(Michael van Laack) Es wäre zum Lachen oder Achselzucken, wenn es nicht so gefährlich wäre. „Erst Düsseldorf, jetzt Hamburg: In den sozialen Netzwerken sorgt ein neues Video für Aufregung, das einen harten Einsatz mehrerer Polizeibeamter gegen einen Jugendlichen zeigt.“ äußert der Focus heute seine geheuchelte Besorgnis. Selbstverständlich spielt das Leitmedium das üble Spiel mit, dessen Endziel es ist, die Polizei zu diskreditieren und bestimmte Personengruppen untouchable zu machen.

Ein leicht übergewichtiger, aber nicht untrainierter „junger Mann“ (seine Bewegungsabläufe weisen darauf hin, dass er Kampfsport betrieben hat oder noch betreibt), hat einen Polizeieinsatz provoziert. Was der Grund des Einsatzes ist, weiß die Redaktion angeblich nicht, streut aber geschickt den Hinweis, er sei vermutlich mit dem E-Scooter auf dem Gehweg gefahren. Eine Lage, für die selbstverständlich umgehend mehre Teams der Verkehrspolizei herbeigerufen werden.

Eine üble Schmieren-Komödie

Die Bühne ist bereitet. Zum Ensemble gehört eine Frau, die zufällig ihr Handy auf die Situation richtet und der Aufforderung einer Beamtin, nicht zu filmen, keinesfalls nachkommen wollte. Warum auch? Schließlich wusste sie, was geschehen sollte. Als Bühne hatten das junge Schauspieler-Talent und seine Kamerafrau sich eine Wand ausgesucht, auf der in großen Lettern „Please, I can’t breathe!“ prangte, die letzten und zuvor mehrfach gesprochenen Worte des afroamerikanischen Kriminellen George Floyd.

Und nun konnte es losgehen. Der „junge Mann“ wusste genau, was er tun musste, um lehrbuchmäßiges Verhalten der Polizei auszulösen. Auf Ansprache nicht reagieren bzw. Anweisungen nicht folgen. Geschieht so etwas, zieht Polizei grundsätzlich den Kreis enger und redet lauter auf die Person ein. Reagiert darauf die Person aggressiv, muss damit gerechnet werden, dass sie bewaffnet ist (sich also stark fühlt). Entsprechend geht die Hand der Beamten an den Schlagstock oder das Pfefferspray, ggf. auch an die Schusswaffe. Ein Standardvorgang.

Der nächste Akt: Körperliche Attacken

Der BLM-Schauspieler widersetzt sich dem Zugriff. Er stößt und tritt, zeigt durch Armhaltung und das Tänzeln seine Kampfbereitschaft. Unterdessen erklärt die Kamerafrau dokumentarisch, was für ein armer Mann das sei, sonst würde er sich nicht so verhalten. Der junge Schauspieler beginnt zu hyperventilieren oder seine Wut zu kanalisieren. Die Polizisten schreien ihn an. Er legt sich nicht auf den Boden. Seine Körperkraft lässt die Polizisten vorsichtig agieren. Dann zieht der Laiendarsteller sein Shirt aus. Als es über dem Kopf ist, greifen die Beamten zu.

Auch dies war nach meiner festen Überzeugung so kalkuliert. Der junge Mann kennt sich mit Polizeitaktik aus (oder seine Kamerafrau), die unterdessen weiter ins Mikro jammert, aber auch noch etwas ganz anderes tut…

Das „Please, I can’t breathe“ auf der Wand

Immer wieder nimmt die Kamerafrau den Schriftzug ins Bild. Es wirkt zufällig, ist aber Teil der Inszenierung. Kaum haben die Beamten den Vertreter der „Party- und Eventszene“ zu Boden gerungen, geht das Drama in den nächsten Akt. „Er tut doch nichts!“ und „Er ist doch erst 15!“ rufen plötzlich Personen aus dem Publikum und auch die Kamerafrau.

Wie aufs Stichwort schreit der nun als Teenager geoutete Schmierenkomödiant: „Ich bekomme keine Luft!“ Dazu immer wieder der Spruch auf der Wand im Bild. Der Niedergerungene beginnt zu stöhnen oder zu grunzen, was augenscheinlich nachweisen soll, dass ihm die Luft abgedrückt wird. Interessanterweise geht die Kamerafrau nicht näher an die Szene heran. Sonst hätte sie vermutlich ins Bild gesetzt, was nicht ins Bild gesetzt werden sollte: Dass die Beamten dem Laiendarsteller keineswegs die Luft nahmen, sondern ihn lediglich auf dem Boden fixierten, um Selbst- und Fremdgefährdung ausschließen zu können.

„Lügenpresse“ ist ein viel zu harmloser Begriff

Eigentlich wäre der Vorfall keine Notiz wert. Aber in Zeiten, in denen die politische Linke gemeinsam mit den Leitmedien die Exekutive irreparabel beschädigen und zu Kaninchen vor der BLM-Schlange machen will, muss man als Haltungsjournalist auch ab und zu mal Schmierenkomödien aufblasen. Das Schlimmste aber: Ein großer Teil der Bevölkerung ist dafür leider sehr empfänglich. Tja… Man hat halt viel gelernt von der Propaganda der Nationalsozialisten und Kommunisten. Die gelehrigen Schüler des „Völkischen Beobachters“ und des „Neuen Deutschlands“ leisten ihren Beitrag, um die politische Religion der Merkelianer fest in der Gesellschaft zu verankern.

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelGefährlicher Opportunismus: Köln zeigt Flagge
Nächster ArtikelGesundheitsminister Spahn will Karneval bundesweit ausfallen lassen
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.