(Michael van Laack) Zugegeben, niemand sieht seine Mannschaft gern verlieren, der sich mit seinem Verein identifiziert. Mancher Fan kommt noch am nächsten Tag schlecht gelaunt zur Arbeit oder weint am Abend der Niederlage sein Taschentuch voll. Die französischen Fans scheinen einen anderen Weg gefunden zu haben, ihrem Unmut Luft zu machen. Sie greifen die Polizei an, machen hier und da ein kleines Feuer und schlagen auf alles ein, was nach Glas aussieht. Merkwürdig nur, dass die gestern durch Paris marschierende Fangemeinde kaum Vereinsfahnen und -Shirts bei und an sich sich trug.

Niemand vermutet hier Linksradikale und Schwarze

Denn schließlich sind wir keine Rassisten und wissen auch, dass es eigentlich gar keine Linksradikalen gibt. Die sind ein Mythos, der von Rechten erschaffen wurde, um die Gesellschaft zu spalten und zu zeigen: Wir sind nicht die einzigen „Bösen!“.

Interessant ist allerdings: Das Publikum auf den Straßen von Paris ähnelt in der Zusammensetzung sehr stark jenen jungen Männern, die nachts in Stuttgart oder Frankfurt bargeldlos einkaufen, weil die von Faschisten unterwanderte deutsche Polizei ihre Party beendet hat.

Ganz viele frustrierte Jugendliche eben. So auch hier in Frankreichs Hauptstadt. Ein schwarzer Bayer schießt das entscheidende Tor und besiegt so ihre schwarzen und sonstigen Helden mit 1:0. Das war zuviel des Guten! Kann man verstehen, oder? Vermutlich wäre die Lage auch gar nicht eskaliert, wenn die Polizei einfach in ihren Stationen und Kasernen geblieben wäre und den Fans ein paar Stündchen die Möglichkeit gegeben hätte, ihrer Trauer öffentlich freien Lauf zu lassen. Bei Beerdigungen in muslimischen Ländern wird ja auch nur lautstark gejammert und ab und zu in die Luft geschossen…

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelRalf Stegner – Der übelste Hetzer der SPD wäre in der NPD gut aufgehoben!
Nächster ArtikelAnnalena Baerbock: „Jeder Mensch hat das Recht auf Asyl“
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.