(Michael van Laack) „Und ist es noch so fein gesponnen, es kommt doch alles an das Licht der Sonnen“ lautet ein geflügeltes Wort. Heute trifft es wieder einmal zu. Kurz vor dem Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten zur nächsten Endlösung der Corona-Frage wurde die Beschlussvorlage der Bundesregierung (also der Kanzlerin, denn SIE ist die Regierung) durchgestochen.

Widerstand gegen manche der geplanten Maßnahmen soll es bisher nur – eine Überraschung – vom bayerischen Ministerpräsidenten Söder geben. Der bekannt gewordene Maßnahmen-Katalog ist groß, hier der Kürze halber nur die wichtigsten Repressions-Vorschläge von IM Erika:

Ohne „Gesichtsschutz“ mindestens 50 Euro Bußgeld

Um sicherstellen zu können, dass sich jeder an die Maskenpflicht hält, müssen die Menschen auf Deutschlands Straßen und in den Geschäften „von den Ordnungsbehörden konsequent kontrolliert und sanktioniert werden.“ Dazu muss mehr Polizei auf die Straße und auch eine größere Schar an Ordnungsamtsmitarbeitern.

Damit es den Bürgern auch bewusst wird, dass sie etwas abgrundtief Böses tun, wenn sie keine Gesichtsmaske tragen, soll das Bußgeld mindestens 50 Euro betragen. Einfache Ermahnungen oder Aufforderungen, die Maske aufzusetzen, soll es nicht mehr geben.

Keine Großveranstaltungen bis 31.12.2020

Konzerte, Volksfeste, Sportveranstaltungen und andere größere Events soll es mindestens 2020 nicht mehr geben. Vielleicht mal in einer Region, in der konstant über einen längeren Zeitraum keine Neuinfektionen mehr zu verzeichnen sind… Iirgendwo muss FFF, Antifa und BLM ja auch demonstrieren dürfen!

Zwar werden Demonstrationen nicht ausdrücklich erwähnt, aber die gelten selbstverständlich auch als Großveranstaltung. Nachtigall, ick hör Dir trapsen! – Der Fußball wird also zumindest bis Beginn 2021 ohne Zuschauer auskommen müssen. Das dürfte für viele Vereine (nicht nur im Profi-Fußball) das Aus bedeuten. Welche Auswirkungen die Pläne auf Gottesdienste und andere religiöse Feiern haben werden, die aktuell langsam wieder hochfahren, ist noch nicht abzusehen.

Private Feiern nicht über 25 Personen

Also vergesst Omas 100ten Geburtstag, ladet zu Taufen oder Hochzeiten nur noch ein paar Auserwählte ein und setzt Euch bitte im Sicherheitsabstand vor Kaffee und Kuchen. Dieser so heißt es soll ggf. von 1,50 auf 2 Meter als Mindestvorgabe ausgeweitet werden. Wer das allerdings kontrollieren soll? Na ja, vielleicht könnte man ja bei jeder Familienfeier ein Polizisten an der Freude des Tages Anteil nehmen lassen…

Kostenlose Tests? Dem armen Staat nicht zumutbar!

Schluss mit kostenlosen Corona-Test für Urlauber aus Nicht-Risiko-Gebieten! Das wäre ja auch noch schöner. Erst im Ausland das Geld verfressen und versaufen, wekches man in Deutschland viel besser mehrwertversteuert brauchen  würde, um die Schwarze Null schnellmöglichst zurückerobern zu können und dann auch noch kostenlos testen lassen? Geht garn nicht!

Und wer aus ausgewiesenen Risikogebieten nach Deutschland zurückkommt, kommt automatisch für 14 Tage in Quarantäne. Dass soll auch für Urlauber gelten, die aus Gebieten zurückreisen, die erst während ihres Aufenthalts von RKI und Regierung als Risikogebiet ausgewiesen wurden. Wer also künftig in ein Nichtrisiko-Gebiet verreist, sollte beim Chef schon mal vorsorglich 14 Tage mehr Urlaub einreichen. Und alle Chefs sollten sich gut überlegen, ob sie ihre Mitarbeiter nicht lieber in Deutschland einsetzen, bevor sie die Belegschaft durch Arbeiten im Ausland dezimieren.

Noch deutlich mehr kleine Überraschungen enthält Merkels Plan. Aber davon zu berichten, wäre müßig. Die entscheidende Frage der nächsten Stunden lautet: Schwenken alle Ministerpräsidenten auf Merkels Linie ein? Oder wird nun auch dort Widerstand aufsteigen?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.