(Michael van Laack) Die USA sind weit entfernt und was dort geschieht, muss uns nicht interessieren. So könnte man jedenfalls meinen. Dass es wohl anders ist, demonstrieren uns ARD, ZDF und die großen Printmedien fast täglich. Es entsteht der Eindruck, als sei der US-Präsident auch unser Präsident, weshalb es gälte, Schaden von „unserer Demokratie“ abzuwenden.

Täglich wird uns in den Hauptnachrichten und auf den Plattformen des gebührenfinanzierten Fernsehens die USA präsentiert. Hier der böse Trump: Der Rassist, der Demokratiefeind, der Corona-Leugner, der Feind des Islams und Chinas, der Zerstörer des weltweiten Wirtschaftsgefüges.

Auf der anderen Seite Joe Biden, der neue Messias, an seiner Seite die designierte angeblich schwarze Vizepräsidentin Kamala Harris: Lupenrein demokratisch, weil Mitglied des linken Establishments. Abtreibungs- und Merkel-freundlich, Black Lives Matter hypend, in Bälde Corona und die Armut besiegend. Das Traumpaar der buntfaschistischen Medien und des politreligiösen Berlins.

Spenden für den Bau einer Grenz-Mauer zu Mexiko

Steve Bannon war bis 2017 Chefstratege Trumps im Weißen Haus. Strategisch hielt man es dann für klüger, dass sie getrennte Wege gehen. „Getrennt marschieren, vereint schlagen!“. Auch leitete er sechs Jahre lang die einflussreiche Plattform „Breitbart News Network“, für die er immer noch – allerdings im Hintergrund aktiv ist.

Nun soll ihm – nach dem Strickmuster der Spendenaffären der AfD in Deutschland – in der entscheidenden Phase des Wahlkampfs die Bewegungsfreiheit genommen. Vor wenigen Stunden wurde er auf einer Yacht vor Connecticut festgenommen und in Manhattan publikumswirksam vorgeführt.

Der Vorwurf: Durch das Online-Projekt „We Build the Wall“ waren unter seiner und der Federführung dreier weiterer Persönlichkeiten des „far-right“-Spektrums fast 26 Millionen US-Dollar gesammelt worden, die in das Projekt zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko bestimmt waren.

Dieses Projekt war von den Demokraten und allen anderen politischen Gruppierungen, die sich auch weiterhin illegale Grenzübertritte in Scharen wünschten, schon immer kritisiert worden. Selbstverständlich auch von den deutschen Politikern und Medien, die alle nach dem Motto „Legal, Illegal, Scheißegal“ unsere Gesellschaft bunter machen möchten.

Haben Bannon und andere Spendengelder veruntreut?

Der Vorwurf, der geschickt vor knapp drei Wochen leise und sich dann ausweitend in die Medienlandschaft gestochen wurde, initiiert von den ärgsten Feinden Trumps – CNN und New York Times – lautet: Einen Teil der Spenden hätten die Beteiligten für private Zwecke entweder schon verwendet oder aber doch zumindest umgebucht. Die kursierenden Zahlen schwanken zwischen 500.000 und 15 Millionen. Schon das zeigt die Absicht. Die Staatsanwaltschaften scheinen erst die Ermittlungen begonnen zu haben, nachdem die Medien die ersten Berichte veröffentlichten.

Und nun – strategisch wirklich gelungen – 24 Stunden nach dem Nominierungsparteitag der „Demokraten“ platzt die Bombe. Bannon und seine Kollegen wurden medienwirksam in Manhattan verhaftet. Ab jetzt ist es vollkommen egal, ob etwas an den Vorwürfen dran ist oder nicht. Die politisch linken Medien in den USA und Deutschland haben ihr Urteil schon gesprochen und werden nun überall lautstark verkünden:

„Seht her, wen Donald Trump zu seinen Freunden zählt. Alles Betrüger. Vielleicht hat Trump sogar davon gewusst. Vielleicht ist gar Geld zu ihm geflossen auf Umwegen. Seht diese Ausbeuter! Sie unterdrücken die Schwarzen, sie hassen die Mexikaner und sie veruntreuen Spendengelder. So sind sie alle! Wer Trump wählt, wählt Verbrecher.“ Das dürfte der Tenor sein, obwohl Trump in ener ersten Stellungnahme erklärte, von dem Projekt nichts gewusst und schon längere Zeit keinen Kontakt mehr zu Bannon gehabt zu haben. Selbst wenn plausible deniability gelingen sollte: Es wird auf Trump im Wahlkampf zurückfallen.

Bannon Hassobjekt wegen seiner Haltung

Bannon hat stets scharfe Kritik an den mächtigen US-Medien geübt. Er nannte sie die zweite große Oppositionspartei gegen die Republikaner. Zudem hätten sie nie seriös über die Republikaner berichtet, seit Trump Präsidentschaftskandidat geworden war. Systematisches Lügen sei ihr tiefstes Wesen. An Intelligenz mangle es den meisten Journalisten. Die sei allerdings auch gar nicht nötig, wenn man zum Establishment gehöre.

Bannons Einfluss ist es zu verdanken, dass Trump aus dem Klimaabkommen von Paris ausgestiegen ist. Greta Thunberg nannte er einmal ein von der westeuropäischen und vor allem deutschen Öko-Lobby missbrauchtes psychisch auffälliges Kind. Auch das ein No-Go für alle linksgrün versifften Medien.

Ebenso vertritt Bannon die Ansicht, Westeuropa und die USA stünden am Beginn eines blutigen Krieges des Islams gegen das Christentum. Deutschland erwecke zwar den Eindruck, sich ergeben zu wollen, solle aber nicht glauben, das diese Taktik am Ende weniger durchgeschnittene Kehlen zeitigen würde.

Steht ein neuer großer Krieg bevor?

Zudem vertritt er die zugegebenermaßen ein wenig verschwörungstheoretisch anmutende Auffassung von William Strauss und Neil Howe, dass in Zyklen von 75 bis 100 Jahren die USA in einen großen Krieg gezwungen werde. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, Sezessionskrieg und Zweiten Weltkrieg sei bald ein neuer reinigender Krieg zu erwarten. Dies sei der Krieg gegen den Islam. Und die USA würden sehr genau hinschauen, wer in dieser dramatischen Vorphase auf der Seite des Christentums und wahren Humanismus stünde.

Es sei, wie es sei. Heute haben die Feinde der Demokratie einmal mehr ihre hässliche Fratze gezeigt. Vermutlich wird Bannon bald auf Kaution freikommen. Vermutlich mit Hausarrest und der Auflage, sich nicht öffentlich zu äußern. Ansonsten würde die heutige Aktion keinen Sinn machen.

Nach den Wahlen wird die Anklage vermutlich in sich zusammenbrechen oder nicht ausreichen für eine empfindliche Strafe. Dann aber – so hoffen Joe Bidens Freunde weltweit – wird das vollkommen egal sein. Denn dann ist die Machtergreifung des politischen Arms der Antifa USA vollzogen. Dann brechen herrliche Zeiten für das neue Regime und seine Freunde in Deutschland und Frankreich an. Dann ist alles wieder gut und das gemeinsame Totalitarismus-Projekt der USA und der EU kann fortgesetzt werden, dass durch Clintons „Wahlunfall“ unterbrochen wurde.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.