo-Nazis und die konspirativ neuformierte SS-Division Großdeutschland mit allen AfD-Größen an der Spitze erwartet. Und so haben Senat und Polizei vorsorglich frühzeitig ihre Waffen gezeigt, um der braunen Flut die klare Botschaft auszusenden: Ihr werdet Euch nicht über die Reichstagskuppel ergießen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.