(Michael van Laack) Geht es nach dem Willen der SPD-Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans, soll 2021 ein „progressives Bündnis“ mit Grünen und der Linkspartei nach dem Vorbild von Berlin, Hamburg und anderen Bundesländern zugrunde regieren. Dies jedenfalls verkündeten die beiden gestern in verschiedenen Interviews. Heute nun nominiert die SPD Finanzminister Scholz als Bewerber auf das offiziell nur dritthöchste Amt in Deutschland. Olaf will Kanzler werden!

Saskia Esken twitterte dazu vor wenigen Minuten freudig:

Bisher waren viele der Ansicht, dass Olaf Scholz eher Unions- oder FDP-Politik betreibt als sozialdemokratische. Und nun plötzlich soll er an der Spitze einer zukünftigen ARBEITER- und Bauernstaatspartei stehen? Das verstehe wer will!

Lauter desorientierte alte weiße Frauen und Männer!

Ein weiteres Mal zeigt sich, dass in der SPD niemand mehr Kapitän ist und den Kurs vorgibt. Ralf Stegner z.B. hatte noch bis vor einer Stunde Esken und Walter-Borjans strategische Überlegungen verteidigt. Wusste er vielleicht gar nicht, was in diesen Minuten in Berlin entschieden wurde?

Ist Olaf Scholz vielleicht ein Anti-Gorbatschow?

Wir erinnern uns an den knallharten Kommunisten, der in der UDSSR bis ins höchste Parteiamt aufstieg und dann – zunächst behutsam, dann energischer – den Riesenstaat umkrempelte.

Ist Olaf Scholz vielleicht das genaue Gegenteil von ihm? Wissen die Antifa- und Kommunistenversteher Esken und Walter-Borjans mehr als wir alle? Wird er 2021, kurz zuvoe mit Hilfe der Grünen zum Vize-Kanzler an der Seite des bestgetarnten Maoisten Deutschlands – Robert Habeck – gewählt, den Honecker-Stellvertreter oder Apparatschik Mielke geben?

Wahl zwischen GroKo-Sozialismus und Kommunismus

Es steht zu befürchten, denn wie könnte sich Saskia Esken als erwiesene Parteilinke sonst über seine Spitzenkandidatur freuen? Oder ist die Endphase des Machtkampfs einer im Sterben liegenden Partei ausgebrochen? Versucht man also, sich mit ideologisch diametralen Persönlichkeiten so breit aufzustellen, dass die Mitte der Partei zerreißt? Hauptsache, man kann irgendwie in Regierungsverantwortung kommen? Notfalls auch wieder in einer GroKo!

Diese einst so stolze und wirklich wichtige Partei im demokratischen Nachkriegsdeutschland gibt sich mehr und mehr der Lächerlichkeit preis. Kein Mensch wünscht sich einen Tod auf Raten. Manche wählen dann den Suizid. Den kann eine Partei nicht vollziehen. Aber wir dürfen sicher sein, dass die Wähler nicht erst bei der Bundestagswahl 2021 Sterbehilfe leisten werden!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.