(Michael van Laack) Der thüringische Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (zugleich Landesvorsitzender der SPD) ist ein aufrechter Demokrat. Das beweist schon die Tatsache, dass er unter Bodo Ramelow dient. Der thüringische MP ist der antifaschistische Schutzwall in Person. Er hat den Kemmerlich-Höcke Putsch mit Angela Merkel an seiner Seite abgewehrt und Thüringen so davor bewahrt, dass erste zutiefst nationalsozialistische Bundesland der Republik zu werden.

Nachdem die Wahl Kemmerichs zum Ministerpräsidenten lupenrein demokratisch rückgängig gemacht worden war und auch Genosse Tiefensee in sein Ministeramt zurückkehren konnte, schaut er noch genauer hin. Denn er weiß: Aus einem kleinen Funken kann schnell ein Waldbrand entstehen.

Wiederholt sich Weimar in Hildburghausen?

In der ehemaligen Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Hildburghausen spielen sich aus Tiefensees Sicht in diesen Tagen demokratiegefährdende Dinge ab. Die Stadt hat seit März des Jahres einen neuen Bürgermeister: Tilo Kummer von der Linkspartei. Der soll den Stadtrat vor einigen Wochen über die Verhandlungen mit dem Land zu Fördergeldern für das Schwimmbad und Verträge mit dem Bauherren des Kindergartens falsch informiert haben.

Vier Fraktionen des Stadtrats  – darunter auch SPD und AfD – haben daraufhin eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der auf die Mißstände hingewiesen wurde. Das geht Tiefensee deutlichst zu weit. Dass man hin und wieder auch Kommunisten kritisiere, sei ja OK. Aber definitiv nicht gemeinsam mit der AfD. Die gehöre zu den „Demokratieverächtern“. Mit ihr gemeinsam dürfe politisch nicht nur nichts durchgesetzt, sondern nicht einmal auf Mißstände hingewiesen werden:

Damit aber noch nicht genug. Als Landesvorsitzender einer Partei, die man mittlerweile guten Gewissens als den politischen Arm der Antifa bezeichnen darf, versichert Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Tiefensee seinen gewaltbereiten Vasallen auch gern öffentlich, dass er alles im Griff habe und Abweichler von der lupenrein demokratischen Linie unbarmherzig in die Schranken weisen werde:

Es war sehr klug, dass Herr Tiefensee sich öffentlich distanziert und die Antifa seiner Loyalität versichert hat. Denn das Sonderkommando, dass sein Auto im Carport abfackeln und ein paar Fensterscheiben einwerfen sollte, war – wie aus Kreisen verlautet – bereits zusammengestellt. Um die Steine hatte man auf Stofftüchern die Botschaft gewickelt: „Duldern von Naziduldern kein Brot!“. Die Aktion wurde nun abgeblasen, aber das Material lässt sich gewiß einlagern und demnächst anderweitig verwenden.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.