(Michael van Laack) Gut gemeint ist bekanntlich nicht automatisch auch gut. Weil der größte Teil der Party- und Eventszene nur wenig Deutsch versteht und zudem keinen Respekt vor Ordnungsamt und Polizei hat, gilt es selbstverständlich nicht, sich primär um mehr Sprachkurse und Integration zu bemühen. Nein, Vorzeige-Araber müssen her, die den jungen Menschen die Corona-Abstandsregeln vermitteln.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel hat einen solchen vorbildlichen Influencer gefunden und an seine Seite gestellt: Farid Hamed El Abdellaoui. Oder kurz: Farid Bang! Ein Video wurde produziert, in dem der primitivste Rapper deutscher Sprache im Auftrag der Stadt um Einhaltung der Ordnung warb.

Bang sei ein „wilder Junge, er hat das Herz aber auf dem rechten Fleck“ habe. Deshalb ist ihm Geisel „super dankbar, dass er das Video gemacht hat.“ – Wir erinnern uns: 2018 hatte man Farid Bang u.a. den Musikpreis Echo aberkannt, weil er solche Sätze gesungen hat wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“.

Düsseldorfs OB muss verzweifelt gewesen sein

In den vergangenen Wochen meldeten Ordnungsämter und Polizei vermehrt, dass sich besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht an die Abstandsregeln und die Maskenpflicht hielten. Vor allem nicht in selbstgeschaffenen Party-Areas wie z.B. der Freitreppe am Burgplatz. Für einen Anti-Rassisten wie Geisel ein Unding. Wenn das die alten weißen Männer erfahren und skandalisieren würden, gäbe es sicherlich von den zigtausend nordrhein-westfälischen Rechtsextremisten wieder massive ausländerfeindliche Angriffe auf die arabischen Bereicherer, auf Moscheen und Synagogen.

Zunächst wurden Düsseldorfs Kult-Punkband „Toten Hosen“ angefragt. Weil man die nicht übergehen durfte von wegen „Nicht im Dorf einkaufen, aber feiern wollen!“ Die Band lehnte dankend ab, was Geisels Stab allerdings nicht sonderlich traurig machte. – Zwar linksradikal, aber doch weiß und alt. Eine andere Lösung musste her!

Die vorbildlichste Drecksau, die die SPD finden konnte!

Ein junges(?), frisches(?) und unverbrauchtes(?) Gesicht. Ein moralisch hochstehender Araber, der in zeitgemäßer Sprache der „Zukunftsgeneration Deutschland“ den rechten Weg weisen konnte. Schon vor einigen Monaten hatte er u.a. Drogenabhängigen, BTM konsumierend Muskelprotzen und Prostituierten den richtigen Weg in der Corona-Krise gewiesen:

Er – so glaubten Geisel und sein Team, sei die Universalwaffe zur Vermeidung von Vorurteilen gegenüber jugendlichen Arabern, die auf den Staat und seine Verordnungen sch…

Jüdische Gemeinde fassungslos

Die jüdische Gemeinde empörte sich, damit ihr nichts abgesprochen worden sei, die Stadt log im Vorfeld allerdings die Gemeinde sei ausführlich in Kenntnis gesetzt und vorab befragt worden.

Lügen über Juden kennen wir ja noch aus der Zeit des Nationalsozialismus. Die Stadt versuchte zu verschleiern, dass sie einen offenen Gegner des Staates Israel, einen Antisemiten reinsten Wassers und Verteidiger des gewalttätigen Umgangs mit Frauen im Islam als Sympathieträger für arabische Jugendliche eingesetzt hatte.

Auch von CDU-Seite (sonst immer treu an der Seite des politischen Arms der ANTIFA gab es Kritik: „Es ist mir völlig unverständlich, wie man sich mit jemandem verbünden kann, der bundesweit bekannt ist für antisemitische Provokationen und gewaltverherrlichende und frauenverachtende Texte und Einstellungen.“ Erklärte CDU-Mann Stephan Keller. Vermutlich allerdings nur, weil er bei der nächsten OB-Wahl Geisels aussichtsreichster Konkurrent ist. Aus Überzeugung handeln CDU-Politiker bekanntlich schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Für die SPD gibt es gute und böse Antisemiten

Gemeindedirektor Michael Rubinstein stellte klar: „Ich kann bestätigen, dass weder eine schriftliche noch eine mündliche Anfrage der Stadt Düsseldorf über ein Video der Stadt mit dem Rapper Farid Bang bei uns eingegangen ist. Dies gilt für die sich im Urlaub befindenden Vorstandsmitglieder ebenso wie für unsere Presseabteilung und mich in meiner Eigenschaft als Gemeindedirektor.“ OB Thomas Geisel ficht das freilich alles nicht an. Antisemitismus ist nur böse wenn er von nichtmuslimischen Mitbürgern kommt. Alle anderen Antisemiten haben ihr Herz am rechten Fleck.

Wir dürfen sicher sein, wie der Tenor lauten wird, sollte der Druck auf den OB zu groß werden und das Video zurückgenommen werden müssen: „Viele rechte Hassmails haben uns erreicht. Auch Morddrohungen gegen den Herrn Oberbürgermeister. Ein weiteres Zeichen für die Islamophobie in diesem Land. Nie wieder Faschismus. Nie wieder Antisemitismus. Lang lebe Farid Bang! Auf, Auf! In die neue Zeit, Genossen!“

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.