(Michael van Laack) 1001 Delegierte sollen es sein, – falls die schon einige Wochen alten letzten Infos zur Teilnehmerzahl noch aktuell sind – die im Dezember u.a. über den neuen Parteivorsitzenden abstimmen. Und damit auch über alles andere: Den Kanzlerkandidaten, die goldene Zukunft Deutschlands das Schicksal Europas und das Überleben der Weltgemeinschaft. Nun steht die Absage des Parteitags auf der Agenda.

Es geht also um relativ viel aus Sicht der Kanzlerin, ihrer Noch-Vorsitzenden und der einstmals christlichen und demokratischen Union. Und nun heißt es, wegen Corona sei eine Verschiebung der Entscheidung ins kommende Jahr eine nicht unwahrscheinliche Option.

Im April musste der Parteitag bereits abgesagt werden, weil befürchtet werden durfte, die Delegierten könnten sich aneinander infizieren und so binnen weniger Wochen die Elite der CDU hinwegraffen. Nicht auszudenken…

Merkel und AKK wäre die Verschiebung willkommen

Die Absage des April-Parteitag hatte für manche allerdings auch einen strategischen Vorteil. Der vor allem bei Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer verhasste Friedrich Merz hatte damaligen Umfragen zu folge gute Chancen, Vorsitzender und somit auch Erbe des Rautenthrons zu werden. Röttgen war (und ist es auch aktuell noch) weit abgeschlagen und das Traumpaar Armin Laschet mit seinem Adlatus Jens Spahn lagen in den Umfragen knapp zweistellig hinten.

Gerade noch einmal gut gegangen, werden sich die beiden Deutschland-Hasserinnen gedacht haben. Denn dann kam Corona und mit ihr die scheinbaren Superhelden. Zum einen der Gesundheitsminister, zum anderen der NRW-Ministerpräsident, Erbfeind des bayerischen Ministerpräidenten. Die Umfrage-Ergebnisse des von AKK favorisierten und von Merkel zumindest wohlwollend geduldeten hetero-homosexuellen Paares stiegen, alles lief wie geschmiert.

Durch Söder entstand Unsicherheit

Dann aber vermehrt Kritik an Spahn, dem viele auch innerparteilich hinter den Kulissen attestierten, dass Covid-19 ihn überfordere. Und dazu ein Laschet, der nicht nur wegen der Causa Tönnies ganz alt aussah im Vergleich zu Münchens und Bayerns „Everybody‘s Darling“. Die Angst vor Kanzler-Ambitionen Söders ging um, der Triumph der männlichen Merkel geriert in Gefahr. Auch der Patzer der bayerischen Gesundheitsministerin hat die Beliebtheitswerte Laschets nicht steigen lassen. Und, oh Schreck: Obwohl man von Merz seit Krisenbeginn nicht mehr viel hört, scheint der Abstand von April wiederhergestellt.

Lieber würden Angela Merkel und AKK im Berliner Olympiastadion und Absingen des ganzen Deutschlandliedes die Reichskriegsflagge schwenken, als mitansehen zu müssen, dass ein schon Totgeglaubter die letzte Verteidigerin der freien Welt beerben könnte. Um dann vielleicht gar – nach Gorbatschow-Manier – allen eine lange Nase zu drehen, die CDU auf Kurs mit der FDP und einer gereinigten AfD zu bringen und die EU weg von einer Vergemeinschaftung der Schulden zu führen.

Verlängert AKK die ewige Kanzlerschaft?

Dank Corona gibt es aber doch noch ein oder zwei Varianten, die verhindern könnten, dass der über so viele Jahre in kleinen Schritten vollzogene Linksruck der CDU rückgängig gemacht wird. Käme aber der Parteitag erst im März oder April 2021, wäre es zu spät für einen neuen Kanzlerkandidaten, da man sich dann ja auch noch mit der kleinen Schwester CSU einigen müsste. Und es ist nicht vorhersehbar, wie sich München dann positionieren würde.

Corona-Restriktionen als partei-interne Waffe. So lange keine Großveranstaltungen erlaubt sind, kein Parteitag. Wegen des Sicherheitsabstands usw. AKK bleibt bis April im Amt, danach wäre es praktisch egal, wer den Vorsitz übernimmt. Zudem hat man bis dahin noch viel Zeit, zusammen mit den Medien Merz und sicherheitshalber auch Röttgen aus dem politischen Leben zu schreiben. Irgendeine Leiche im Keller wird sich schon (er)finden lassen. Hat ja bei z.B. bei Wulff auch wunderbar geklappt, der letztlich über ein „Bobby-Car“ gestürzt ist.

AKK künftig Innenministerin?

Dann tritt Merkel auf den Plan, weist darauf hin, dass es kaum mehr möglich sein dürfte, in der Kürze der Zeit einen neuen Kanzlerkandidaten aufzubauen und erklärt sich heldenhaft bereit, um der Partei und selbstverständlich irgendwie auch um Deutschland willen wie einst Adenauer noch eine halb Legislatur im Amt zu bleiben.

Nach der Bundestagswahl wird Deutschland dann binnen weniger Wochen vollständig von der Corona-Bedrohung befreit sein, dies und manches andere von „Betreutes Denken“-TV der Kanzlerin und ihrem Vize-Kanzler Habeck zugeschrieben. Kurz vor Ablauf der halben Diktat… Legislatur könnte Habeck oder sonst wer dann Merkel bitten, die vergangenen zwei erfolgreichen Jahre nicht aufs Spiel zu setzen und bis 2025 um Deutschlands, Europas, der Welt und des uns bekannten Universums willen im Amt zu bleiben.

Eine unsinnige Prognose, eine Horrorgeschichte, bösartige Verschwörungstheorien eines alten weißen Mannes? Nein, alles bereits spieltheoretisch durchgerechnet. Nur die Ergebnisse enthält man uns vor. – Was AKKs Zukunft betreffen würde: Nun, als Verteidigungsministerin hat sich schon als erfolgreiche Struktur-Zersetzerin und Destabilisiererin der inneren Führung bewiesen. 2021 könnte sie dann ins Innenministerium wechseln. Denn die Polizei hat ein Problem mit dunkelhäutigen und muslimischen sowie linksradikalen Straftätern. Da muss jemand mit Sachverstand ran!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.