(Michael van Laack) Über Gerüchte hat der deutsche Liederdichter Wilhelm Müller (1794-1827) einmal geschrieben: „Der Schneeball und das böse Wort, sie wachsen, wie sie rollen fort. Den Schneeball wirf zum Tor hinaus, ein Berg wird’s vor des Nachbarn Haus.“  – Am gestrigen Vormittag erreichte die Redaktion das unglaubliche Gerücht, der bis zum letzten Atemzug um den Verbleib in der AfD kämpfende Andreas Kalbitz sei mit seinem Intimus Dennis Hohloch (dem potentiellen Nachfolger als Fraktionsvorsitzender) vor einigen Tagen in Streit geraten und habe ihm einen oder mehrere gezielte Schläge in den Bauch versetzt, die u.a. zu einer Milzruptur geführt hätten.

Diese Nachricht hat uns aus allen Wolken fallen lassen, denn Andreas Kalbitz kennen wir nur als äußerst beherrschten Menschen, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann. Zudem gilt er als beinahe abstinent. Folglich war es für uns auch kaum vorstellbar, dass entweder zu hoher Alkoholkonsum oder ein fehlender Pegel ihn anders als gewohnt hätte reagieren lassen können.

Unsere Besorgnis war groß

Da sich aber sowohl auf VK als auch Twitter und in zahlreichen WhatsApp-Gruppen die Nachrichtenlage verdichtete und zudem die Information gestreut wurde, Herr Hohloch habe sich im DRK-Krankenhaus Westend in Berlin einem Bekannten anvertraut und gegenüber diesem Andreas Kalbitz als Verursacher seiner inneren Verletzungen genannt, waren auch wir äußerst besorgt und twitterten am späten Nachmittag:

Kurz darauf zeigte auch der in allen konservativen Milieus hochgeschätzte Jan Böhmermann auf seine ganz spezielle Art und Weise Anteilnahme:

Das Warten auf die Wahrheit zehrte an den Nerven

Bange Stunden verbrachten wir danach und uns quälte die Frage: Können wir uns wirklich so in Andreas Kalbitz getäuscht haben? Von ihm und dem Erkrankten selbst war keine Auskunft zu erlangen. Das machte uns noch mehr Sorgen, denn fehlende Dementis sind in der Regel ein Zeichen dafür, dass Fleisch am Knochen ist.

Dann aber verbreitete dankenswerterweise Frank Pasemann MdB die erlösende Botschaft, die ich hier nur im Ausschnitt wiedergeben möchte, weil sie u.a. Kontaktdaten (Telefonnummer usw.) enthält, die man bekanntlich nicht ungefragt weitergeben darf!

Die Erlösung

Überglücklich wäre sich das Redaktionsteam in die Arme gefallen, wenn es nicht mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt wohnen würde. Doch dann lieferte das Redaktionsnetzwerk Deutschland eine erste ausführliche Meldung und nährte die fast schon erloschene Flamme dunkler Vorahnungen wieder. Die eigenen Leute – lesen wir dort – erklärten, Kalbitz habe sich nicht immer im Griff.

Ein freundschaftlich gemeinter Klaps könne sich deshalb schon mal zu einem Leberhaken auswachsen. Ups, sollte also jederman stets den Corona-Sicherheitsabstand einhalten, wenn er Andreas Kalbitz begegnet? Und ihm zur Begrüßung keinen Ellenbogen geben, weil die Gefahr besteht, dass er im Überschwang der Wiedersehensfreude vorbeigrüßt und seinem Gegenüber im ungünstigsten Fall eine Rippe bricht und in den Lungenflügel drückt?

Wie auch immer! Wir hoffen dennoch, dass diese unglückliche Verkettung von Umständen Andreas Kalbitz nicht über Gebühr belasten wird, er sich weiterhin professionell auf die Verhandlung seines Eilantrags am Landgericht Berlin vorbereiten und dort – wie wir oben schon anführten – bis zum letzten Atemzug konzentriert für seinen Verbleib in der AfD kämpfen kann. Und Dennis Hohloch wünschen wir selbstverständlich baldige Genesung. Er soll ja schon wieder lachen und twittern können, auch wenn er noch nicht die Kraft gefunden hat, persönlich Stellung zu dem Vorgang zu nehmen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.