(Michael van Laack) Tja, vielleicht hätten deutsche Medien doch nicht so oft darüber witzeln sollen, dass NRW-Ministerpräsident Laschet so etwas sei wie eine männliche Merkel. Denn vermutlich haben viele Flüchtlinge sich deren Artikel auf ihren Smartphones übersetzen lassen und deshalb den Eindruck gewonnen, Laschet sei der „Prime Minister of Germany“.

Kaum hatte sich im Lager Moria die Nachricht von Laschets Anwesenheit verbreitet, erschienen Gruppen aus Afghanistan und anderen afrikanischen Staaten, riefen ihm – nur scheinbar drohend die mit Pässen bewaffneten Hände erhoben – „Free Moria“ zu und waren zweifellos zuversichtlich, mit seiner Delegation oder einem Anschlussflug in ihre neue Heimat reisen zu dürfen.

Deutschlands Zukunft ante portas!

Eigentlich wollte der zukünftige beste Kanzler aller Zeiten sich ausführlich in Moria umsehen und auch den so genannten wilden Teil des Camps besuchen. Nachdem aber schon innerhalb des offiziellen Lagerbereichs eine so große Menge zukünftiger Sozialleistungsempfänger direkt bei Laschet einen Asylantrag stellen und genehmigt bekommen wollte, riet ihm der Sicherheitschef von Moria dringend davon ab.

Wie der WDR-Reporter im verlinkten Filmbeitrag berichtet (ab 2:30), hatte man für den Besuch von Angela Laschet eine gemütliche Atmosphäre geschaffen und die Flüchtlinge hinter Zäunen zurückgehalten. Vermutlich nur, um ein Zeichen zu setzen, dass auch im Flüchtlingslager strikt auf die deutschen Corona-Vorschriften wert gelegt wird. Denn alles andere wäre ja ein rassistischer Akt gewesen. Ein alter weißer Mann betrachtet junge dynamische Ne… Schwarze und Andersfarbige wie Affen in einem Zoo? So kann das definitiv nicht intendiert gewesen sein!

Hartherziger MP wollte nicht einmal die Pässe sehen!

„Ich will hier raus! Ich will hier weg“ haben nach Augenzeugen-Berichten zahlreiche Flüchtlinge Laschet (vermutlich nicht auf Deutsch) zugerufen, während er seine Besichtigungs-Tour absolvierte. Zu diesem Zweck hielten sie gar ihre Pässe hoch. Als der gute Armin aber keine Anstalten machte, die notwendigen Formalitäten umgehend zu erledigen, obwohl sie doch laut „Asyl“ gerufen hatten, kippte die Stimmung. Was zweifellos viele in Laschets Delegation irritierte, denn in Deutschland kennt man das so ja überhaupt nicht. Die bei uns lebenden Asylsuchenden wissen sich bekanntlich allesamt bestens zu benehmen.

Nachdem der MP die Traumatisierten endlich abschütteln konnte, plante er, sich mit den „Ärzten ohne Grenzen“ außerhalb des Lagers in der so genannten „wilden Zone“ darüber zu unterhalten, wann die Bedauernswerten endlich ihre Pässe wegwerfen könnten, um anschließend das gelobte Germanien zu betreten. Dazu kam es aber leider nicht, denn die Sicherheitskräfte hatten doch tatsächlich vergessen, auch dort Zäune aufzustellen. Schnell wurde klar, dass unter Aufbietung eines massiven Aufgebots an Sicherheitskräften der Rückzug angetreten werden müsse, bevor am Ende Laschet noch als Geisel genommen würde, um Massenasyl in Düsseldorf zu erpressen.

Welche Lehren wird Deutschlands „Next Top-Kanzler“ wohl aus diesen Erlebnissen ziehen? Wir wissen es nicht, aber wir dürfen – auf die vergangenen vier Jahre rückblickend – vermuten: Es werden die falschen sein!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.