(Michael van Laack) Einst war er der Liebling aller Bessermenschen. Politiker von Bündnis/Grüne zeigten sich gern mit dem Mann, dessen Kochbuch „Vegan for fit“ zigtausend Mal verkauft wurde. Sie sahen ihre Chance, mit Zugpferden wie dem türkischstämmigen Jungstar sowohl die totgeglaubte „Veggie-Day-Kampagne“ wiederbeleben als auch beweisen zu können, wie wichtig Mitglieder der türkischen Community für den Erfolg Deutschlands seien.

„Vegan & Sexy“ nannte ihn 2013 die WELT: „Echte Männer essen keine Tiere“. Die sich zunehmend feminisierende und sojabohnen-affine Journalistenschar der MSM lag ihm zu Füßen ob solch heroischer Aussagen. Vom weiblichen Geschlecht ganz zu schweigen. Denn auch Geld macht sexy.

Noch 2019 Liebling der Anständigen

Fast sieben Jahre lang wurde Hildmann quer durch Sender, Talks und Shows gereicht. Bei Frau Maischberger war er gern gesehener Gast, kochte im „Nachtcafe“, „daheim&unterwegs“ und bei „TV-Total. Bei „“Lets Dance“ landete er auf einem herausragenden 12. Platz und verlor bei „Schlag den Star“ nur knapp gegen den kanadischen Komiker Luke Mockridge.

Attila war angekommen. Vielleicht noch nicht im Establishment, aber er klopfte an dessen Eingangstür. Es gab kaum jemanden, der ihn nicht mochte (wenn man mal von dem kleinen Haufen unbelehrbarer Fleischfresser absieht). Auch bei den Jüngerinnen und Jüngern von Luisa Neubauer machte er sich immer wieder beliebt. So verteidigte er im vergangenen Jahr heldenhaft die Freitagsdemos und deren Mitläufer. So z.B. gegen die üble Verbalattacke von RTL II-„Star“ Jan Leyk („Berlin – Tag & Nacht“).

Auf einer Demo hatte ein 9-jähriger ein Plakat mit der Aufschrift „Eating meat is fucking up the planet“ getragen. Hildmann kommentierte: „Hält das Schild hoch und weiß gar nicht, was es bedeutet. Dieser kleine Pisser tut mir richtig leid“. Unter dem Beifall zahlreicher FFF-Accounts schrieb Hildmann dazu auf Instagram: „Stellst dich öffentlich hin und machst einen auf neunmalklug und erzählst Märchen vom Grillfreunde-Stammtisch und meinst, du kannst sogar noch Kinder öffentlich runtermachen, die sich für den Erhalt unserer Welt einsetzen!“

Hildmann auf der Suche nach neuem Image: Corona half!

Schon in der zweiten Hälfte 2018 zeichnete sich ab, dass mit veganen Produkten nicht mehr so viel Geld zu verdienen war, wie gewünscht. 2019 muss der Vorzeige-Türke eine seiner Snack-Bars schließen. Seinen Lebensstandard möchte der Fleisch-Hasser freilich nicht ändern. Doch neue lohnenswerte Geschäftsfelder lassen sich nicht finden. Das Drama nimmt seinen Lauf…

Dann kam Corona 2020. All die widersprüchlichen Informationen. dass zunächst zögerliche Handeln nach den Ausbrüchen in China und Italien, später die Restriktionsflut, deren finanzielle Folgen noch die Schultern unserer Enkel belasten werden.

Wie auch immer man zu Corona steht: Attila Hildmann glaubte, auf einen finanziell gewinnträchtigen Zug aufgesprungen zu sein, als er Woche um Woche immer radikalere Positionen zum Thema Corona übernahm. Zunächst schien der Plan auch aufzugehen. Viele Klicks in den sozialen Medien. Interviews in Funk und Fernsehen. Endlich wieder Blitzlichtgewitter.

Dann fielen ihm die Grünen in den Rücken

Verschwörungstheorien verbreite er, gegen die Kanzlerin und ihre Regierung habe er sich ausgesprochen. Der Reflex der Ökofaschisten: „Bunte, wehrt Euch! Kauft nicht bei Hildmann!“ Die MSM identifizierten den einstmals Gefeierten nun als Republikfeind, Verschwörungstheoretiker, Nazi! Das alles übrigens, bevor Hildmann seine Totalausraster bekam. Mit einem anderen Begriff kann man seine Auftritte der letzten zehn Tage kaum beschreiben. Irgendetwas hat „Klick“ gemacht. Das kann nicht nur damit zu tun haben, dass er vom Liebling zum Feind der Medien wurde binnen weniger Wochen. Da sitzt was tiefer in der Psyche. Niemand wird binnen weniger Wochen vom Liebling der Linken aus Überzeugung zum radikalen Rechten.

Hassobjekt Volker Beck

Wir erinnern uns gewiss noch alle an Volker Beck: ehemaliger Pädophilen-Versteher, ehemaliger BTM-Konsument, ehemaliger religions- und verteidigungspolitischer Sprecher seiner Partei. Vor einigen Wochen war er (noch schneller als seinerzeit Benedikt XVI.) von allen Ämtern zurückgetreten, um sich anderen Aufgaben hinzugeben.

Seinetwegen nun würde Hildmann gern die Todesstrafe wieder einführe, wenn er denn „Reichskanzler“ wäre. Strafbar ist diese „Wenn/Dann“-Aussage für sich genommen nicht, aber sie zeigt: Attila Hildmann ist mindestens in einer psychischen Ausnahmesituation, wenn nicht sogar psychisch krank. Bei islamistischen Attentätern, Messermännern, Vergewaltigern oder Party-Gästen ziehen die linken Milieus gern die Karte „psychisch gestört“ oder „traumatisiert“, um schwere Straftaten zu verharmlosen.

Der grüne Opfermythos

Im Fall Attila Hildmann würden sie verminderte Schuldfähigkeit im Rahmen eines Strafverfahrens ganz gewiss nicht akzeptieren. Denn seit Jahren jagen sie „Nazis“ überall, erklären Konservative und sonstige nicht bunt Denkende für vogelfrei. Letztendlich produzieren Merkel, Habeck & Co. so Radikalisierung von Menschen.

Ich bin der festen Überzeugung, Volker Beck freut sich über die „Todesdrohungen“ gegen ihn. Er steht wieder im Mittelpunkt medialen Interesses. Es freut ihn aber besonders, dass all das Nazi-Geschrei, all das Diskreditieren und Ausgrenzen Andersdenkender endlich die gewünschten Früchte zeitigt. Ziel ist, immer mehr so genannte „Rechte“ zu radikalisieren, um die sich selbst erfüllende Prophezeiung medial ausschlachten zu können.

Wenn ich Reichskanzler wäre…

Nein, ich würde Volker Beck nicht standrechtlich erschießen lassen, wenn ich Reichskanzler wäre. Bei mir würden allerdings Gestalten, die Kinder anders liebhaben wollen würden als die meisten oder Konsumenten starker Betäubungsmittel niemals Mitglied des „Reichstags“! In other words: Die Berliner Reichstagskuppel-Blase wäre unter Reichskanzler van Laack kein Sumpf, in dem sich Drogenabhängige, Perverse und Kriminelle aller Art gegenseitig in Ämter hieven und den jeweils anderen vorm Sturz bewahren, weil dieser um die Leichen im eigenen Keller weiß. Deshalb wäre van Laack auch kein „Reichskanzler“, sondern eher ein Bundeskanzler vom Schlage eines Konrad Adenauer. Für diesen zählten Leistung und Qualifikation. Die erarbeitete man sich aber weder in dunklen Hinterzimmern noch in halbseidenen Milieus aller Art.

Mit all dem will ich Attila Hildmanns Verhalten nicht entschuldigen, sondern nur darauf hinweisen, dass es Müllsammlern nicht gut zu Gesicht steht, andere mit dem Müll zu überkübeln, damit niemand merkt, dass die eigenen Container schon lange Zeit überquellen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.