(Michael van Laack) In den ersten Monaten nach dem Ramadan sind die Terminkalender in den türkischen Brautmodeläden oft bis zum Bersten gefüllt. Entsprechend stehen kurz darauf zahlreiche Hochzeiten an. Diese Festivitäten mag NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Blick gehabt haben, als er anregte, zumindest 150 Personen sollten in Gastronomien und Festhallen wieder ungezügelt Hochzeit feiern dürfen.

Private Feste sind ab dem 15. Juli mit höchstens 150 Teilnehmer erlaubt. Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht gelten dabei nicht, solange geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit sichergestellt sind.

Widersprüchlicher und unglaubwürdiger geht es nicht!

In der ab dem 15. Juli 2020 gültigen Fassung der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ des Landes Nordrhein-Westfalen lesen wir:

Untersagt bleiben „große Festveranstaltungen bis mindestens zum 31. Oktober 2020. Große Festveranstaltungen in diesem Sinne sind in der Regel 1. Volksfeste nach § 60b der Gewerbeordnung (einschließlich Kirmesveranstaltungen u.ä.), 2. Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, 3. Schützenfeste, 4. Weinfeste, 5. ähnliche Festveranstaltungen“.

AUSNAHME: „Feste (Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter). Diese sind nur aus einem herausragenden Anlass (z.B. Jubiläum, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags-, Abschlussfeier) und mit höchstens 150 Teilnehmern zulässig. Das Abstandsgebot und eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gelten dabei nicht, soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 1 sichergestellt sind.“

Harte Regeln für Kirchen bleiben aufrechterhalten

Wenn mal wieder ein neuer Hotspot entstehen sollte, wird das bestimmt nur geschehen sein, weil sich die Kirchen nicht an die Regeln gehalten hat, die da lauten:

„Versammlungen zur Religionsausübung finden unter den von den Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgestellten Beschränkungen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln statt, die vorsehen, dass geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern (auch in Warteschlangen) zwischen Personen…“ usw. usw.

Von den Kirchen aufgestellten Beschränkungen?

Liebe Kirchen: Wenn das tatsächlich so sein sollte, dass Ihr Eure Regeln selbst macht, dann solltet ihr sie umgehend der Regelung anpassen, die Armin Laschet u.a. für (türkische) Hochzeiten festgesetzt hat. Schließlich ist die sonntägliche Eucharistie auch eine herausgehobene Feier und hat geselligen Charakter. Also: 150 Leute, kein Abstand in den Bänken, keine Maskenpflicht. Traut Ihr Euch?

Vermutlich nicht, denn wer beißt schon gern die Hand, von der man gefüttert wird. Erstrecht nicht wenn man strukturell schon so linksgrün versifft ist wie die meisten Eurer Gemeindeleitungen und Laiengremien. Und: Sooo wichtig ist für die nachkonziliaren „tiefgläubigen“ Katholiken der wöchentliche Gottesdienst schon lange nicht mehr.

Kirchen lassen sich weiterhin ungleichschalten!

Mich würde zwar freuen, wenn Ihr Eure Regeln an Laschets Feier-Vorgaben anpassen würdet, denn so wäre er gezwungen, zu erklären, warum er bestimmten Gruppen gestattet, Corona im Dorf oder Stadtteil zu verbreiten, ansonsten aber seine Ordnungsbeamten anweist, wegen der großen Gefahr Verstöße gegen das Abstandsgebot und die Maskenpflicht in Supermärkten mit Geldstrafen zu sanktionieren.

Allerdings fürchte ich: Alles wird so bleiben, wie es ist! Im „Kampf gegen Rechts“, beim Niederknien für negroide kriminelle US-Amerikaner, im Kampf gegen nichtsozialistische „rassistische“ Straßennamen und Denkmäler, gegen Atom- und Kohlverstromung, für die Nullzins-Politik der EZB und einen europäischen Zentralstaat lassen sich die Kirchen wie manche Teilkirchen in der Zeit des Nationalsozialismus oder Kommunismus gleichschalten. Belohnt werden sie dafür vom Staat mit Ungleichbehandlung. Das ist aber egal. Schließlich werden die Gehälter der Bischöfe, Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter nicht aus Kirchensteuermitteln (also dem Geld der Gläubigen) sondern entsprechend dem Konkordat zwischen dem Vatikan und der Bundesrepublik aus Staatsmitteln finanziert.

Wie die Beamten ist auch der Klerus Staatseigentum!

Gläubige sind nur ein sich auf den Kirchenbänken herumlümmelndes Übel. Auf deren Bedürfnisse wird KEIN Bischof und KEIN Priester Rücksicht nehmen, der noch etwas zu verlieren hat. Und das ist der überwiegende Teil. Wo anders lässt sich mit weniger Arbeitsaufwand ein überdurchschnittlich hohes Gehalt verdienen wie im Kleriker-Stand.

Und: In welchem anderen Unternehmen außer den Kirchen erhöhen sich die Karrierechancen, wenn man den Unternehmensgründer infrage stellt, seine Strategien, Lehren und Grundsätze hinterfragt? Ganz genau: Nirgendwo! Und wer würde freiwillig den „Job seines Lebens“ riskieren? Tja…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.