(Michael van Laack) Als am Morgen des 9. Novembers 2016 auch dem letzten Moderator im deutschen Frühstücksfernsehen klar wurde, dass dem ersten schwarzen Präsidenten keine erste Präsidentin folgen würde, machte sich in den Studios eine Stimmung breit wie nach einem verheerenden Terroranschlag durch die Falschen. Angela Merkel kam damals nicht auf die glorreiche Idee, zu fordern, man müsse diese Wahl rückgängig machen. Aber die Bundesregierung setzte im Chor mit den gleichgeschalteten Medien vom ersten Tag an alles daran, Trump zu diskreditieren.

Der islamophobe Abtreibungsgegner, der Illegale Illegale nennt und die wirtschaftlichen Interessen seiner Nation denen der Bundeskanzlerin vorzuziehen wagt, war entgegen aller Prognosen und Warnungen zahlreicher lupenrein demokratischer Europäer zum US-Präsidenten gewählt worden.

Der politisch-mediale Komplex ließ von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, dass Deutschland den Ausgang demokratischer Wahlen nur dann zu 100% akzeptieren könne, wenn der oder die Gewählte Politik im Sinn der EU-Wirtschaft und dem Interesse islamischer Lobbys weltweit machen würde. Wenn er unsere neue deutsche Demokratie als Leitstern und die Kanzlerin als primäre Verteidigerin der freien Welt akzeptiere. Deshalb tat und tut man sich auch mit den Wahlen in GB, Polen und Ungarn so schwer. – Wer weiß, was deutsche Politik und Medien wünschen und es dann trotzdem nicht wählt, ist demokratiegefährdend und ein Feind des Systems.

US-Fahnen verbrennen, um die Demokratie zu retten!

Elmar Theveßen ist eine propagandistische Allzweckwaffe. Niemand kann tatsächliche Krisen besser schönen, islamistische Anschläge nachhaltiger verharmlosen und eben „Republikfeinde“ wie Donald Trump besser in den Augen der deutschen Öffentlichkeit zerstören, als er.

Sein neuestes Machwerk allerdings übertrifft an Bosheit und einseitiger Information alles, was er bisher abgeliefert hat. Zweifellos sehr zur Freude der bundesdeutschen Regierung, deren Hass auf Donald Trump dem Adolf Hitlers auf Franklin D. Roosevelt nur noch wenig nachsteht. Der übelste Bericht aus Theveßens Feder, seit er den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im übertragenen Sinn mit Glühwein schönzusaufen empfahl.

„Sie verbrennen die Flagge, nicht weil sie Amerika hassen, sondern weil sie glauben, dass Amerika unter Beschuss ist“.

Mit diesem absurden Satz leitet Theveßen seine Auslandsjournal-Doku ein. Heißt aus dem Haltungsjournalisten-Sprech ins Deutsche übersetzt: Die „Demonstranten“ verachten die Flagge lediglich als Hoheitszeichen jener, die ihnen nicht zu willen sind. – In Theveßens Berliner Blase ist solches Denken absolut OK, denn es fließt aus Köpfen von Menschen in die „Zivilgesellschaften“ hinein, deren Oberkörper mit Shirts und Tops bekleidet sind, auf denen „Black Li(v)es Matter“, „Fuck Trump“ oder „Antifa USA“ prangt. Für einen Journalisten, der irgendwann im Lauf des Jahres 2015 oder auch erst 2016 als Demokrat eingeschlafen und als linksfaschistischer Merkelianer aufgewacht ist, Legitimation genug.

Tja… dann schlage ich vor, wir verbrennen demnächst öffentlich deutsche Flaggen mit dem Argument: „Wir fürchten, dass Angela Merkel nicht nur in Corona-Zeiten teste, wie sich Totalitarismus für die Bürger anfühlt.“ Da wäre ich dann sehr gespannt auf den Kommentar des ZDF-Manns.

Plünderer, Brandstifter? Nein, Verteidiger der Demokratie!

Die Freiheit und die Werte der USA würden jene verteidigen, die seit Monaten zulassen, dass aus der Mitte ihrer zunächst stets friedlichen Demonstrationen Gewalt entstünde, wenn es dunkel werde. Zwar habe die Polizei in vielen Regionen des Landes die Lage nicht unter Kontrolle. Aber das sei OK so, meint Theveßen. Trump sei allein verantwortlich für die Eskalation. Würde er keine Bundestruppen einsetzen, die mit großer Härte gegen tatsächliche oder potentielle Zerstörer fremden Eigentums vorgingen, wären die edlen Demonstranten auch gar nicht gezwungen, mehr Gewalt einzusetzen, um ihre Ziele zu erreichen.

Der Präsident wolle den Bürgerkrieg, dürfen mehrere Experten in diesem Video behaupten. Die plündernden und brandschatzenden kriminellen schwarzen Horden und linksfaschistischen Weißen, würden regierungsseitig falsch bewertet. Sie seien  – wenn man genauer hinschaue – die Stützen und Verteidiger der Demokratie gegen Trump.

Unkommentiert lässt Theveßen den Investigativ-Journalisten Robert Evans sagen: „Das einzige, was ein Autokrat wie Trump versteht, ist Wucht.“- Diese dürfe sich auch notfalls ein ganz klein bisschen in Gewalt gegen Menschen äußern. Den Linksradikalen und schwarzen Kriminellen müsse es endlich gelingen, die Fähigkeit des Staates zu beschädigen, ihnen zu schaden. Soll heißen: Es ist legitim, sich über das Recht stellen, wenn man so Trump Wiederwahl verhindern – ihn gar zerstören – könne. Theveßen fordert das nicht, aber duldet diese Ansicht durch stillschweigende Zustimmung, die sich wie ein roter Faden von der ersten bis zur letzten Minute durch die einseitige Dokumentation zieht.

Ist Trump psychisch krank?

Dann die Tränendrüse: „Sie schießen auf Kinder und Mütter!“. In der Nacht wohlgemerkt, während ein Mob Geschäfte plündert. Diesen Müttern sollte man sofort ihre Kinder wegnehmen, hoffte ich aus Theveßens Mund zu hören. Mütter, die ihre Kinder der Gefahr aussetzen, mitten in ein bürgerkriegsähnliches Szenario gerissen zu werden.

Fehlanzeige: Einmal mehr „dokumentiert“ Theveßen nur. Weder hier noch sonst wo in der Reportage wird auch nur ein einziger Beweis für die behauptete unverhältnismäßige Gewalt der Sicherheitsbehörden geführt. Alles nur Hörensagen. – Ist Theveßen vielleicht auch ein Fan der taz-These, deutsche Polizisten gehörten auf die Müllhalde, weil sie mit unangemessener Härte auf kriminelle Migranten und linksradikale ANTIFAschisten reagiere?

Dann darf die Psychologin Banda Lee ihre Sprüchlein aufsagen: Trump sei aktuell gefährlicher denn je. Ein durch Umfragen angeschlagenes Tier. Man müsse davon ausgehen, dass er aus den friedlichen Protesten der Schwarzblock-Blumenkinder einen Bürgerkrieg entfesseln wolle. Der US-Präsident habe Wahnvorstellungen und falsche Überzeugungen, auf die er nun seine Anhänger einschwören wolle.

Theveßen fragt nicht kritisch nach, sondern bestätigt: Trump will nur Ängste schüren vor einem drohenden Sozialismus, wo doch jeder wisse, dass von Sozialisten nirgendwo auf der Welt Gefahr ausginge, schon gar nicht in den USA. Alles nur nette „Demokraten“.

Präsidenten-Freunde zu boykottieren, ist anständig!

Im weiteren Verlauf echauffiert sich Theveßen, dass Trump einen Unternehmer stütze, der von vielen boykottiert würde, weil dieser ein Trump-Fan sei. Unverständnis über dieses aus seiner Sicht absurde Gebaren des US-Präsidenten schwingt hier und an vielen anderen Stellen des Beitrags mit. Subtext: „Jeder, der sich auf Trumps Seite stellt, muss damit rechnen, von den Anständigen und Aufrechten boykottiert und diskreditiert zu werden. Das machen wir mit AfD-Fans in Deutschland ja auch. Das ist demokratie-erhaltend und deshalb legitim!“. Im Umkehrschluss sind selbstverständlich alle Verteidiger Trumps Unterstützer eines autokratischen Systems wie in Deutschland alle Kritiker Merkels Demokratiegefährder.

Dann darf die Psychologin wieder ran. Dass Trump wie vor ihm zahlreiche Präsidenten die Kulisse des Weißen Hauses als Wahlkampfbühne nutze und „seltsame Themen“ behandle, sei ein weiterer Beweis für seine psychische Auffälligkeit. Seine Themenwahl zeige die Unfähigkeit, sich der Wirklichkeit zu stellen und den Drang, sie zu leugnen. Trump sei ein „pathologischer Narzisst“ und ein Soziopath. Vollkommen unfähig, mit irgendwem Mitgefühl zu zeigen.

An Schäbigkeit kaum zu überbietende „Dokumentation“!

Unkommentiert (ohne jegliche Nachfrage) darf im ZDF der Präsident unseres wichtigsten Verbündeten als Fall für eine geschlossene psychiatrische Einrichtung bezeichnet werden. Weit mehr noch, als nur bezeichnet werden. Theveßen und das ZDF missbrauchen ihre Stellung, um dem deutschen TV-Konsumenten Unbewiesenes und Wahrheitswidriges als objektiv Recherchiertes zu präsentieren.

Weitere Kommentierung dieser nach kommunistischstem Vorbild erstellten Propaganda-Dokumentation erspare ich mir: In der Folge geht es z.B. auch noch darum, Trump wolle vermutlich Wahlen manipulieren oder gar gegen die Verfassung putschen und Wahlergebnisse nicht akzeptieren. Das ist so widerwärtig, dass ich erbrechen müsste, schriebe ich mehr dazu.

Herr Theveßen, nach meiner Auffassung sind Sie der übelste Journalist seit Karl-Eduard von Schnitzler, dem Chefkommentator das „Schwarzen Kanals“ der DDR. Um nicht bis in die Non-Vogelschiss-Periode zuückgehen zu müssen…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.